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In the YEAH!

Zum soundsovielten Mal „In The Air“, ein Live-Mitschnitt, eins von diesen Videos mit so kitschigen Zeitlupenbildern, die eine Band künstlich überhöhen sollen? Muss ich das unbedingt auf dem Blog teilen?

Naja, es SIND nun mal die DMA’s. Zu Hause in Australien ist unsere Blog-Lieblingsband inzwischen groß genug, um beim „Splendour In The Grass“-Festival auf der Hauptbühne zu spielen – und zwar nicht am frühen Nachmittag, sondern nach Sonnenuntergang. Zugegeben, der war recht früh, weil das Festival im Juli stattfand und Australien nun mal auf der Südhalbkugel liegt. Aber hey. Wir sehen hier jedenfalls, dass die Jungs sehr gut in die Stadien passen und können uns daran erinnern, wenn sie nächstes Mal in München wieder im Strom stehen.

With a little HEALTH from my friends

„Wie? DU? Magst HEALTH?“ werde ich immer mal erstaunt gefragt. Nicht alles, nicht immer. Grundsätzlich aber sind die Kalifornier eine famose Popband. Eine bissige Popband, die auch die Industrial-Breitseite als Farbe auf der Palette hat. Ihr letztes Album „DEATH MAGIC“ fand ich famos. Die neue Single „SLAVES OF FEAR“ hält den Level. Es ist Titelsong des vierten HEALTH Albums, das die vier Los Angelinos für den 08.02. angekündigt haben.

Thank you for the Moosic

So, jetzt haben wir auch unsere erste japanische 90s-LoFi-Americana-Band gefunden: Das Quartett moo stammt aus Sapporo von der Nordinsel, wo auch schon mal die Winterolympiade stattfand. Die Band orientiert sich an Guided By Voices, Pavement oder Neutral Milk Hotel und ihr erstes Album muss, so liest man, vor zwei Jahren in Japans Indie-Landschaft richtig großen Eindruck hinterlassen haben. Heute ist der Nachfolger „Country Darkness“ erschienen – hier die Single „All Day Long“

Review: The Fernweh

The Fernweh – The Fernweh

Ob man wohl bei der Plattenfirma Skeleton Key Records einen Vertrag unterschreiben sollte? Das Label hat seine Website seit zweieinhalb Jahren nicht upgedatet. Kein gutes Zeichen. Man findet nicht mal ein Wort über ihre aktuelle Neuerscheinung The Fernweh auf der Seite. 

Aber klar sollte man trotzdem den Stift nehmen und seine Signatur setzen, wenn Skeleton Key es anbietet! Das ist ein Ritterschlag! Dies ist die Firma von The Coral-Sänger (und Blossoms-Producer) James Skelly! Skeleton Key hat in gewisser Weise den Staffelstab von Deltasonic übernommen – hier lebt die „The Wirral“-Szene weiter, die uns in den Nullerjahren neben The Coral auch Bands wie The Zutons, The Stands, The Basement, The Bandits, The Dead 60s oder The Little Flames schenkte. Ein mal Googlen ergibt dann auch: Die Firma hat ihre Webpräsenz halt auf facebook verlegt und alles Neue liest man dort. Nicht so schlimm also, die schlafende Website.

Was bringt uns zu Skeleton Key Records? Es ist die Band The Fernweh. Die sind uns in den letzten Monaten schon mit eine starken Single nach der anderen aufgefallen. Jetzt ist ihr Album da. Ich darf verkünden: Es hält alle Versprechen!

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You’re getting Zach’ed in the morning…

Zach Yudin aus Cayocos, Kalifornien ist der Kopf von Cayucas, Nun steht das dritte Album seiner Band/seines Solodingens (das ist nie so ganz klar) vor der Tür. Als neue Single schickt Zach den Titel „Winter of 98″… voraus.

Da muss ich natürlich gleich mal nachdenken: Was habe ich im Winter 98/99 gemacht? Genau 20 Jahre ist das her! Hmmm. Das Atomic war noch ziemlich neu und ich landete dort oft. Das alte Strom (und damit mein erster DJ-Anlaufpunkt in München) hatte mehrere Monate vorher dicht gemacht. Das war okay für mich, größer war mein Jammer um die Ex (L aus A). Was war sonst? Die Alben, die ich im Winter 98/99 am meisten hörte, waren wohl „Deserter’s Songs“ und „Six“, „Hope Is Important“, „Without You I’m Nothing“ und „El Oso“

Mehr zu Cayucas? Zum letzten Album hatte ich ein email-Interview.

(Ende 1998: Habe ich wen vergessen? Wen habt ihr gehört? Wart ihr da überhaupt schon geboren?)

The Song Remains The Shame

Keine Frage – das Debüt von Shame gehört zu den wichtigsten Gitarrenplatten des Jahres. Jetzt haben die jungen Londoner ein Video zu „Dust On Trial“ geteilt, dem Song, der als Opener des Albums gleich so viel Eindruck macht. Der Clip ist eine Referenz an die Art Gruselfilme geworden, die einem einen eiskalten Schauer über den Rücken jagen – das passt zur Intensität, die der Track rüber bringt. Hey – ich hatte Shame hier im Januar im Interview.

It’s About Time (and Money)

Auf „For Now“ ein Lieblingslied picken? Was fällt euch ein! Das ist ja, als sollte man sich unter seinen Kindern für ein Lieblingskind entscheiden! Unter seinen zwölf Kindern.

  1. „Time and Money“. 2. „Emily Whyte“. 3. „Tape Deck Sick“.

Endlich haben die DMA’s ein Video zu „Time & Money“ gedreht. Hmm. Im Albumzusammenhang ist der Song Wahnsinn. So auf sich allein gestellt, da frage ich mich, ob mein Enthusiasmus für das Lied auch bei anderen ankommen wird. Es ist ja doch eher eine schleppende Midtemponummer. Naja, ich LIEBE den Song jedenfalls, innig. Spätestens bei 2:50, wenn die Middle Eight kommt (die dann eher zu einer Middle Sixteen wird), da könnte ich SCHMELZEN.

Hot Hot Tahiti

Es ist jetzt auch schon 20 Jahre her, dass Tahiti 80 aus Rouen ihr Debütalbum „Puzzle“ aufnahmen. Das Album sollte sich 2000/2001 zu einem ziemlichen Hit entwickeln, speziell in Japan waren die Franzosen sehr gefragt für ihren feingeistigen Indiepop. Die Herren sind weiterhin aktiv und haben ihren Stil nicht groß geändert, wie die aktuelle Single „Natural Reaction“ zeigt.

Happiness This Way White Lies

Ich hab‘ die White Lies für eine Sache durchaus bewundert in den letzten Jahren. Es ist ja so – die drei Londoner hatten das Glück (oder das Pech), in genau der Zeit ihren Durchbruch zu feiern, als die UK-Indie-Welle gerade umkippte. Als ihr Debüt „To Lose My Life“ im Januar 2009 erschien, da wurden sie, noch perfekt im Trend liegend, gleich mal auf Platz 1 der UK-Albumcharts gespült.

Aber als ihr zweites Album erschien, da war die Welle sowas von versandet – und, okay, auf „Ritual“ fehlte auch ein vergleichbarer Indie-Disco-Hit wie der Titelsong vom Debüt. Trotzdem, dass der Nachfolger unterging wie ein Sack Ziegelsteine, das war selbst von außen hart anzuschauen.

Viele andere Bands hätten es nicht verkraftet, so rasant durchzustarten und dann so abzusinken, ohne das persönlich zu nehmen. Dass die White Lies es verstanden haben, Chartpositionen und Zahlen nicht so zu viel Wert zuzuweisen, unbeirrt ihren Weg weiter zu gehen und sich auf einem okayen Erfolgslevel einzupendeln, das kann man ihnen schon irgendwie anrechnen, oder?

Zehn Jahre nach ihrem Raketenstart kommt Ende Januar 2019 ihr fünftes Album „Five“. Als Vorboten gibt’s ein Video zur Single „Believe It“