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Brighten The Coronas #2

So, hier mal wieder eine kleine Kollektion von Clips aus der Isolation.

Blossoms, die Melodiewunder aus Stockport, haben den Track „My Swimming Brain“ von ihrem im Januar erschienenen Album „Foolish Loving Spaces“ eingespielt. Ich weiss, einigen Indie-Leuten sind Blossoms „zu poppig“. Ich finde, so eingängige Lieder zu schreiben, das muss man erst mal können.

Blossoms haben sich ganz schön Mühe gegeben, jede Spur gedoppelt, mindestens. Die Mexikaner Rey Pila gehen im Gegensatz dazu ziemlich lo-Fi an die Sache. Sie haben „Fire Away“, eine Single ihres 2015er-Albums „The Future Sugar“, in „Social Distance Version“ online gestellt.

Und hey, mal abseits der Musik: Ich LIEBE US-Comedian Henry Phillips und seine tragikomische Youtube-Serie „Henry’s Kitchen“. Auch Henry hat einen neuen Clip aus der Isolation gepostet.

You’ve got the Hook

Die Gorillaz sind immer so ein bisschen ’ne Wundertüte. Damon Albarn hat mit seinem experimentellen Kollaborations-Projekt einige richtige Klassiker geschaffen, keine Frage. Aber manchmal will’s einfach nicht zünden, das, was er da mit seinen wechselnden Kollegen angemischt hat.

Zuletzt aber haben Damon & Co ein Projekt namens „Song Machine“ gestartet. Sie veröffentlichen unter diesem Motto zur Zeit alle paar Wochen eine neue Single. Vermutlich werden die Songs eines Tages sehr wohl auf einem Album zusammen gefasst, so oder so: Dieser Fokus auf einzelne Tracks funktioniert. Alle drei „Song Machine“-Singles bisher sind prima.

Heute neu: „Aries“. Mit an Bord Elektro-Allrounderin Georgia und Indie-One-Trick-Pony Peter Hook. Letzteren kennt man für eine Sache, nämlich für typische New-Order-Basslines (klar, er war Jahrzehnte ihr Bassist). Er liefert entsprechend ab. Nur wenige Bassisten erkennt man sofort, Hooky ist einer davon.

Talk of the town

Ich freu‘ mich, denn July Talk sind wieder da. Das kanadische Quartett um die Doppelspitze Leah Fay und Peter Dreimanis war hier schon Stammgast auf dem Blog – ich könnte auf zwei Interviews und einen Fragebogen verlinken, wäre ich nicht so faul. Gebt’s bei Interesse einfach oben ins Suchfenster ein! Nun haben July Talk ihr drittes Album angekündigt, „Pray For It“ soll’s heißen und am 10.07. erscheinen.

Vorab gibt’s die Single „Pay For it“. Ein durchaus untypisches Comeback, weil wir nur Leah singen hören. Peter, der ihrem lieblichen Gesang sonst einen Tom Waits-mäßig rauen Grummel-Kontrast entgegen setzt, hält sich zurück. Wer die Band sonst nicht kennt, dem sei gesagt: Nur sehr selten klingen sie so harmonisch wie hier.

Anyway. July Talk haben eine dieser Isolations-Sessions eingespielt.

Hoppla! Vor sechs Tagen schon erschien das offizielle Video zur Single und ich bemerk’s erst jetzt…

 

Wir machen ein Fuzz auf!

Ergeben zwei Bands schon eine Szene? Das Städtchen Stockport bei Manchester ist zur Zeit das Zentrum des Indie-Britpop mit Betonung auf POP! Die Blossoms kennen wir ja, sie haben inzwischen drei Alben auf dem Buckel, zuckersüß melodisch und auf der Insel super-erfolgreich – auch das im Januar erschienene „Foolish Loving Spaces“ war dort wieder eine #1.

In ihrem Windschatten sind Fuzzy Sun unterwegs, natürlich eng befreundet mit den Blossoms und klanglich nicht weit entfernt – man hört’s mal wieder auf der neuen Single „Warm Nights“

Hayley Mary-Go-Round

Ja hey. Greetings aus der Isolation! Doch, es gibt mich noch.

Aber es gibt in diesen Tagen halt nicht so viele neue Videos zu posten. Viele VÖ-Termine wurden verschoben, alle warten auf die Zeit nach dem Virus.

Na, hier ist dann mal wieder eins. Jezabels-Sängerin Hayley Mary hat jetzt schon das vierte Video zu einem Song ihrer brillanten 5-Track-Solo-EP veröffentlicht. Jetzt kam „Brat“ an die Reihe.

Auch DMA’s-Gitarrist Johnny Took hat bei Hayley Marys EP bekanntlich die Finger im Spiel. Die DMA’s selbst haben aufgrund der Corona-Geschichte leider die VÖ ihres kommenden dritten Albums in den Juli verschieben müssen. Zur Überbrückung gibt’s einen Liveclip ihrer letzten Single „Live Is A Game Of Changing“. Dies ist bekanntlich die Dance-mäßigste Nummer, die unsere drei Aussies bisher gemacht haben. Live, mit so richtig viel Gitarre im Mix, hat das aber einen erstaunlichen Indierock-Druck.

We Kür A Lot – Part 3

 

So. Jetzt aber. Ich habe mich lange um andere Dinge gekümmert, aber in Zeiten der Corona-Isolation habe ich keine Ausrede mehr. Der Ein-Kasten-Augustiner-Preis-Gewinner für 2019 will offiziell bekannt gegeben werden!
Worum geht’s? Wir haben ein Lied zum Song des Jahres gekürt, auf unsere bekannt beknackte Weise. Dies ist der zweite Teil zum diesjährigen Votum. Vielleicht wollt ihr erst mal Teil Eins lesen?

Oder ihr taucht direkt ein in Runde zwei… We Kür A Lot – Part 3 weiterlesen

You’re My Wonder-Sundsvall

Auch irgendwie romantisch. The Confusions aus Sundsvall gibt’s jetzt auch schon seit den frühen 90ern. Aber sagen wir’s so: Auf abgelegene Landsitze haben sich die Nordschweden wegen zu viel Welterfolg nicht zurückziehen müssen. Okay, ihr drittes Album „Six-o-Seven“ (1998) sorgte international für einen kleinen Buzz. Ihre 2002-er Single „The Pilot“ war ein kleiner Hit, ich spielte den Song damals gerne im Atomic. Tja, aber das waren, glaube ich, die Highlights.

Trotzdem, wer sich dem Indie Rock verschieben hat, hat sich dem Indie Rock verschrieben. Die vier machen weiter regelmäßig ihre Singles und Alben, auf denen sich auch immer feine Songs finden. Außerdem machen sie so liebevolle Dinge wie mit dem Iphone ein eigenes Lego-Video zu basteln. Nice. Die bleiben mit vollem Herzen dabei.

Brighten the Coronas (Pt.1.)

… und wie wir so alle in der Corona-Isolation leben, denken sich die Bands was aus, um Youtube-Content zu liefern. Es kursieren zig virtuelle Gigs und inzwischen einige Clips, in denen sich Bandmitglieder übers Internet verknüpfen, um gemeinsam von zu Hause zu spielen. Ich stelle mir das nicht leicht vor. Da gibt’s doch sicher kleine zeitliche Verzögerungen? Die sich dann summieren?

Naja, aber es scheint ja doch zu klappen. Zwei schöne Beispiele möchte ich picken. Elbow haben den wunderschönen Abschluss-Song ihres letzten Albums „Giants of All Sizes“ auf diese Weise präsentiert.

The Vaccines präsentieren sogar gleich ein ganz neues Lied – naja, nicht wirklich. Erstens spielen sie’s im Clip nicht echt, zweitens ist’s ein altes Demo. „Wir haben den Song vor ein paar Jahren gemacht und nie gedacht, dass er mal zum Vorschein käme, aber zuletzt hat er eine ganz neue Bedeutung bekommen. Da wollten wir ihn teilen, denn geliebt haben wir ihn eh immer. Sieht so aus, als kämen wie alle irgendwann wieder ans Tageslicht!“