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It’s a Northwich Hunt!

Sonntag erst habe ich über die neue the Charlatans-EP geschrieben (ein bisschen nach unten scrollen bitte) und auch darüber, dass die unkaputtbaren Indie-Veteranen kürzlich in der Heimatstadt von Sänger Tim Burgess ihr Jubiläums-Event „North By Northwich“  feierten.

Jetzt haben die Herren einen weiteren Song der neuen EP mit Footage von ihrem Stadtfestival kombiniert und als neues Video online gestellt: „Indefinitely In Your Debt“.

Review: The Charlatans

The Charlatans – Totally Eclipsing EP

Ich mag EPs. Die EP ist ein unterbewertetes Medium. Denn so ein Album, mit dem man sich ja meistens nur alle zwei, drei Jahre wieder zeigt, muss ja zwangsläufig immer auch ein Statement sein. Eine EP von 3-5 Songs und 12 – 20 Minuten Musik dagegen ist wie ein unmittelbarer Wasserstandsbericht. Nicht der Familienbesuch an Weihnachten, an dem man alles aufarbeitet, was im Jahr passiert ist. Mehr ein kurzer Anruf oder eine Postkarte: „Hey, wir sind übrigens gerade hier!“

Weil eine EP immer so konzis diesen derzeitigen Standpunkt mitteilt, ist sie auch ein Format, das Bands vor allem in ihren Anfangsphasen nutzen. EPs gibt’s normalerweise vor dem ersten Album und vielleicht noch in den ersten 20 Monaten danach. Im Abschnitt des Bandlebens, in dem ihre Entwicklung noch am markantesten voran schreitet. Weswegen so eine EP dann immer als Dokument dieses Fortschritts dient. Auch The Charlatans haben ihre Karriere mit EPs eingeleitet und ihre früheren Alben damit begleitet: „Indian Rope“ zum Beispiel, „Over Rising“ oder „Me. In Time“. (Weitere Singles mit oft drei B-Seiten kann man aber sicher auch mitrechnen.) „Over Rising“ erschien 1991. Unglaublich, wie lange her das ist. 

Unglaublich aber auch, wie viel weniger lang sich das anfühlt. Review: The Charlatans weiterlesen

Charla-magnifique

Ui! Mit einer neuen Single von The Charlatans habe ich ja noch gar nicht gerechnet!  Toll! Mei, wie diese Band konstant ihr Spitzenniveau hält – und das seit 1990 – das ist schon irre. Irre ist auch, dass Tim Burgess immer noch diese entstellende blonde Matte nicht abgelegt hat, aber okay, das ist seine Sache.

„Totally Eclipsing“ ist der Titeltrack einer neuen EP, die die Charlies hiermit für den 08.06. ankündigen.

Meine Alben 2017, Pt.6 (5-1)

Finaaaaale! Der Countdown geht zu Ende. Hier jetzt also die Top 5 meiner persönlichen Lieblingsalben des Jahres 2017. Wie immer inklusive ein paar Zeilen zu den jeweiligen Platten. Also gut, have fun!

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Alpha Bravo Charlatans

Dieses Video haben The Charlatans schon vor zwei Tagen geteilt, aber hey, vorgestern hatte ich keine Zeit, dazu was zu sagen und gestern war ich, ähem, zu gerädert.
Ich habe Freitag Abend nach längerer Zeit mal wieder den DJ gespielt und im Strom aufgelegt. Dem Laden, wo ich in München einst angefangen habe. Aus nostalgischen Gründen musste natürlich auch der ewige Charlatans-Hit ins Set, denn die Band begleitet uns nun mal schon seit unglaublichen 27 Jahren.

Was uns wiederum zum aktuellen Video „Over Again“ vom Album „Different Days“ bringt. Die Charlatans sind, wie ich, älter geworden. Aber sie machen sich weiter überzeugend, finde ich. Weil sie sich nicht jünger stellen, als sie sind (okay, über Tim Burgess‘ blonde Matte und seinen Tanzstil kann man sich streiten, aber er ist absolut der lebensbejahende Heini, der sowas durchzieht), erkennbar das tun, was sie lieben und unanfechtbare Qualität abliefern. Und klar stelle ich mir beim Weggehen oder beim selteneren Auflegen auch die Frage, ob ich nicht zu alt bin für den Quatsch und ab wann die Kids sich denken,  dass der peinliche Lustgreis da das Weite suchen soll. Damit sind die Charlatans für mich auch ein bisschen ein Barometer: Die können’s in meinen Augen noch lässig durchbringen. Also kann ich das auch hinkriegen, oder? Klar, ein paar Kiddies werden das Video sehen und die Herren altbacken finden – aber wer so denkt, liegt (ha!) falsch und erkennt nicht, was gut ist. Um so jemand müssen wir uns nicht kümmern.
Tja. Halbausgereifte Sonntagvormittagsphilosophie über Indiekram und den existentiellen Quatsch drumrum. Willkommen auf meinem Blog.

Review: The Charlatans

The Charlatans – „Different Days“

In diesen Wochen gab’s/gibt es neue Alben von Ride, Slowdive, The Jesus and Mary Chain, alle mit großem Medienecho. Auch ihre Zeitgenossen The Charlatans haben ’ne Neue, doch der Hype fällt gering aus. Wenn man so will, haben die Madchester-Veteranen, die den ewigen Klassiker „The Only One I Know“ geschaffen haben, also einen Fehler gemacht: Sie haben sich nämlich nie getrennt. So können sie jetzt mit keinem Comeback -Brimborium um die Ecke kommen.

Aber selbstverständlich war es KEIN Fehler der „Charlies“, all die Jahre durchzuhalten. Die Band hat die Jahre, die andere Combos liegen ließen, genutzt, um ein beeindruckendes Gesamtwerk zu schaffen. Und im Verlauf des Ganzen ist den Baggy- und Britpop-Überlebenden etwas gelungen, was andere Bands sich nur wünschen: In Würde zu altern und in einem angemessenen Rahmen relevant zu bleiben, ohne sich Trends anzubiedern.

Ein Abstecher: Charlatans-Sänger Tim Burgess hat vor ein paar Jahren seine Autobiographie geschrieben. So ein Teil besorgt man sich, weil man halt Fan und Nerd ist – aber nicht, weil man glaubt, ein tolles Buch zu lesen. Es war dann aber so, dass ich das Ding kaum weglegen konnte. Tim kommt in seinen Memoiren extrem nachvollziehbar rüber. Als ein Mensch erstens mit Hummeln im Hintern und zweitens mit unbeirrbarem und ansteckendem Optimismus. Review: The Charlatans weiterlesen

Different Days, same bands!

Slowdive, JAMC, Ride, The Stone Roses, Swervedriver, Blur … überall wiedervereinigte Lieblingsbands von 1990/91!  Nur The Charlatans nicht – weil die sich nie getrennt haben!

Am 26. Mai kommt ihr neues Album „Different Days“, es ist Nummer Dreizehn, und es wartet mit lauter Gästen auf: Paul Weller zum Beispiel, Gilian und Stephen von New Order und sogar Johnny Marr, der gleich auf mehreren Songs seine unverkennbare Gitarre jubeln lässt – nicht zuletzt auf der Vorabsingle „Plastic Machinery“.

Ach ja, und Tim Burgess ist immer noch blondiert. Ich dachte, das ist eine Geschmacksverirrung, die man ihm mal zugestehen darf, zum zweiten Soloalbum. Aber „Oh No I Love You“ erschien 2012! Und seitdem ist der Gute an keinem Spiegel vorbei gekommen? Oh well.

Review: The Charlatans

charlatansThe Charlatans – Modern Nature

Ich bin spät dran mit dieser Rezension. Aber heute habe ich über Noel Gallagher geschrieben, über ein Album, über das jemand anderes behauptete, es sei „die beste Britpop-Platte seit Langem“. Derjenige hat keine Ahnung, denn eine prima Britpop-Platte erschien schließlich erst vor vier Wochen.

Britpop. Lange nicht gelesen, das Wort. Im Mai 1995, in genau der Woche, in der sich Oasis und Blur mit „Country House“ und „Roll With It“ den „Britpop War“ lieferten, erschien auch The Charlatans „Just When You’re Thinking Things Over“. Britpop blühte, und sie waren mittendrin. Ihr viertes Album, nur „The Charlatans“ getauft, ging auf die #1 der UK-Charts. Es war eine von vielen Wiedergeburten der Band, denn man hatte sie zwischendurch beinah abgeschrieben. Durchgestartet waren Tim Burgess und Co schließlich schon 1989, surfend auf der Baggy-Welle: Aber lange sah es so aus, als würden sie die Erfolge von ihrem Ewigkeits-Hit „The Only One I Know“ und ihrem #1-LP-Debüt „Some Friendly“ (1990) nie wiederholen können.

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