Alle Beiträge von hankfurbisher

KLeine Kollektion 2020/26

Hurra, es tut sich wieder was! Eine neue Single von Shame! Mit genau der Kladderadatsch-Wucht, die wir uns von ihnen wünschen!

Zu Shame muss ich nichts dazu schreiben, oder? Die haben 2019 schließlich ganz schön gerulet. Das habt ihr doch noch nicht schon alle wieer vergessen? Ansonsten als Reminder: HIER mein Interview zum ersten Album, aus der Zeit, als ich mir noch die Zeit nahm, hier Transkripte meiner Interviews zu posten…

Auch von Django Django gibt’s was Neues! Die Single „Spirals“ läutet – alles andere würde keinen Sinn machen – die Kampagne für ihr viertes Album ein. Auch wenn dieses noch bekannt gegeben werden muss.

Zum Abschluss eine Band aus Liverpool, die allerdings sehr kalifornisch klingt: Sunstack Jones veröffentlichen ihre Musik auf dem Label Deltasonic, das von The Coral geleitet wird. Das ist ja schon mal ne prima Referenz. Eine weitere ist The Verve-Gitarrist Nick McCabe, der als Fan bereits eins ihrer Alben produzierte. Sehr Byrds-y, das Ganze, aber auch ein bisschen psychedelisch ausufernd. Schön, die Single „How It All Went Down“

Kleine KOllektion 2020/25

Wenn das Jahr vorbei ist und man seine Liste der Alben des Jahres zusammenstellt – also, es müssten schon noch einige plötzliche Superalben erscheinen, damit „Sunlight“ von Spacey Jane dann nicht in meinen Top 5 auftaucht. Es ist nicht so, dass die Westaustralier besonders spektakuläre Musik machen, aber die Songs haben eine sonderbare… ich nenne das mal „staying power“: Aufs erste Hören mag man sie. Aufs fünfte, sechste Hören LIEBT man alles an ihnen. Das gilt natürlich auch für den Song „Straightfaced“, für den Spacey Jane heute ein Video geteilt haben.

Sehr wohl spektakulär sind seit 2000 bereits die Gorillaz. The Cure sind es seit den späten 70s. Ihr braucht nicht diesen Blog, um mitbekommen, zu haben dass Robert Smith auf der neuen Single von Damon Albarns Artpop-Projekt gastiert – aber posten muss ich den Clip schon.

Addieren wir eben noch einen Corona-Clip? Britt Daniel und sein Kollege Alex Fischel von Spoon haben eine Liveversion von „Rainy Taxi“ (von „They Want My Soul“, 2014) geteilt.

Kleine Kollektion 2020/24

Inzwischen habe ich mir angewöhnt, erst dann wieder einen neuen Post zu machen, wenn es mindestens drei Videos gibt, die sich lohnen. Tja, das kann bedeuten, dass hier mehrere Tage nix passiert oder dass ich Clips bespreche, die ich schon vor vier Tagen hätte posten können. Tja, so ist das nun mal derzeit. Vielleicht bin ich eines Tages wieder motivierter.

Na anyway. Hier etwas Neues von den Cayucas. Zach Yudin und sein Zwillingsbruder Ben haben ihr viertes Album im Kasten. Das ging recht schnell diesmal nach dem letztjährigen „Real LIfe“, zumal sie vor jener Platte ganze vier Jahre von der Bildfläche verschwunden waren. Es ist aber auch nicht so, das sie groß was an ihrer Formel geändert haben. Es gibt netten California-Pop in der Beach Boys Tradition, wenn auch sehr reduziert und schlicht gehalten (keine Brian Wilson’schen Schwurbeleien weit und breit). Dafür stehen der Albumtitel „Blue Summer“ (VÖ: 25.09.) und die Single „California Girl“

Im März schon veröffentlichten die Londoner New Waver ihr Single „Lose Myself Again“. Jetzt haben sie auch ein Video nachgeliefert. Die Story dieser Band habe ich schon erzählt: Nur Wochen nach ihrer Gründung unter dem Namen Night Engine wurden diese Herren auf der Insel schon als Talking Heads-meets-David Bowie-Superhype gefeiert. Aber irgendwie haben sie nie darauf aufbauen können und irgendwann eine Umbenennung vorgenommen.

Mir geht’s aber auch so, dass ich die Band interessant und zackig finde, aber irgendwie zündet’s nie so 100 Prozent. Ich habe Respekt vor dieser Band, aber Lieblingsbands muss man auch LIEBEN, nicht nur respektieren.

Ich LIEBTE damals das erste Album con Alex Lahey aus Melbourne – das war schön strubbeliger, peppiger Indierock mit wirklich cleveren Texten. Die Zweite war auch okay, konnte da nicht ganz mithalten, alles wirkte ein bisschen geglättet. Nun gibt’s Neues: Ich weiss nicht, ob „Misrey Guts“ eine One-Off-Single ist oder die Kampagne zum dritten Album einläutet – beim Video steht nur „As featured in Tony Hawk Pro Skater 1 & 2“., Das Lied stammt also von einem Skatboard-Game-Soundtrack und es klingt in der Tat, wie man sich einen typischen Skate-Popgrunge-Song vorstellt. Schon alright, aber Alex kann das besser.

KLeine Kollektion 2020/23

Heute geht’s zuerst drei mal nach Australien. Vor zwei Wochen (oder waren’s drei?) haben die Neo-80s-Rocker Johnny Hunter zwar noch nicht ihr erstes Album, aber immerhin eine EP veröffentlicht. „Early Trauma“ versammelt ihre letzten drei Singles und zwei neue Tracks. Zu einem dieser zwei Neuen gibt’s jetzt ein Video: „Innocence Interrupted“

Anfang des Monats erschien auch ein neues Album von Husky. Die zwei Cousins aus Melbourne hatten über die Jahre bereits Verträge bei angesagten und mittelgroßen internationalen Labels wie Sub Pop und Embassy Of Music. Deren Mühen haben leider nicht gereicht, um ihren filigranen Folkpop zu mehr als einem Achtungserfolg zu machen. Jetzt sind Husky zurück daheim und haben fürs vierte Album ein eigenes Label gegründet. Die Musik ist immer noch sehr fein.

Jetzt wieder nach Sydney zum prima Songwriter Josh Pyke, der heute endlich sein Album „Rome“ veröffentlicht hat, aus dem er ja seit Monaten schon Song für Song voraus schickt. Mit „I Thought We Were A River“ untermalt er einen weiteren Track daraus mit Clip.

Zum Schluss dann noch mal in die USA. Billy Strings, der Ausnahme-Bluegrass-Gitarrist aus Muir, Michigan, hat einen weiteren Song aus seinem 2019er-Album „Home“ mit einem Video versehen: „Watch It Fall“ zeigt uns Eisenbahner-Tramp-Graffiti-Romantik.

KLeine KOllektion 2020/22

Neulich haben wie hier erstmals kiwi vorgestellt, eine Band von Ride-Fans aus Tokio. Hier ihre zweite Single „Beautiful Back“, zu finden auf ihrer Debüt-7 Song-EP „Before You’re Gone“

Keiner kann sagen, die DMA’s wären nicht fleißig darin, Clips auf youtube zu stellen. Da sie ihr neues Album „The Glow“ aber auch zur Zeit nicht touren können, müssen sie nun mal anders auf die Platte aufmerksam machen. Mir ist das ja Recht, ich freue mich über Tracks wie eine neue Akustik-Aufnahme von „Learning Alive“

… und nun noch eine neue Single der Doves. Die drei aus Manchester haben immer „big music“ gemacht, so quasi als Missing Link zwischen The Verve und den frühem Coldplay (als sie noch fein bis sogar richtig gut waren). Seit ihrem Comeback ist diese Musik sogar NOCH bigger. „Cathedrals Of The Mind“ ist die dritte Vorab-Single vom kommenden Album „The Universal Want“

Kleine Kollektion 2020/21

Sie stammen aus Mexico City, leben aber seit einigen Jahren schon in New York und sind Buddies von Julian Casablancas: Rey Pila haben am Freitag ihr neues Album veröffentlicht und heute ein Video zum Song „Dark Paradise“ nachgelegt.

Cut Copy hatten ihr neues Album „Freeze, Melt“ eigentlich für diesen Freitag (28.8.) angekündigt – allerdings haben sie die Sache kurzfristig vorgezogen, die Platte ist nun seit letztem Freitag schon zu haben. Dieser sechste Longplayer der Synth/Indie-Popper aus Sydney ist ihr bisher chilligster, nicht nur des Albumtitels wegen. Parallel zum Album haben Cut Copy zu jedem Track einen arty Clip online gestellt.

Ein bisschen erstaunt bin ich über die neue Single von Chappaqua Wrestling aus Manchester. Ich hatte die Band bisher als ziemlich typische Jangle-Gitarren-Brit-Indie-Combo abgespeichert. Die neue Single „The Rift“ aber ist definitiv eine Grunge-Nummer, sowohl von den Gitarrensounds als auch den Akkordfolgen her. Na, wir haben’s hier mit einer jungen Band zu tun, die ganz offensichtlich noch ihren Weg sucht.

DIe Tsume der einzelnen Teile

… und immer noch herrscht Sommerloch und immer noch habe ich bei jedem neuen Post das Gefühl, erst mal „Sorry“ sagen zu müssen, weil der letzte schon mehrere Tage alt ist.

Na anyway. Seit ich japanischen Indie für mich entdeckt habe, haben sich mitsume (ミツメ) aus Tokio als eine meiner Lieblingsbands der dortigen Szene heraus kristallisiert. Denn das Quartett macht zwar sehr zurückhaltenden Groovepop, dieser ist aber immer auch ideenreich und vertrackt. Mitsume sind in diesen Monaten ziemlich produktiv, veröffentlichen Singles im Abstand weniger Wochen. „Tonic Love“ („トニック・ラブ /“) ist in diesem Jahr schon Nummer fünf.

Kleine Kollektion 2020/20

So, was ist mit zuletzt an sehenswerten Clips aufgefallen? Fangen wir an mit Glasgows Neo-New Wave-Gothpop-Duo THE NINTH WAVE. Haydn Park-Patterson und Millie Kid veröffentlichen weiter fleißig Videos aus ihrer aktuellen EP „Happy Days“. Jetzt kam der Song „Come Down Forever“ an die Reihe.

Eine meiner bisherigen Lieblingsplatten des Jahres 2020 kommt von Spacey Jane. Das Quartett aus Fremantle bei Perth hat mit seinem Debüt „Sunlight“ einen sweet spot getroffen. Ich höre darin ein bisschen Teenage Fanclub, ein bisschen Melbourne-Jangle, ein bisschen Britpop. Die Band selbst sieht ihr Vorbilder in Aussie-90s-Bands wie You Am I, Jebediah oder Grinspoon – so ehrlich muss ich sein, das sind Namen, die ich kenne, in deren Musik ich mich aber nie vertiefte. Muss ich wohl mal nachholen. Aber es gibt so viel Musik, wer soll das alles hören?! Anyway, Spacey Jane haben eine Livesession eingespielt, für den AUS-Kanal „Pile TV“. Die Songs sind: „Wasted On Me“, „Love Me Like I Haven’t Changed“ sowie das Car Seat Headrest-Cover „Fill In The Blank“

Drittens: Oha! The Cribs sind wieder da! Große Freude! Neulich erst dachte ich mir: „Mei, von denen hat man ja lange nix mehr gehör!.Ob die wohl noch Musik machen? Gut, trennen werden sie sich nie, weil’s nun mal Brüder sind. Aber wann und ob da wohl was Neues kommt?“ Die Antwort: Ja! „Running Into You“ ab jetzt, das Album „Night Network“ ab dem 13.11.!

Die Zeiten, in denen man Phoebe und Joe von Two People als „Ex-Snakadaktal“ ankündigt, sollten vorbei sein. Schließlich stehen die zwei vor ihrem zweiten Album „Second Body“ (VÖ: 28.08.), damit ist die Discographie ihrer zweiten Band offiziell länger als die ihrer ersten. So oder so – die Athmosphären-Synth-Australier schicken der Platte einen weiteren träumerischen Vorab-Track voraus: „Been A Little While“

… und noch mal Australien: King Gizzard! Yupidu! Na, was kredenzen Stu & Co uns heute? „Honey“ war ein erstaunlich nettes  akustisches Liebeslied,  geht’s so weiter? Nein, „Some Of Us“ thematisiert den Weltuntergang und die Leute, die uns dort hinein treiben. Recht hat er ja, der Stu.

Kleine Kollektion 2020/19

Zuerst mal:  Sorry, ich bin nicht mehr so fleißig wie früher, was das Bloggen angeht. Außerdem ist Sommerloch. Die Updates hier werden seltener. Naja, es muss ja nicht so bleiben.
Anyway. Ich hab mal wieder drei Clips gesammelt, zu denen ich zwei, drei Worte sagen kann.

Zuerst: Andy Bell kommt mit einem Soloalbum. „Schuld“ ist Corona. Denn eine Soloplatte spukte dem Ride-Co-Frontmann und langjährigen Oasis-Bassisten eh lange schon im Hinterkopf herum. Andy hat die Monate der Isolation genutzt, um angefangene und liegen gebliebene Ideen fertig zu stellen. Die Vorab-Single „Love Comes In Waves“ zeigt, dass sich das ganz offensichtlich gelohnt hat. Ein Album „The View From Halfway Down“ wird folgen.

Walt Disco aus Glasgow haben derweil ein Video zu ihrer aktuellen Single „Hey Boy (You’re One Of Us)“ online gestellt. Irgendwie lustig: Mich erinnern diese Schotten in ihrer Rumms-Wumms-Theatralik ja sehr an die Early-80s-Glam-New Waver Adam And The Ants. Als die damals ihren Durchbruch feierten, waren Videos noch relativ neu. Vieles war noch etwas grob, man setzte auf Kostüme und Schminke, Nebelmaschinen und zusammengeschusterte Settings. 40 Jahre später ist es wieder genauso, weil jungen Bands die Budgets fehlen.

Im letzten Post erst habe ich auf die Australier Great Gable  aufmerksam gemacht. Schon haben sie den nächsten Clip: „Tracing Faces“ ist der Titelsong ihre am Freitag erschienenen Albums.

 

 

 

Kleine Kollektion 2020/18

Ein paar schöne Platten erwarten uns im August. Die Jubeltrubel-Zeiten von Cut Copy, als ihr elektronischer Indie der Sound der Stunde war, sind seit ein paar Jahren vorbei, der Hype um „In Ghost Colours“ (2008) und „Zonoscope“ (2011) hat sich gelegt. Ihr letztes Album „Haiku For Zero“ (2017) blieb beinahe unbeachtet, aber das heisst nicht, dass Dan Whitford und seine Band aus Sydney nicht weiter prima sophisticated Synthpop machen. Nächsten Freitag erscheint ihre sechste Platte „Freeze, Melt“ und die bisherigen Vorab-Tracks gefallen mir sehr. So auch „Like Braking Glass“.

Wir bleiben in Australien, auch wenn der Bandname Great Gable nach Nordengland deutet – so heisst nämlich auch ein Berg im Lake District. Great Gable, die Band, stammt aus Byron Bay, hat seit 2016 schon zahlreiche Singles und EPs veröffentlicht und macht down under inzwischen größere Wellen. Da trifft es sich gut, dass morgen mit „Tracing Faces“ ihr erstes „richtiges“ Album erscheint. Es gibt eine neue Livesession ihrer Single wenige Monate alten „Blur“.

Jetzt ein Abstecher nach Texas. Colter Wall ist zwar bekanntlich Kanadier, er stammt ursprünglich aus Swift Current, Saskatchewan. Aber Colter hat sich für die Musik schon vor einiger Zeit in den USA nieder gelassen. Der junge Maestro des Real Country steht im August vor der Veröffentlichung seines dritten Albums: „Western Swing & Waltzes and Other Punchy Songs“ erscheint am 28.08. „Normale“ Promotouren sind zur Zeit nicht möglich, also postet Colter in diesen Tagen regelmäßige „Bunkhouse Sessions“ live aus Texas.