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Was Gibbts Neues?

Ach, drollig. Das neue Video der Blossoms ist eine Hommage an Back To The Future. Allerdings reisen die Buben in die 80er und kommen nicht von dort. Das passt zu neuen Single „How Long Will This Last“, die mich in ihrer Hochglanz-Poppigkeit ans Solowerk von Robin Gibb (von den Bee Gees) erinnert. Ernsthaft jetzt. Und ich finde das sogar nett.

Ja, früher hätte man eine Band mit diesem Referenzpunkt gesteinigt. Aber in Zeiten, in denen sogar fucken Toto wieder als cool gelten … da ist Robin Gibb ja plötzlich so cool wie The Jesus and Mary Chain, gemalt von Andy Warhol, während George Best ein Tor schießt.

Das erinnert mich: Ich habe noch ein Blossoms-Interview zum zweiten Album „Cool Like You“ auf dem Rechner, das ich noch nicht transkribiert habe. Ich nehme mir mal vor, das vor der Tour im Herbst noch hinzukriegen.

You’re Vryllcome

Neun Tage noch, dann ist es tatsächlich so weit. Wie lange warten wir schon darauf, dass The Vryll Society aus Liverpool endlich ihr Debütalbum veröffentlichen?

Im Oktober 2015 habe ich hier ihre „Pangea EP“ bejubelt. Ich erklärte sie wenig später zu meiner großen Hoffnung auf den Titel „Newcomer des Jahres 2016„. Aber die Briten, sie kamen einfach mit dem Album nicht um die Ecke. Alle paar Monate verlässlich starke neue Singles, das ja, so dass sich theoretisch schon ein Longplayer summiert hatte. Trotzdem: Mit dem offiziellen Debüt spannten sie uns weiter und weiter auf die Folter.

Aber ich will gar nicht länger mosern – das Album, es kommt ja. Am 10. August. „Course Of The Satellites“ wird’s heißen. Zur Vorab-Single „Light At The Edge Of The World“ gibt’s jetzt ein Video. Yay!

Say you Vryll

Na, die haben sich aber Zeit gelassen! Schon zur Jahreswende auf 2016 erklärte ich The Vryll Society aus Liverpool zu meinem Top-Tipp fürs kommende Jahr, denn 2015 hatten sie ein paar brillante Singles bzw. eine famose EP veröffentlicht, mit der sie in die Fußstapfen der jungen Verve traten.

Seitdem tröpfelten immer mal neue Singles ein, doch erst jetzt haben die Vryllies (wie man sie meines Wissens nicht nennt) endlich, endlich ihr Debütalbum bekannt gegeben.“Course Of The Satellite“ erscheint am10.08.!!

Vorab gibt’s schon seit wenigen Wochen die Single „Andrei Rublev“. Bei dem Titel kratzt man sich natürlich am Kopf. Andrei Rublev, 20, ist aktuell Nr 31 der Tennis-Weltrangliste der Männer und gilt als Mann der Zukunft. Aber warum sollten die Jungs ihm einen Song widmen? Offenbar ein In-joke der Band. Das Lied ist von einem anderen berühmten Andrei inspiriert: von Andrei Tarkovsky, der russischen Regisseurs-Legende.

Don’t bore us, get to the Coral!

The Coral, insbesondere Sänger James Skelly,  waren zuletzt verstärkt hinter den Kulissen aktiv. Skelly hat nicht nur das Label Skeleton Key gegründet, auf dem er so prima Bands wie The Fernweh oder Rituals fördert, er ist auch einer der Entdecker, frühen Förderer und schließlich Producer der Blossoms (siehe ein Post weiter unten).

Heute meldet sich die Band, die den ewig unzerstörbaren Indiedisco-Evergreen „Dreaming Of You“ auf dem Kerbholz hat (und natürlich noch viel mehr), mit einer neuen Single zurück. „Sweet Release“ ist der Vorbote fürs kommende Album „Move Through The Dawn“, das am 17. August folgt.

Freu dich Blossoms nicht zu früh…

Als die Blossoms sich kürzlich mit der Single „I Can’t Stand It“ zurück meldeten, da habe ich noch gezweifelt. Wenn die anderen Songs auch so sein würden, weniger eingängig als „Charlemagne“ oder „At Most A Kiss“, dann würden sie den Erfolg vom Debütalbum – das war immerhin eine UK-Nr. 1 – wohl nicht wiederholen können.

Jetzt kommt die neue Vorab-Single vom zweiten Album „Cool Like You“: „There’s A Reason Why I Never Returned Your Calls“. Und Holla, ist das mal eine in-your-face-Popbrezel! Die Keyboardmelodie am Anfang – die sich, typisch für Blossoms, dann im Refrain wiederholt – geht ins Ohr wie ABBA in Fischöl!

Okay, die Leute, denen Blossoms grundsätzlich zu gefällig klingen, denen wird das viel zu viel Zuckersirup sein.  Ich mag die Live-Version dieses Clips auch lieber als die noch knalligere Studio-Aufnahme. Die gibt’s noch mal beim Klick auf… Freu dich Blossoms nicht zu früh… weiterlesen

Thar They Blossoms!

Hierzulande hat man gar nicht richtig mitgekriegt, wie sehr Blossoms vor zwei Jahren auf der Insel durch die Decke gegangen sind. Man hofft dort ja weiterhin jede Saison auf den nächsten Erlöser des Britpop und Tom Ogden und seine Jungs aus Stockport (also quasi Manchester) erfüllten viele Voraussetzungen. Sie schrieben klassische Songs, die wirklich ins Ohr gingen („Charlemagne“, „At Most A Kiss“, „Blown Rose“., „Getaway“…), sie erboten den Smiths, Oasis und den Stone Roses ihre Referenz und ihr Debütalbum toppte dann tatsächlich die UK-Charts. Es sah (sieht?) ganz so aus, als ob Blossoms in der Tat den Staffelstab der Manchester-Legenden aufnehmen wollen.

Jetzt steht nicht nur ihr zweites Album an („Cool Like You“, 27.04.) , die fünf touren auch die kommenden Wochen im Vorprogramm von Noel Gallagher’s High Flying Birds durch ganz Europa, zeigen also bei allen Gitarrenfreunden Präsenz. Wenn die Boys jetzt mit einer sensationellen Mörderohrwurm-Single die Albumkampagne einläuten, dann ist der Hype losgetreten.

Alas, „I Can’t Stand It“ ist nicht der Song dafür. Ich finde: Die erste Comeback- Single von Blossoms‘ zweitem Longplayer ist okay. Der Song hat ein nettes Intro, er ist ganz flott – aber es ist nicht der Song, der die nächste Stufe nimmt. Das muss fürs Album „Cool Like You“ noch nichts bedeuten, aber naja,  man hat halt irgendwie gehofft, die Jungs würden jetzt in den nächsten Gang schalten – und das passiert nicht. (Ich kann mich irren, vielleicht seht ihr’s anders?)

Reminder: Mein Interview mit Tom Ogden zum Debüt / Meine Rezension des Debütalbums

What did you expect from 2018, Pt.1

Hallo, 2018!
Wirst du ein gutes Indie-Jahr werden? Die ersten Anzeichen sind nicht schlecht. Auf so einige spannende Newcomer dürfen wir uns freuen – darüber habe ich neulich schon mal einen Post geschrieben. Natürlich warten wir aber auch auf so einige Größen und persönliche Favoriten, die sich zurück melden.

Ich habe eine Liste unter folgendem Motto zusammen gestellt: „Ausgesuchte kommende Alben 2018“. Dies sind Platten, die fürs neue Jahr schon definitiv angekündigt wurden, die man sicher erwarten oder zumindest realistisch erhoffen darf – oder über die man wenigstens spekulieren kann.
Plötzlich standen da über 30 Namen auf meinem Zettel. Deswegen teile ich die Liste in drei Beiträge auf.
Los geht’s mit Teil 1.

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Prize and Shine – Pt. 3

augustiner-collected-2016-cAber wer hat denn jetzt gewonnen? Sorry, ich komme nicht immer dazu, mich dem Blog ausreichend zu widmen, deswegen musste ich euch ziemlich warten lassen. Aber weiter geht’s mit der Kür unseres Ein-Kasten-Augustiner-Preises. Im letzten Post hierzu haben wir die erste Runde hinter uns gebracht und die Hälfte des Teilnehmerfeldes eliminiert. Wie geht’s weiter? Wer wird gewinnen und kriegt von uns einen Kasten Münchner Bier überbracht? Prize and Shine – Pt. 3 weiterlesen

Prize and Shine – Pt2

augustiner-collected-2016-bEin mal im Jahr küren wir hier den Ein-Kasten-Augustiner-Preis. Die Idee dahinter ist, dass eine Gruppe Freunde und ich ein Lied zum „Song des Jahres“ ernennen und dann dem Sieger einen Kasten Augustiner zukommen lassen. Auch wenn wir den Kasten noch nicht oft wirklich an den Mann gebracht haben, fand doch letztes Wochenende unser entsprechendes Meeting statt. Hier nun Teil 1 unserer Zeremonie…

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Decisions, Decisions

Was läuft da mit der Blossoms-Tour? Das Münchner Konzert am 13.02. wurde vom Technikum ins Strom verlegt – gleichzeitig spielt Declan McKenna, der den Blossoms-Support geben sollte, nun seine eigene Headliner-Show im Technikum. Hmmm.

Okay, offenbar stößt der junge Declan in Deutschland auf ein größeres Echo als die Blossoms (die immerhin letztes Jahr auf die #1 in UK stürmten und dort das erfolgreichste Debütalbum des Jahres hinlegten). Man muss wohl einsehen, wenn die Managements sagen: Sorry, es ist nicht mehr angemessen, wenn er die Vorband gibt.

Ich bleibe trotzdem fest auf der Seite der Blossoms. Okay, für sein junges Alter ist Declan echt ordentlich weit, aber vom Songwriting her stehen Blossoms für meinen Geschmack doch noch ein gutes Stück drüber. Naja, ist meine Meinung. Quasi als Beleg gibt’s ein neues Video aus ihrem Album zu „Honey Sweet“.

Zum Vergleich noch mal Declan McKenna. Auch nicht schlecht. Was ich mag: Er versucht, was auszusagen. Ach, entscheidet euch selbst wo ihr hin geht – Hauptsache, in München bleibt am 13.02. keiner zu Hause. Ein gemeinsames Konzert wäre halt schon das Beste gewesen.

UPDATE 08.02.: Offenbar bleiben die Konzerte zusammen – auch Declan soll jetzt im Strom spielen. Vielleicht nur ein Missverständnis?