Schlagwort-Archive: Rolling Blackouts Coastal Fever

Jeans Genie

Ist das ein Melbourne thang? Das mit den vielen Videos?

Zu Erklärung: Neulich erst hatten wir’s mit City Calm Down, die schon den achten Clip ihres aktuellen Albums online stellten. Rolling Blackouts Coastal Fever, ebenfalls aus Melbourne (und auch beim gleichen Management) legen wenige Tage später nach und veröffentlichen immerhin Video Nr.  5 aus ihrem (übrigens großartigen) Album „Hope Downs“, nämlich „Sister’s Jeans“.
Na, mir soll’s recht sein Es kann nicht genug Videos dieser Band geben.

Review: The Goon Sax

The Goon Sax – „We’re not talking“

Schon vor Louis Forster soll es Leute gegeben haben, die einen Vater hatten. Diese These wird sowohl durch Umfragen als auch Messungen bestätigt. Ich habe diese Beobachtung sogar in meinem persönlichen Umfeld schon gemacht.

Manche von diesen Personen mit Vater hatten sogar einen, der sehr prominent war. Menschen können Väter aus den höchsten Kreisen haben, Väter wie John Lennon, Franz Beckenbauer oder den Dalai Lama. (Okay, vielleicht nicht den Dalai Lama.) Jedenfalls, es gibt Väter, die viel prominenter sind als der von Louis.

Es ist auch nicht so, dass The Goon Sax ein großes Aufhebens darum würden. Fast verheimlichen sie’s sogar ein bisschen. Denn wenn jemand selbst Musik macht und sein Innenleben ausdrückt, dann will man ja wohl bestimmt als allerletztes immer den gleichen Vergleich hören: „Ach guck mal, das ist ja eine kleine Version von…“

Also, die Sache ist die: Einerseits will ich sagen: „Hey, es tut doch nichts zur Sache, wessen Gene Louis mit sich rumträgt. Der übrigens eh nur ein Drittel von The Goon Sax ausmacht, von diesen lustigen, schlauen Kids aus Brisbane, die gerade mal 19 geworden sind.“ 

Andererseits: Louis ist der Sohn von Robert Forster! Von den Go-Betweens! Und ich will kreischen und durchs Zimmer tanzen vor Freude deswegen!

Warum?! Ich versuche hier auch, mir das gerade mal in Echtzeit selbst zu erklären. Review: The Goon Sax weiterlesen

Interview: Rolling Blackouts Coastal Fever

Mit zwei EPs haben sie uns in den letzten 24 Monaten begeistert, seit Freitag ist das Album da! „Hope Downs“ erfüllt alle Erwartungen, die man an Rolling Blackouts Coastal Fever aus Melbourne nach dem tollen Auftakt stellen durfte. Klar ließ ich mir die Möglichkeit nicht entgehen, ein Telefon-Interview mit den Australiern zu führen. An der Muschel: Fran Keaney, einer von gleich drei Sängern & Songwritern dieser Band.

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Coastallo Music

Der Countdown läuft – ein Monat noch bis zur VÖ von „Hope Downs“, dem ersten Album von Melbournes Rolling Blackouts Coastal Fever nach zwei famosen EPs. Das gute Stück erscheint am 15.06. und ich sitze bereits am Transkript des Telefon-Interviews, das ich neulich mit Fran Keaney führen konnte = einem der gleich drei Sänger und Songwriter des Quintetts. Vorab gibt’s einen neuen Song aus dem Album: „An Air Conditioned Man“

Coastal Fever Dream

Normalerweise schimpft man, wenn man um vier Uhr nachts wach wird. Aber dann checkt man eben im Halbschlaf, was es Neues gibt, und sieht: Hoppla, in Australien, wo es jetzt Nachmittag ist, haben sie endlich das erste Album von Rolling Blackouts Coastal Fever angekündigt! Am 15.06. soll es kommen, der Name ist „Hope Downs“ und eine neue Vorabsingle namens „Talking Straight“ gibt’s auch! Na hoffentlich kann ich auf den Buzz jetzt wieder einschlafen!

Review: Verge Collection

Verge Collection – „Flaneur“

All the lights in my room, they’re flickering dim.
I could get off my arse, go and change them.
But the circle, it always repeats
and eventually I’ll have to change them again.“
(Verge Collection – „Sleep It Off“)

Haha! Wer mal bei mir zu Hause war, muss jetzt lachen. Weil mein Licht im Flur nicht geht. Die Glühbirne muss nämlich so auf den Mikromillimeter genau in der Fassung sitzen, dass sie das quasi nie tut. Wie von Geisterhand dreht sie sich auch beim kleinsten Anlass wieder raus. Wie oft habe ich das Ding schon entnervt hin und her bewegt! Mit Gewalt, mit Feingefühl, mit gutem Zureden. Bis ich es irgendwann einfach gelassen habe. Lieber gar kein Licht, als dass es dauernd flackert oder dass man sich permanent hin und her justierend den Grant holt.

Klar ist also schon mal, das ich eine sofortige Seelenverwandtschaft zu Verge Collection empfinden muss. Ben Arnold, so der Name des Sängers des Quartetts, beschreibt eine vermutlich bezeichenende Szene aus meinem Leben – und das vom anderen Ende der Welt aus. Verge Collection stammen nämlich aus Perth und Verge Collection, so nennt man in Westaustralien die Sperrmüllsammlung.

Wenn eine Band sich so einen Namen gibt, stellt sie damit auch klar: Glamourös wird das, was jetzt kommt, nicht. Hier wird nicht aus der Perspektive von jemand erzählt, der auf Rosen gebettet ist. Wie zum Beweis startet dieses Album mit den Worten „I’m way too old to be living at home“. Review: Verge Collection weiterlesen

Like a Vergen

Hey ho, 2018. Der erste Post des neuen Jahres geht nach Perth, WA! Von dort haben Verge Collection einen Clip zu ihrer aktuellen Single „So Vain“ geteilt.

Ich habe Verge Collection hier immer quasi als den westaustralischen Außenposten der Dolewave-Szene bezeichnet (Dolewave = Melbourne-Bands wie Twerps, Dick Diver, Rolling Blackouts CF und mehr), aber auf „So Vain“ hören wir: Bläser. Da stellt sich die Frage, die sich mein Deutschlehrer bestimmt immer von mir gewünscht hat: Brancht Dolewave jetzt out? Or what?

Meine Alben 2017, Pt.1 (30-26)

Das Jahr geht zu Ende, auf dem Musikmarkt erscheint nichts Neues. Damit hier auf dem Blog trotzdem was passiert, ergreife ich wieder die Gelegenheit zur Rückschau. Wir sind wieder an dem Punkt, an dem ich meine persönlichen Lieblingsplatten der Saison zur Top 30 zusammen stelle und so tue, als müsste diese komplett subjektive Liste jemanden interessieren. Klar ist aber auch: Nur einfach ne Liste tut’s nicht für mein unersättliches Ego. Ich kommentiere die Alben noch mal kurz und teile das Ganze als Countdown in sechs Teile auf. Okay, los geht’s nach dem Break!

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Take The Longlist and walk it Pt 2

Stichwort: Longlist.
Schon ein kleines Ritual hier: Ein mal im Jahr pickt die BBC ihre Favoriten fürs neue Popjahr und sagt: „Die werden berühmt! Das ist ‚The Sound of 2018!‘
Ich höre mir den Kram dann an und gebe auf dem Blog meinen Senf dazu ab.

Der nächste Schritt folgt jetzt: Ich kontere ich mit meiner eigenen Longlist. Das sind dann aber immer Acts aus meinem Indie-Geschmacksbereich. Ich prognostiziere auch nicht den großen Durchbruch. Ich sage nur: „Ich traue denen nächstes Jahr ein ordentliches Debütalbum zu.“

Aber ganz ehrlich: Dieses Jahr war’s schwerer als je zuvor, diese Liste zusammen zu kriegen.
Dafür gibt’s bestimmt mehrere Gründe und ich habe auch eine halbe Abhandlung darüber begonnen. Ich hab’ sie aber wieder gelöscht. Wer will denn schon so Krisengerede lesen?
Zumal ich ja eh ewiger Optimist bin und glaube, dass sich das wieder einrenkt. Und ausrenkt. Und wieder einrenkt. Weil das alles zyklisch kommt und geht.

Anyway. 16 Bands und Solist(inn)en, denen ich 2018 was zutraue, findet ihr nach dem Break. Besser als die Grütze von der BBC sind sie allemal.

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