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I Should Feel So Lucie

Nice! Eine neue Single von Lucie, Too. Mit dem Video zu „Anata No Hikari“ kündigt das Girl-Trio aus Utsonomiya eine neue EP namens „Chime“ an. Ich mag diese Band. Lucie, Too machen peppigen Powerpop, wobei ihr lieblicher Girly-Gesang dem Ganzen ja doch eine eigene Note gibt, zumindest für unsere westlichen Ohren.

Und jetzt alle:
„nē me o mite – tsutaete ne chanto iwanakya omoi wa todokanai – mōko no mama 2-ri de itai no – anata no hikari ni naru wa“

Nikko Teenpop

Stichwort Japan/Indie. Es ist ja doch kurios, wie hier manche Dinge einfach komplett anders ablaufen als im Westen.

Mit Hilfe von Google Translate habe ich mir zum unten stehenden Song folgende Information zusammen gereimt:

Die Stadt Nikko, 140 km nördlich von Tokio gelegen und ein in Japan für seine historischen Bauten und seine Lage am  gleichnamigen Nationalpark beliebtes Sightseeing-Ziel, ist auch eine Stadt mit großer Uni. Als solche hat Nikko ein Projekt ins Leben gerufen, um junge Leute anzulocken. Speziell gibt es ein Programm namens „Third City“ – die Idee dahinter: Während bisher zwischen zwei klar getrennten Orten „Arbeitsplatz“ und „zu Hause“ unterschieden wurde, will man eine dritte Gesellschafts/Wohn/Alltagsform entwickeln (eine Art Campus?), in der es einen fließenden Übergang gibt.

Man will also Studenten in die Stadt locken. Was mögen Studenten? Genau, Indie-Musik. In Nikkos Nachbarstadt Utsunomiya lebt mit Lucie, Too ein Indie-Girl-Trio, für das es gerade rasant aufwärts geht (und das schon wiederholt auf diesem Blog gefeaturet wurde, nicht zuletzt für ihren prima Song „Lucky“). Also kam man auf die Idee, die Band zu verpflichten, einen „Theme Song“ für Nikko City aufzunehmen. Der Text zu „Hometown“ wurde von Lucie, Too gemeinsam mit Studenten des „Third Place“-Projekts erarbeitet. Tja, und das Ganze klingt so:

How Longlist Can You Go – Part 2

Jetzt aber. Ich bin so weit. Die BBC hat vorgelegt und zehn Stars fürs Jahr 2019 prognostiziert. Ich lege nun nach und nenne hier meine zehn eigenen Indie-Hoffnungen fürs neue Jahr.

Die Kriterien sind wir jedes Jahr: Um in Frage zu kommen, darf die Band/der/die Künstler(in) noch kein Debütalbum veröffentlicht haben. Ich sage auch nicht: „Die werden reich und berühmt“ – ich sage: „Ich verspreche mir hier ein hoffentlich tolles, mindestens spannendes erstes Album“.

Okay: Auf „Weiterlesen“ klicken und es kann losgehen:

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Good Lucie Charm

Utsonomiya, die Hauptstadt der Präfektur Tochigi, hat ca 500.000 Einwohner und drei davon sind die Indie-Girlband Lucie, Too. Sängerin Chisa und ihre zwei Mitstreiterinnen erinnern mich an Surf Pop a la Best Coast und 90s Girl Grunge a la Belly, nur halt eben mit japanischen Texten. Die Vocals auf der neuen Single „EGOIST“ sind vielleicht ein bisschen saccharinsüß ausgefallen, aber grundsätzlich macht mir der Energieboost-Pop der drei  richtig gute Laune.

This Is J-Indie

Vor wenigen Tagen schrieb ich hier: „Ich sollte echt mehr über japanischen Indie Bescheid wissen.“

Denn erstens ist es schon manchmal frustrierend, mit anzusehen, wie sehr z.B. die britische Szene stagniert oder wie wenig in Schweden passiert, wenn man das mal mit früher vergleicht.
Gleichzeitig sind mir zuletzt vereinzelt mal Bands aus Japan aufgefallen – und quasi jedes Mal haben sie was bei mir ausgelöst. Mal ist es Begeisterung, mal Befremdung, mal liegt es irgendwo dazwischen. Ab und zu ist es beides gleichzeitig. 

Also habe ich mir vorgenommen, mich mal in die Szene rein zu hören. Ich dachte, das würde viel Recherche bedeuten und ich müsste mich durch unleserliche Websiten mit mir fremden Schriftzeichen kämpfen. Aber es ging viel leichter, als ich dachte. Man muss das ja tatsächlich nur googeln und landet schnell auf zahlreichen Sites, die ganze Listen führen, auch auf englisch. Sucht man sich dann Videos einer Band raus, deren Beschreibung vielversprechend war, bietet youtube in seiner Leiste rechts auch schon zahlreiche weitere Kandidaten an. Plötzlich hat man 30, 40 Bands durchgeklickt. Einige sind vernachlässigbar, einige haben mit Indie wenig zu tun. Aber die Quote der Bands, die ich auf irgendeine Weise spannend fand, die war enorm. 

Nach dem Break gibt es eine kommentierte Liste, in der ich Namen zusammen gestellt habe. Bands, die aktuell aktiv sind und die bei mir am meisten Eindruck hinterlassen haben.

Zum Start aber erst mal mein Lieblingslied von The fin. (Bild oben) Wer auf meinem Blog öfter mal landet, kann an diesem Namen nicht vorbei gekommen sein.

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