Alle Beiträge von hankfurbisher

Kleine Kollektion 2021 / 14

Ach je. Jedes Mal, wenn ich dann doch mal einen Blogpost verfasse, dann tue ich das mit schlechtem Gewissen, weil ich so schon lange keinen mehr gemacht habe. Aber Hey. Heute ist ein Freitag, an dem echt viel neue Musik erscheint. Da fand ich so viele Clips in meinem Feed, dass ich mal wieder loslege.

Zuerst mal Josh Pyke aus Sydney, einer meiner Lieblingssongwriter überhaupt. Vor seinem letztjährigen Album hatte er eine Schreibblockade, „Rome“ erschien erst fünf Jahre nach dem Vorgänger. Damit scheint aber ein Knoten geplatzt zu sein. „The Hummingbird“, ein Duett mit der Sängerin Gordi, ist schon die zweite Single seit „Rome“.

… und jetzt muss ich halt ernsthaft die Schriftfarbe wechseln, weil ich im Beitrags-Menu einen Darstellungsfehler habe und schwarze Schrift nicht sehen kann. Also echt, manchmal kann man diesen WordPress-Scheiss echt verfluchen.

Na was soll’s. Gehen wir zur Drangsal. Ich sagte ja bei der ersten Single aus seinem dritten Album schon: Der wird sich schon was dabei gedacht haben, der Max, dass er jetzt mit dem Wir Sind Helden & Rosenstolz-Producer arbeitet. Seine Musik klingt jetzt absolut Popradio-kompatibel. Aber: Die Texte bleiben halt Drangsal-Texte. Siehe die zweite Vorab-Nummer. Man kann sich vorstellen, dass der Song im Nachmittagsradio zwischen den Staumeldungen läuft. Aber gleichzeitig kann sich’s auch überhaupt nicht vorstellen, weil’s nun mal ein transgender-positiver Song namens „Mädchen sind die schönsten Jungs“ ist. Wir sollen längst weiter sein , aber ich glaube, so einige Sender werden Schiss davor haben, dies auf Rotation zu nehmen. Sie haben aber eigentlich keine Ausrede.

Soweit dies. Es gibt keine Möglichkeit, nahtlos von Drangsal zu Billy Strings über zu leiten, also versuchen wir’s erst gar nicht. Der Bluegrass-Gitarrenvirtuose, den ich unbedingt mal live sehen will, hat eine neue Single namens „Wargasm“ veröffentlicht. Es gastiert der Country-Rapper RMR. Muss man den kennen?

Hey, gleich noch mal kein Übergang! Denn jetzt gibt’s Shoegaze – oder ist dies schon Black Leather Boot-Gaze? Ov Pain sind ein Duo aus Melbourne und Dunedin (NZL). Klingt wie Mogwai und Slowdive in einem Dungeon.

Okay, ein paar Videos aus der jüngeren Zeit, die mehrere Tage bis zwei Wochen alt sind, aber von absoluten Favoriten von mir kommen, lege ich noch nach. Ich fasse The Goon Sax, Heyley Mary, Children Collide und I Know Leopard zusammen. Alles Super-Australier!

Ach ja, Inhaler haben ja auch gestern eine neue Single gepostet. Ihr wisst: Das sind die Irischen Buben mit dem Promi-Sohn am Mikrofon, die man wegen seiner Abstammung erst mal abkanzeln will, aber dann stellt man fest, dass man die Boys echt anhören kann. „It Won’t Always Be Like This“ war eine ihrer allerersten SIngles, aber die vier haben den Song neu aufgenommen und jetzt wird’s auch der Titelsong ihres Debütalbums. Das am 04. Juli erscheint und einschlagen wird, aber mal so richtig.

Und jetzt kommen wir natürlich noch an Wolf Alice auf keinen Fall vorbei. Ihr drittes Album „Blue Weekend“ ist so umwerfend gut! Also echt. Album des Jahres! Es KANN gar nichts besseres mehr kommen! In diesen Tagen stellen Ellie & Co zu jedem Song der Platte einen Clip online. Welchen sucht man da aus? Ich nehme den Album-Opener „The Beach“. Aber sucht auch die anderen Songs raus – bzw das Album!

Nachtrag: Einen noch! Auch schon eine Woche alt, aber die neue Single der MNNQNS aus Rouen finde ich prima. Postpunk mit Style, nie verkehrt.

Kleine Kollektion 2021 / 13

Na, dann schreibe ich mal wieder einen Beitrag, oder? Viele Videos habe ich in der letzten Zeit verpasst.

Ich hab’s schon mal zugegeben – der Grund, warum wenig auf diesem von mir früher doch regelmäßig gepflegten Hobby-Blog passiert, ist der, dass ich in der Pandemie meine Akustikgitarre wieder aus der Nische hervor geholt habe und quasi jede freie halbe Stunde mit Freude dilettantisch drauf rum hacke, statt mich an einen Blog-Artikel zu setzen. Manchmal, bilde ich mir ein, kann man die Lieder, die ich nachwürge, sogar erkennen, mit viel Wohlwollen. Natürlich sind einige Crowded House-Songs in diesem kleinen Repertoire, denn der Neuseeländer Neil Finn hat über die Jahre zahlreiche Superklassiker für den Lagerfeuergitarristen verfasst. Umso schöner ist es, dass Crowded House mit frischem Lineup (Neben Neil, Bassist Mick Seymour und ihrem ersten Producer und Jetzt-Bandmitglied Mitchell Froom am Keyboard sind seine Söhn LIam und Elroy nun im Team) am 04.06. ein tolles neues Album vorlegen. Die zwei Reunion-Alben nach dem Tod von CHs erstem Drummer Paul Hester waren sehr melancholisch reflektiert, „Dreamers Are Waiting“ ist davon befreit und erinnert mich mehr an ihr Frühwerk, speziell an meine persönliche Lieblingsplatte der Band, nämlich „Temple Of Low Men“ (1988). Es gibt eine dritte Vorab-Single, die heisst „Playing With Fire“.

Elroy und Liam sind nicht die einzigen Finns, die in der zweiten Generation Musik machen. Auch ihr Cousin Harper Finn, Sohn von Tim Finn (der mit Neil einst die Split Enz gegründet hatte und fürs Crowded House-Album „Woodface“ auch dort Mitglied war), hat schon ein paar ganz tolle Singles veröffentlicht. Seine neue würde ich nicht in seine Top 3 setzen, mir wird da zu sehr versucht, einen im Kern feinen Song produktionstechnisch in Richtung modernen Streaming-Pops zu zerren. Aber wo wir schon bei den Finns sind, zeige ich ihn doch. Der Titel: „She Said“.

Hey, bleiben wir doch, das ist ein guter Übergang, bei Musikern in der zweiten Generation. Brisbanes The Goon Sax haben ihr drittes Album angekündigt! Riley Jones, James Harrison und Louis Forster haben schon mit 17 großartige Songs gemacht, nun ist es eine Jubelfreude, ihnen beim an-der-Musik-Wachsen zuzusehen. (Eigentlich muss man’s nicht mehr dazu sagen, die Band steht für sich. Aber auch Louis ist der Sohn von einem Lieblingsmusiker der 80er. Wer’s nicht selbst erkennt, soll googlen.)

Ganz, ganz toll wird übrigens auch das dritte Album von Wolf Alice. Auch „Blue Weekend“ kommt, wie Crowded House, am 04.06. Auch hier gibt’s eine dritte Vorabsingle, das zarte „No Hard Feelings“.

So, wer ist mir noch so aufgefallen? Die Pop-Franzosen Tahiti 80, die in den frühen 2000ern mal mit Phoenix als Speerspitze eines neuen F-Pop gefeiert wurden, haben mit deren Erfolg nie gleichziehen können,. Aber sie sind weiter aktiv und machen immer noch feine Songs.

Vor wenigen Wochen sind mir Nashvilles The Criticals erstmals aufgefallen. Die schick gekleideten Britpop-Fans aus der Country-Hauptstadt hatten einen feinen Livesong für das Label „Our Vinyl“ eingespielt. Es bleibt nicht bei dem einen Song, schon haben The Criticals einen zweiten Livetrack nachgelegt.

Wir bleiben in Nashville, aber kommen dennoch zu zwei Briten. Das Ehepaar Stephanie Jane und Chris Turpin nennt sich Ida Mae und macht spröden Schmirgelblues, mal laut, mal minimalistisch. Bekannt geworden sind die zwei unter anderem durch ihre prima Beziehungen: Niemand anderes als Management-Legende Seymour Stein gab ihrer ersten Band Kill It Kid einen Vertrag, auch nach deren Trennung sammeln Chris und Steph wichtige Freunde. Dazu gehören Greta van Fleet, die Ida Mae immer wieder im Vorprogramm mitnehmen. Auch Marcus King, aktueller US-Bluesgitarren-Senkrechtstarter, steht auf die Briten und hat zwei Solos für ihr kommendes zweites Album „Click Click Domino“ eingespielt.

Man sieht den Bandnamen The Buoys (die Bojen) und denkt sich: „Smart, wieso ist da noch nicht vorher schon jemand drauf gekommen?“ Aber: Klar kam schon früher jemand auf die Idee, eine 70s-Rockband in den USA. Trotzdem, dass das folgende Quartett aus Sydney sich auch so nennt, lassen wir durchgehen, denn für eine Girlband ist der Name doch wieder ganz gewitzt, oder? Die neu Single der Buoys heisst „Bad Habit“

Was ist in Beitrag auf meinem Blog ohne eine feinen Clip aus Japan? Superfriends aus Kyoto haben mit „Let Go“ eine klassische Indiepop-Nummer als neue Single veröffentlicht

Musik aus Japan habe ich oft auf dem Blog, Musik aus Polen selten. Man bezeichnet Monika Maria Brodka gerne mal als Polens Björk. Das ist natürlich grob vereinfacht und wird weder Björk noch Brodka gerecht. Aber diese Beschreibung genau der Anglerhaken, der in meinem Hirn hängen geblieben ist. Na jedenfalls: Brodka landet mit ihren Alben regelmäßig auf Platz 1 in unserem Nachbarland, sie ist einer der größten Stars überhaupt dort. Dafür ist ihr Sound erstaunlich schräg und progressiv.

KLeine Kollektion 2021 / 12

Es hat sich mal wieder einiges getan in den letzten Tagen. Es lohnt sich, die Videos in einer kleinen List zusammen zu fassen.

Zuerst mal: Das Sports Team. Mit ihrem Debütalbum „Deep Down Happy“ schafften die Londoner um den extrovertierten Sänger Alex Rice ja letzten Sommer immerhin Platz #2 der UK-Charts. Dabei setzte sich die Platte nur aus wenigen neuen Songs zusammen, sondern bestand vor allem aus den Singles, mit denen das Quintett in den zwei jahren zuvor viel Staub aufgewirbelt hatte. Nun gibt’s mit „Happy (God’s Own Country) erstmals einen neuen Song nach dem Album – außerdem sehen wir im Video, dass Alex‘ Haar in der Pandemie ganz schön gewachsen ist.

Wir bleiben in London. Wolf Alice haben uns schon mit der wuchtigen Ballade „Last Man On Earth“ begeistert – ihr drittes Album, so deutet sich an, wird FAMOS. Die zweite Vorab-Single „Smile“ unterstreicht das.

Wir bleiben in London, auch wenn Anna Friedberg vom Pass her Österreicherin ist. Anna hat für einen weiteren Song ihrer EP „Yeah Yeah Yeah Yeah Yeah Yeah Yeah Yeah“ ein Video gedreht. Und zwar für „Yeah“. Wer kann dazu schon Nein sagen?

Noch mal Exil-Londoner: Django Django gründeten sich ja eigentlich in Edinburgh, haben ihr Basis aber längst in den Süden verlegt. Ihr viertes Album „Glowing In The Dark“ ist seit ein paar Wochen draußen. Dass der Track „Waking Up“ ein Single werden würde, war eigentlich klar. Schließlich ist ein Gaststar dabei: Charlotte Gainsbourgh gibt die Duettpartnerin von Sänger Vincent Neff.

Seit längerem schon begleiten wir die lustigen Waliser Glamrock-Revivalisten Buzzard Buzzard Buzzard. Sie haben eine neue Single namens „New Age Millenial Magic“ draußen. Man redet von einem anstehenden Debütalbum. („The Non Stop“ aus dem letzten Sommer gilt nämlich trotz 10 Tracks nur als EP.)

Meine Reaktion, als ich las, dass ein neues Dinosaur Jr.-Album kommt: „Och, schön! Dinosaur, das ist so eine richtig zuverlässige Band, die immer gute Musik liefert. Man weiss schon vorher, wie’s klingt, aber man weiss auch, dass sie einen superhohen Level nie unterschreiten werden.“ Genau das dachte ich auch, bevor ich das Video der neuen Single anklickte – und sieh an: „Take It Back“ klingt zwar unverwechselbar nach Dinosaur, ist abr doch ein neuer Farbtupfer in ihrer Diskographie. Denn ich glaube, noch nie klangen sie so 60s-esk-poppig. Okay, vielleicht auf „Take A Run At The Sun“ damals, aber der Song war trotzdem anders.

Kleine Kollektion 2021/11

Jedes Mal, wenn ich mich dann doch mal wieder aufraffe, was auf dem Blog zu platzieren, habe ich das Gefühl, mich bei meinem Leser dafür entschuldigen zu müssen, dass es nur noch so selten passiert. Oh well.

Nun gut. Heute ist’s mal wieder so weit, ich habe wieder einen Überblick über ein paar Favoriten der letzten Tage zusammen gestellt.

Los geht’s! Das zweite Album des US-Songwriters Trevor Sensor steht vor der Tür. Der Mann ist gut. Wenn ihr mehr wissen möchtet: Als ich hier mehr Texte hinterließ, habe ich sein erstes Album HIER ziemlich gefeiert.
Na anyway. Es gibt eine zweite Vorab-Single des kommenden Longplayers, welcher „On Account Of Exile“ heißen wird. Die Single trägt den sonderlichen Namen „Chiron, Galactus“

Am 30. April kommt dann auch endlich die neue Platte von Teenage Fanclub. Mehrfach schon wurde „Endless Arcade“ schon verschoben. Auch hier gibt’s eine weitere Vorab-Single. „In Our Dreams“, das erkennt der Fan sofort, wurde geschrieben und gesungen von Raymond McGinley. Das ist ja die Sache bei den Fannies – sie hatten immer drei Songwriter, Norman Blake, Gerard Love und eben McGinley, deren Songs sich prima ergänzen, deren Handschrift der Liebhaber der Band ziemlich sicher raushört. Nun ist Gerard Love ist auf der Neuen erstmals nicht mehr an Bord. Das ist einerseits sehr, sehr sehr schade. Ich habe seine Lieder immer ganz besonders geliebt. Aber wenigstens haben TFC das mit Neu-Mitglied Euros Childs bestmöglich kompensiert. Sonderbare Situation. Klar hätte ich lieber auch Gerard-Love-Songs auf der Neuen. Andererseits machen TFC auch ohne ihn so fein weiter, dass man Gerards Fehlen quasi gar nicht bemerkt.

Machen wir nun einen Trip nach Melbourne zu den Tiny Little Houses. Caleb Karvountzis und seine Band haben länger nichts von sich hören lassen, aber sie machen nahtlos da weiter, wo sie aufhörten: Grungy Indie Pop, der sich beschwert.

Wir sammeln Flugmeilen von Australien nach Island. Björk war nicht die einzige Stimme ihrer Band The Sugarcubes – sie teilte sich das Mikro immer mit einem gewissen Einar Örn Benediktsson. Der war bei der UK-Musikpresse beinah verhasst, denn während Björk tolle Stimmakrobatik vollführte, kontrastierte Einar das mit nörgeligem Sprechgesang. Später wurde er Vize-Bürgermeister von Reykjavik, als Nr 2 hinter Jón Gnarr von der „Best Party“. Alerdings, hier geht’s gar nicht um Einar Örn, sondern um seinen Sohn. Kaktus Einarsson hat den irritierenden Gesangsstil seines Dads nicht übernommen, puh. Kaktus‘ Album „Kick The Ladder“ erscheint Ende Mai. Vorab gibt’s die Single „Hypnotized“.

Zickzacken wir weiter über den Globus. Seit 2004 feiern die Japaner The Bawdies das Erbe der 60s-Garagenrockband The Sonics. Das macht immer Spaß, auch auf der aktuellen Single „Oh No“

Ganz ehrlich, ich bin durchaus überrascht, dass es Real Lies noch gibt. Es ist halt echt fünfeinhalb Jahre her, dass ihr Debütalbum keinerlei Wellen machte. Ich mochte die Platte, ich fand, dass die Londoner so eine schön typisch britische Nische zwischen The Streets und New Order für sich gefunden hatten. Aber es ist halt – oder irre ich mich da – nicht so viel passiert mit den Real Lies. Viele hätten das Mikro ins Korn geworfen. Na das heisst wenigstens eins: Für den Welterfolg tun sie’s nicht, sondern, weil dies das ist, was sie wirklich machen wollen. Es gibt ’ne neue Single.

Wieso habe ich noch nie von The Criticals gehört? Die Band kommt aus Nashville und ist im Kern ein Duo von zwei Typen namens Parker Forbes und Cole Shugart. Durchaus untypisch für eine Truppe aus der Country-Hauptstadt Nashville berufen The Criticals sich auf britische Lieblingsbands wie The Cult, the Stone Roses und The Libertines. Man sieht’s an dem echt smarten Style, den die Band bei ihrer „Our Vinyl“ Session an den Tag legt. Our Vinyl wiederum ist bekannt als Studio, dass Bands für Live-Performances aussucht und mitschneidet. (Wer zum Beispiel Fan von Tyler Childers ist, der kommt an dessen „Our Vinyl“-Session nicht vorbei. Diese gilt quasi als inoffizielles Album und enthält Songs, die für seine Fans als Klassiker gelten, obwohl sie auf den offiziellen Alben nicht vertreten sind). Danke, Our Vinyl, für die Introduction to The Criticals.

… und jetzt wieder ein Sprung nach Australien, diesmal an die Westküste. Methyl Ethyl aus Perth sind eine Band, die oft zu gewollt arty unterwegs ist und deswegen auch nerven kann. Auch die neue Single „Non Cheap“ hat Momente, bei denen man denkt „Hey, ihr hättet es unkomplizierter lassen können und für den Song wär’s wahrscheinlich besser gewesen.“ Nichtsdestotrotz ist die Nummer untypisch poppig bzw peppig für Methyl Ethyl und das ist was Gutes. Hat so nen Talking Heads-Vibe, findet ihr das auch?

Und zum Abschluss noch mal zurück nach England. Der gute alte Paul Weller legt immer noch prima Songs hin. 62 Jahre ist er inzwischen, der Ex-Frontmann von The Jam und The Style Council, der elder statesman des Britpop. Die neue Single „Shades Of Blue“ ist doch wirklich ein feiner Ohrwurm. Pauls kommendes Album „FAT POP“ (14. Mai) scheint zu halten, was der Titel verspricht.

Kleine Kollektion 2021 / 10

Hallo – und wieder einmal beantworte ich die nicht gestellte Frage: Welche Videos sind mir in den letzten Tagen positiv aufgefallen?

Fangen wir mal an mit Bull. Die Briten, die uns schon mit ein paar Singles im Teenage Fanclub / College Rock – Style viel Freude gemacht haben, haben nun ihr Album draußen: „Discover Effortless Style“ heisst’s und ein neues Video zum Song „Shiny Bowl“ gibt’s obendrauf.

Habt ihr mitbekommen, dass Alan McGee ein neues Label gegründet hat? Von Creation Records? Der JAMC / Primal Scream / MBV / House Of Love / Ride / Oasis-Entdecker? Ich hab’s halt echt nicht bemerkt, peinlich peinlich. Naja, sein „Poptones“-Label von Anfang des Jahrtausends hat ja such recht schnell wieder nachgelassen. Na anyway. McGee war zuletzt wieder verstärkt in den UK-Medien, weil ein Biopic über ihn gedreht wurde und dort ins Pay-TV kam. So las ich auch, dass sein neues Label „It’s Creation, Baby“ heisst und dass er große Hoffnungen in die Iren The Clockworks setzt, die er unter Vertrag nahm, nachdem er sie im Proberaum in Galway besucht hatte.

Uns allen fehlen Liveperformances. Um diese Zeit im Jahr feiert BBC6, der Indie-mäßigste unter den Sendern der BBC, normal immer ein kleines Fest im BBC Radio Theatre. Das haben sie auch diesmal wieder gemacht, wenn auch ohne Publikum. Ich habe mal Tracks von Working Men’s Club, shame und Laura Marling gepickt.

Ich bleibe live: My Morning Jacket spielten 2019 im berühmten Red Rocks Theatre in Morrison, Colorado. So einige Bands haben ihre Performances in dieser beeindruckende Felskulisse über die Jahrzehnte schon auf VHS, DVD etc veröffentlicht. MMJ beglücken uns auch mit einem Track. Mann, ich will wieder auf Konzerte gehen!

Dass das vierte Album von Django Django kürzlich erschien, habt ihr mitbekommen? Es gibt ein neues Video – ich glaube, es ist inzwischen das Vierte? Ich hab‘ nicht Buch geführt und es ist ja auch nicht so wichtig. Wichtig ist: Man hat den Track „The World Will Turn“ gepickt, der eine untypisch akustisch-folkige Seite der Band zeigt, die man bisher noch nicht kannte.

Dann ist ja letzte Woche auch das neue Album einer meiner Lieblingsbands der letzten Jahre erschienen: „Today We’re The Greatest“ von den Middle Kids. Der US-Sender KEXP hat ein paar Livesongs der Band aus ihrem Studio in Sydney bekommen und das Ganze auch mit einem Interview verbunden. Ich hätte auch „nur die Songs“ posten könne, habe jetzt aber mal den Clip inklusive Interview ausgesucht. Wer nur die Songs hören möchte, kann ja ja im Video herum skippen.

Kleine Kollektion 2021 / 09

Na dann wollen wir mal wieder.

Oha, Josh Pyke legt schon wieder eine neue Single vor! Regelmäßige Blog-Besucher wissen: Der Australier ist einer meiner absoluten Lieblings-Songwriter. Vor seinem letztjährigen Album „Rome“ machte Josh, wie es sich für Künstlerseelen so gehört, eine Phase des Writer’s Block durch. Na ganz offenbar ist die kreative Verstopfung gelöst und jetzt kommt erst mal ein richtiger Schwall an neuem Material. Die neue Single nennt sich „To Find Happiness“.

In meiner Facebook-Gruppe postete neulich jemand einen alten The Coral-Track und fragte: „Was ist eigentlich aus denen geworden?“ Da bin ich ja fast sauer geworden. Okay, ihre Songs haben nie mehr solche Chartpositionen erreicht wie damals „Dreaming Of You“ oder „Pass It On“ – aber die Herren aus dem Umland von Liverpool sind ja wohl ein Musterbeispiel für beständige Qualität! So ca alle drei Jahre kommt ein neues Album, auf dem sie wiedererkennbar hundertpro nach The Coral klingen, aber doch auch immer einen kleinen Dreh finden, sich nicht zu wiederholen. Auf der Single „Lover Undiscovered“ ist es ein linearer Beinahe-Krautrock-Motorik-Beat, die Melodieführung und das Feeling wiederum fühlen sich an wie eine Huldigung an Teenage Fanclub. Herrlich, oder? Die Neue namens „Coral Island“ kommt am 30. April und wird sogar ein Doppel-Album!

Wir bleiben in Liverpool, aber von gestandenen Veteranen geht’s nun zu Neustartern in Sachen Indie. Das Duo POLICE CAR COLLECTIVE wurde im Januar auf manchen Seiten als neue Superhoffnung gefeiert, aber ich war nicht überzeugt. Die Single „Mine“ fing super an mit New Order-Bassline und Jangle-Noise-Feeling. Aber in dem Moment, in dem der Gesang los ging, wurde es erstaunlich scheisse. Alle guten Sounds waren – whoosh! – weg und und die Melodie war wie von schlechten Blink-182-Kopierern. Plus: Fucken Autotune. Schon erstaunlich, wie man in einem Song so viel versprechen und so wenig liefern kann. Ich so: Das sind Blender.

Aber die neue Single „I Think I Think Too Much“ finde ich dann doch echt schnittig. Hmm. Vielleicht wird ja doch noch was draus?

So, nun rüber in die Staaten. Auch bei Lord Huron bahnt sich Neues an. Neulich schon kam die Comeback-Single „Not Dead Yet“, nun haben die Americana/Vintage Pop mit dem zweiten Vorab-Track „Mine Forever“ ihr viertes Album angekündigt. Das wird „Long Lost“ heissen.

Oha – Gerade will ich posten, da sehe ich: auch The Cribs kredenzen uns ein neues Video. „Siren Sing-Along“ ist, das wisst ihr natürlich, eins der Highlights ihres letztjährigen Albums „Night Network“. Im sehr gelungenen Clip feiern die Jarman-Brüder die Fanzine-Kultur. Ach ja, Fanzines. Verdrängt von so unnötigem Scheiss wie … äh … Blogs.

Kleine Kollektion 2021 / 08

Ihr wisst’s ja inzwischen, ihr merkt es an den nur noch unregelmäßigen Updates: Zur Zeit pflege ich meinen Blog leider weniger. Aber heute reisse ich mich mal wieder zusammen und sammle ein paar halbwegs neue Lieder, die mir gefallen.

Zuerst mal: Die Middle Kids haben’s mal wieder geschafft! Wieder mal haben sie mich erst eingelullt, um mich dann doch zu packen. Es ist so: Als Musikjournalist (naja – das Heft liegt auf Eis, so lange SATURN und Media Markt wegen der Pandemie geschlossen sind) habe ich die Songs ihres zweiten Albums schon ein paar Wochen auf meinem Rechner. Und so ehrlich muss ich sein, erst dachte ich: „Schade, einfach nicht so gut wie das Debüt und die EPs!“
Aber dann passiert es wieder, was immer bei den Middle Kids passiert und was ich ja eigentlich wissen müsste: Je öfter man die Songs hört, desto mehr entfalten sie sich. Auch aus unauffälligen Albumtracks werden kleine Meisterwerke und die Platte wächst einem eben doch nicht nur ans, sondern mitten INS Herz. Freitag erscheint „Today We’re The Greatest“ und heute haben die drei vorab den Titeltrack geteilt.
Zum Video: Ob man eine Lady, die erst wenige Wochen vorher ein Kind geboren hat, im Tüllkleid auf holprige Steine in der Gischt schicken muss, damit sie auf unsicheren Beinen einen eher staksigen Storch-Tanz hinlegt, sei dahin gestellt. Hannah Joy hat in anderen Videos schon happier ausgesehen. Aber ihre Stimme bleibt natürlich die einer Nachtigall.

Bleiben wir eben in Australien. Aus Brisbane kommt die Moses Gunn Collective. Besonders schnell arbeitet das Quartett nicht, ihr letztes Album ist von 2016. Aber das sagt uns immerhin: Auf den Aussie-Psych-Pop-Zug a la Tame Impala / King Gizzard sind sie nicht aufgesprungen, weil der sich gerade lukrativ verkaufen lässt. Nein, sie machen das schon länger. Die aktuelle Single erinnert mich abgesehen davon auch irgendwie an David Bowie’s „Ashes To Ashes“ und das ist nie verkehrt.

Dass Squid aus Brighton der neue UK-Hype sind, das ist an euch ja vermutlich nicht vorbei gelaufen. Die Kritiker liegen bereits schnappatmend auf dem Rücken, so arty sind die.

Mir geht’s bisher so: Keine Frage, Respekt für die Typen. Das, was sie machen, ist sehr speziell. Es hat Niveau, es ist schlau, es erzeugt eine interessante Reibung im Ohr. Trotzdem hat’s mich noch nicht so hundertpro gepackt. Auf mich wirkt es halt schon extrem kopflastig. Als ob die Band vor lauter Freude darüber, wie avantgarde sie ist, vergisst, dass ihre Songs schon auch knallen sollten. Having said that, die neue Single „Paddling“ packt schon einen Punsch, wie der Engländer so in etwa sagt.

Jetzt noch ein Abstecher nach Neuseeland zum Artgaze-Trio Mermaidens.  Ihr letztes Album „Look Me In The Eye“ war in ihrer Heimat für den Aotearoa Music Award als „Alternative Album of the Year 2020“ nominiert. Gewonnen haben The Beths, die ich ja auch sehr liebe. Na jedenfalls – Mermaidens. Ihre aktuelle Single heisst „Soft Energy“ und ist zwar schon zwei Wochen alt – aber ich mache nun mal  nur noch selten Updates, Sorry.

Übrigens: Auch mitsume (JPN) und Inhaler (IRE) haben für heute neue Premieren angekündigt. Ich werde den Post heute noch updaten, wenn sie veröffentlicht sind.

UPDATE 1: Hier schon mal meine Tokio-Favoriten mitsume. Ihr Style ist sophisticated Indie Pop, sehr zurückgenommen, dafür gerne gespickt mit kleinen Überraschungen. Will heißen: Immer wieder nehmen die Songs nicht die erwartete Richtung, statt dessen sorgt ein unerwarteter Akkord für eine neue Nuance.
Nächsten Mittwoch erscheint mitsumes neues Album „VI“ – allerdings ist dieser neuer Song nicht im Tracklisting vertreten. Sieht aus, als sei „Basic“ mit dem Gastauftritt des Keyboarders und Producers STUTS eine One-Off-Single.

UPDATE 2: Und hier also die neue Single von Inhaler aus Dublin Da kann ich mich nur wiederholen: Inhaler wollen eins überhaupt nicht: Dass man sie darauf reduziert, dass ihr Sänger Eli Hewson der Sohn eines Superduperpromi-Sängers ist. Egal, dass man ihm sein Erbe auch an der Stimme anhört. Aufgrund dieses Stammbaums wird die Band bei Einigen eh von Anfang an verloren haben. Ich aber sage: Hey, ich nehme ihnen ab, dass sie Indierock wirklich lieben, ihre Songs sind echt griffig und wenn die Girls dem hübschen Eli verfallen, ist das gut, denn wir brauchen Bands, die die Girls in die Gitarrendiscos ziehen (wenn es wieder so weit ist).

Wobei ich auch sagen muss: „Cheer Up Baby“ flasht mich jetzt nicht so. Für mich ist das ein Albumtrack, den man so in der Mitte der zweiten Seite platziert. Stört nicht, ist okay, schuggert ganz nett vor sich hin. erzählt uns aber nichts Neues über die Band.

Nun ist es aber ja so: Durch Corona muss das längst erwartete Inhaler-Debütalbum immer weiter hinaus gezögert werden. Bis es endlich kommt, muss man halt mit Singles die Flamme am Köcheln halten. Wenn das Album so richtig kommt, werden Band und Label uns zwei Highlights vorlegen, bestimmt. Auf die müssen wir uns jetzt halt noch gedulden.

Kleine Kollektion 2021 / 07

Kollektion-Time again! In den letzten 24 Stunden ging ein bisschen was in der Youtube-Welt.

Auch wenn man ihre prima Musik nicht mögen würde, man müsste Polish Club aus Sydney einfach für ihren Humor gern haben. Wer sonst würde so ein beknacktes Video mit Sandwiches, Spiegeleiern und Käse drehen? Die Single „Stop For A Minute“ ist für mich ein Anzeichen, dass Novak und J-H bald ihr drittes Album ankündigen werden.

Ich könnte versuchen, informative News über Lord Huron und ihre taufrische Single „Not Dead Yet“ zu suchen und weiter zu geben. Leider habe ich mich entschieden, euch lieber folgendes mitzuteilen: Wenn beim Videobeginn (siehe unten) die Worte „Whispering Pines“ eingeblendet werden – das ist der Name von Lord Hurons Plattenfirma – da habe ich erst mal „Whispering Penis“ gelesen. Aua aua aua. Hahahahahaaaragh.

Werden diese Jungs aus Yorkshire noch ihren Namen ändern müssen? Googlet man „The Lounge Society„, stößt man erst mal auf eine Party-Kapelle aus Berlin. Allerdings macht auf der Insel eine gleichnamige Band von sich reden. Man kann die vier Jungs aus Yorkshire wohl in eine Reihe mit IDLES, Shame oder LIFE stellen. Zwar sind sie weniger heavy, aber auch sie unterstreichen mit ihrer Musik ihre politischen Einstellungen und haben ein Sendungsbewusstsein.

Oha, auch Richard Ashcroft hat eine neue Single.  Klar, nicht alles, was der Ex-Verve-Sänger in den letzten Jahren so fabrizierte, war Gold. Ähem. Aber hören wir uns das doch mal an. Er covert John Lennon.

Na, und wo wir schon dabei sind bei langlebigen Größen: Reden wir über die Kings of Leon. Klar, auch die haben sich auf den letzten Alben immer auch ein paar Aussetzer geleistet und den Coolness-Status verspielt, den sie von Album 1-3 hatten. Aber ich habe auch auf den Platten, über die alle schimpfen, immer auch ein paar Tracks echt prima gefunden.  Die Singles, die sie ihrem kommenden Album (VÖ: 05.03.) bisher so voraus geschickt haben, finde ich auch echt anhörbar.

Schließen wir das Ganze heute ab mit einer feinen Live-Performance. Billy Strings und seine Band begeistern im Capitol Theater, Port Chester, NY, mal wieder mit einer virtuosen Art-Bluegrass-Show. Oh Mann, wenn man endlich wieder auf Livekonzerte gehen kann, holt hoffentlich jemand den Mann nach Deutschland. Der pickt ja schneller, als ich hören kann!

 

Kleine Kollektion 2021 / 06

Oha! Über zwei Wochen sind ins Land gezogen seit dem letzten Post. Na dann wollen wir mal. Welche Videos sind mir in den letzten Tagen positiv aufgefallen?

Fangen wir an in Tokio. Die Melancholie-Gitarrenpopper I Saw You Yesterday legen eine neue Single vor und halten ihr hohes Niveau.

Immer noch Tokio: Das sophisticated Artpop-Quartett mitsume hat ein neues Album namens „VI“ angekündigt. Vorab gibt’s die Single „Fiction“.

Und nun nach Sydney: Auch Hayley Mary ist inzwischen Stammgast bei uns. Ihr wisst also längst: Sie war Sängerin von The Jezabels und bei ihren Solo-Songs wirkt Johnny Took (DMA’s) mit.

Weiter geht’s nach Melbourne. Die art-Folk-Band Obscura Hail, unlängst bei uns für den „1-Kasten-Augustiner-Preis“ nominiert, hat für die „Take Two Sessions“ akustisch den Song „Lumberjack“ eingespielt.

In Melbourne haben sich auch dereinst Crowded House gegründet, unzerstörbare Großmeister des Songwriting. Interessant die aktuelle Besetzung: Vom ersten Album sind noch Sänger Neil Finn (NZL) und Bassist Nick Seymour (AUS) dabei, aber letztlich auch Mitchell Froom (USA). Der hat die Platte damals, 1986 war’s, produziert. Inzwischen gehört er als offizielles Mitglied zum Lineup, das vervollständigt wird von Neils Söhnen Liam und Elroy. Für den 04.06. hat diese Besetzung das neue Crowded House-Album „Dreamers Are Waiting“ angekündigt. Vorab gibt’s die Single „To The Island“

Ach guck! Auch King Gizzard & The Lizard Wizard haben vorhin noch ein neues Video geteilt. Na Zeit war’s. Das letzte war ja doch schon ca drei Wochen her!

Kleine Kollektion 2021 / 05

So, heute lohnt sich wieder eine kleine Sammlung aktueller Clips.

Zuerst mal: Australien, das habt ihr nun davon, dass ihr in den letzten Jahren solche Bands wie Tame Impala, Pond und King Gizzard hervorbrachtet. Was ist die Folge? Dass eure Teenager damit groß werden und den Sound wie selbstverständlich nach- und ausbauen, sobald sie Gitarren halten können. Anders gesagt; The Lazy Eyes aus Sydney legen ihre erste neue Single nach ihrer famosen 2020er Debüt-EP vor. Hurra!

Auch Joe Agius aus Brisbane hat schon Teenager seine ersten Aussie-Hits gelandet, damals als Frontmann der Strokes/Kooks-esken The Creases. Zuletzt tourte er die Welt als Mitglied der Band seiner Freundin Hatchie. Seine Solomusik als RINSE schlägt durchaus in die Hatchie’sche Dreampop-Kerbe.

Wir bleiben in Australien. Jetzt geht’s nach Newcastle, NSW, wo die junge Selfmade-Pop-Lady, die sich FRITZ nennt, ein Video zur Single „Die Happily“ online gestellt hat.

Von Australien nach Nordeuropa, genauer: Sundsvall, Schweden. Von hier melden sich mal wieder die Indie-Veteranen The Confusions, die schon seit den frühen 90s dabei sind, mit dem neuen Track „Tangerine Sky“. Das Video haben zwei Fans aus Mexiko für sie gedreht, Nice.

Sogar noch länger als The Confusions gibt’s The Mobile Homes. Diese Synthpopband gründete sich schon 1984 (!) im Stockholmer Vorort Sätra. Na, da müssen sie aber ca 14 gewesen sein? Anyway. Musik veröffentlicht die Band, die Depeche Mode und New Order als Referenzpunkte nennt, seit 1990. Sie hatten den einen oder anderen kleinen SWE-Hit und konnten auch Karl Bartos (Kraftwerk) mal als Produzenten eines ihrer Alben gewinnen. Interessant ist die Band für diesen Blog aufgrund ihrer aktuellen Besetzung: Für mich ist das neu, aber seit 2017 sind Sami Sirviö und Markus Mustonen bei The Mobile Homes eingestiegen. Die beiden waren mal bei kent! Ausrufezeichen!! Bei den ewigen schwedischen Giganten kent!!!!! Wie klingt das wohl, was sie heute machen?

Zum Schluß noch ein Flug nach Westen nach Glasgow, denn auch Glasvegas gibt’s noch/wieder! Die Schotten haben ihr viertes Album angekündigt, es wird den Namen „Godspeed“ tragen. Die bereits dritte Vorabsingle „Dying To Live“ zeigt: Auch wenn James Allen & Co labeltechnisch kleinere Brötchen backen – was die Intensität ihrer Lieder angeht, da haben sie null nachgelassen. (Hat ja auch nicht wirklich was miteinander zu tun.)