Light’s what you make it

Für ein famoses Video ist die Idee immer wichtiger als das Budget. Huch, das reimt sich ja, und was sich reimt, das stimmt.

Siehe: „Whitsand Bay“, der inzwischen …fünfte? Ich glaube, es ist der fünfte Clip aus der sehr guten letztjährigen Album „Metronomy Forever“ von Joseph Mount und seinen schlauen elektronischen UK-Poppern Metronomy. Ich will das jetzt nicht nachschauen. Singles waren „Lately“, „Salted Caramel Ice-Cream“, „Wedding Bells“ und „Insecurity“. Macht mit „Whitsand Bay“ fünf. Aber gab’s auch zu allen ein Video? Egal, ich schweife ab.

Zurück zur Sache: Gute Idee, guter Clip. Fast ein Werbefilm für diese rotierende Lampenkonstruktion. Ich will einen Club besitzen und dieses Ding haben!

 

Tricot Suave!

Sängerin/Gitarristin Ikumi Nakajima und ihre Prog/Math-Indierock-Band tricot sind zehn Jahre nach ihrer Gründung, in denen sie als eine von wenigen japanischen Indie-Bands auch schon internationales Konzerte und kleine Tourneen gespielt haben, mit ihrem neuen Album „真っ黒“ („makkuro“ = Reines Schwarz“)  bei einem JP-Majorlabel unter gekommen.

Am Video zum Track „右脳左脳“ („unō sanō“ = linke Gehirnhälfte, rechte Gehirnhälfte) kann man dies durchaus erkennen, behaupte ich. Die Produktionsstandards dieses Kurzfilms sind hoch.

Zur Musik: Normal ist dieses hochkomplexe Math-Zeug nicht meins, aber bei tricot mache ich ne Ausnahme. Vielleicht ist das, weil ich voreingenommen bin mit meinem neuen Faible für Indie aus Japan – aber ich finde tricots technische Raffinesse, ihre Dynamik und ihre Fähigkeit, echte Melodien in ihr Prog-Konstrukt hinein zu fädeln, wirklich beeindruckend.

You’re guana say Yeah!

Das ist mal wieder typisch Polish Club. Ein Fan im Kindesalter namens Cohen hat dem Indierock-Duo aus Sydney seine Ideen für ein Video zukommen lassen. Ein komplettes Storyboard hatte der etwa achtjährige Bub gezeichnet. Novak und J-H fanden das natürlich super – und sie beließen es keinesfalls dabei, Cohen nur den Kopf zu tätscheln. Nein, sie haben einen Animator beauftragt, den Clip zum Titelsong ihres letzten Albums „Iguana“ tatsächlich umzusetzen.  Das Endergebnis ist zwar nur 1:49 lang und endet nach dem ersten Refrain (die Albumversion des Songs dauert 4:03). Aber Hey.  Lässig.

Time For Team!

So. Darauf habe ich gewartet. Auf die Sports Team-Single, die endlich so knallt, wie sie es immer versprochen haben. HERE’S THE THING!

Mit „Here’s The Thing“ kündigen Sports Team auch endlich ihr erstes Album an. „Deep Down Happy“ kommt am 03.04. Die früheren Einzel-singles „Fishing“, „Kutcher“, „Here It Comes Again“ und „The Races“ sind drauf, allerdings weder „Margate“, noch „Get Along“ oder „M5“. Macht inklusive „Here’s The Thing“ immerhin acht neue Songs.

So good they sing it thrice

Tja. Bands aus Wales sind gerne mal etwas spinnert. Das wissen wir seit den Super Furry Animals und ihren Quasi-Nachfolgern Boy Azooga. Auch Buzzard Buzzard Buzzard aus Cardiff, enge Freunde von letzteren, stellen ihre eigenen Regeln auf.
Ihre neue Single nennt sich „John Lennon Is My Jesus Christ“. Im Text huldigen BBB außer John Lennon auch noch Marc Bolan, David Bowie und Bill Fay. So weit, so gut. Der Song geht echt ins Ohr, ist aber auch absichtlich schlicht und direkt gehalten.

Das Video zu dieser Nummer, die gerade mal 2:15 lang ist, dauert aber beinahe 9 Minuten. Na gut. Für die Ungeduldigen unter euch: Startet bei 6:30. Ich verpetze hier eben, was vorher passiert.
Teil 1: Tänzerinnen performen zum Song.
Teil 2: (ca bei 3:00) BBB-Sänger Tom Rees läuft durch eine Ausstellung. Inspiriert setzt er sich an eine Orgel und performt den Song ein zweites Mal, diesmal feierlich.
Teil 3: Im Auto mit der Band. Es ist noisy.
Teil 4: (ca. 6:30) Und ein drittes Mal das Lied, nochmal die Single-Version, diesmal als Band-Performance.

Pre-ternal Flame

Das kommende Johnossi-Album „Torch // Flame“ (VÖ 28.02.) wird kein langes Album. Neun Songs. Ich mag sowas. Es gibt sicher eine Menge Platten mit 13 Songs, bei denen man bei vier Liedern auch genauso gut die Skip-Taste drücken kann. Dann doch lieber kurz und makellos.

Nun gibt es ja heute die Taktik, dass ein Album scheibchenweise ankündigt, indem man einen Song nach dem anderen schon mal voraus schickt. So veröffentlichen Johnossi mit dem Titelsong jetzt ihren vierten Vorab-Track der kommenden Platte. Das heisst, wenn „Torch // Flame“ dann erscheint, kriegt der Fan nur noch fünf neue Songs. Auch nicht ideal, irgendwie.

Aber auch nicht soo wichtig. Hmm. Ach, über sowas sollen sich Labelmanager Gedanken machen. Hauptsache, der Song ist gut. Zur Abwechslung eine Ballade.

Mitfahrer gesucht…

So läuft das dann. Heute pickt mein itunes-Shuffle mal wieder „It Takes A Fool To Remain Sane“ und ich denke mir noch: „Mann, das war eine lustige Band, The Ark. Was haben die Spaß gemacht, was waren das für Paradiesvögel! Und wie sehr fehlt so eine Band zur Zeit in der Poplandschaft!“

Und dann kommt am Nachmittag die Email:

THE ARK REUNION TOUR! In Schweden! Im Sommer!

Fuck yeah! Also im Sommer ist ein Schwedentrip angesagt. Wer kommt mit? Folgende Daten stehen zur Auswahl:

June 28 Stockholm Lollapalooza Stockholm
July 2 Göteborg Trädgårdsföreningen
July 3 Oskarshamn Latitud 57
July 4 Åbo Ruisrock
July 7 Fårö Stora Gåsemora Gård
July 10 Gävle Furuvik
July 11 Höga Kusten Naturscen Skuleberget
July 17 Linköping Stångebrofältet
July 18 Borgholm Borgholms Slottsruin
July 25 Sundsvall Sundsvalls Torgfest
July 29 Halmstad Tylösand
July 30 Arvika Arvika Hamnfest
July 31 Karlskrona Karlskrona Skärgårdsfest
August 1 Östersund Storsjöyran
August 7 Helsingborg Sofiero Slott
August 8 Rättvik Dalhalla
August 20 Umeå Umeå Energi Arena
August 21 Huskvarna Folkets Park
August 22 Örebro Gustavsvik
August 29 Uppsala Parksnäckan

Indiekram. Mehr oder weniger. Interviews, Reviews, Playlists, Commentary.