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Review: Dorsal Fins

dorsal-fins-digital-zodiacDorsal Fins – „Digital Zodiac“

Bezüglich des Themas Nebenprojekte kann man ja geteilter Meinung sein. Ich habe mich auch schon richtig aufgeregt über die Angewohnheit mancher Musiker, sich neben der Hauptband auch noch ein Techno- ein Country- und ein Funpunk-Projekt zu erlauben. „Macht’s g’scheit oder lasst es!“ will man da manchmal schreien. „Erwartet doch nicht, dass wir eurem Hobby Aufmerksamkeit schenken, wenn ihr selbst es nur als Spielerei nebenbei betrachtet!“

Aber natürlich gibt es die Gegenargumente. Dass sie beim Nebenprojekt mal alle Fünfe grade sein lassen und nicht jeden Ton auf die Goldwaage legen, steht manchen Musikern sehr gut. Sie zeigen sich experimenteller und lockerer. Das Fehlen gewisser Vorgaben, Zwänge oder Empfindlichkeiten der Hauptband eröffnet die Möglichkeit zu einer Freigeistigkeit und einer Kreativität, die  möglicherweise sonst gehemmt wird.

Liam McGorry aus Melbourne ist Trompeter und Songwriter der Soulpop-Band Saskwatch. Die Dorsal Fins gründete er ursprünglich als Nebenprojekt. Er scharte befreundete Musiker aus anderen Bands, die Namen wie Eagle & The Worm, The Bamboos oder New Gods tragen, um sich, um mal mit neuen Sounds rum zu spielen (als Einflüsse nennt die Band speziell DEVO, David Byrne, The Avalanches und Primal Scream). Irgendwann war man zu neunt, neben Liam war Ella Thompson (sonst als Solistin unterwegs) als zweite Sängerin an Bord gekommen – und aus den Spielereien kristallisierten sich ein paar wiederkehrende Sounds heraus: Rumpelnde Rhythmen aus der Baggy-Ära, verzerrte Bassläufe, Echo-Gitarren, gerne mal Bläsersätze, diese Elemente ergaben tanzbare und ins Ohr gehende Indie-Songs.

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Definite Dorsal

Im Februar war’s, da veröffentlichte die vielköpfige Melbourner Band Dorsal Fins ihr Album „Mind Renovation“ – eine Platte, die sich spielerisch und variantenreich in tanzbarem Retro-Indie-Pop bewegt. Ein paar der Songs auf dieser Platte sind richtig klasse, aber nicht alle. Aktuell haben Dorsal Fins nun ein Video zum Track „Heart On The Floor“ veröffentlicht, ehrlich gesagt nicht mein Lieblingslied der Band. Mir ein bisschen zu Disco, da bin ich halt doch mehr der Gitarrentyp. Nichtsdestotrotz, posten will ich’s hier mal.

Two Dorsal Down

Nicht weniger als zehn Mitglieder hat die Melbourner Truppe Dorsal Fins. Im Februar hat die Band mit „Mind Renovation“ ein sehr abwechslungsreiches Album abgeliefert, ein paar richtig feine Indiepop-Hits sind auch drauf. Falls ihr meine „Best Ditches“-Spotify Playlist (siehe links oben) schon mal durchgehört habt, erkennt ihr vielleicht ihren Song „Monday Tuesday“. Diese Nummer haben sie jetzt, quasi als neues Video, live in den Newmarket Studios, Nord-Melbourne eingespielt.