Schlagwort-Archive: Josh Pyke

What Did You Expect From 2018, Pt.3

Heute: Der dritte und letzte Teil meiner Liste „Ausgesuchte kommende Alben 2018“.  Es geht um meine persönliche Vorschau auf das anstehende Indie- Jahr. Um Platten, auf die ich gespannt warte. Alben, die entweder schon feststehen, die sicher erwartet werden oder auf die man zumindest spekulieren darf.

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Interview: Alex Lahey

Letztes Jahr tauchte Alex Lahey aus Melbourne auf und legte eine prima Single nach der anderen hin: Flotter Indie-Gitarrenpop, zum Platzen voll mit self-deprecating humour. Heute erscheint ihr Album „I Love You Like A Brother“ und erfüllt alle Versprechen. Alex singt über die Komplikationen ihres Liebeslebens, über ihre Zukunftsängste und ihre Freundschaften so, dass es jeder mitfühlen kann. Klar, dass auch ich mich um einen Termin bemühte, als sie Interviews zur Platte gab. Interview: Alex Lahey weiterlesen

Feels, Pyke, Heaven

Heute: Nicht immer nur Neues teilen – auch Älteres würdigen!

Kennt Ihr das – ihr hört einen Song, der euch noch nie so aufgefallen ist und auf einmal ZIEHT er euch die Schuhe aus?

Dass ich den australischen Songwriter Josh Pyke, auch wenn er in Europa und den USA praktisch nicht stattfindet, für einen der ganz Großen seiner Zunft halte, das habe ich auf diesem Blog schon wiederholt kundgetan. Der Mann ist ein unaufdringlicher Poet und manchmal schleichen sich seine Songs heimlich an und packen dich sanft… und dann ziehen sie dir den Hals zu.

Heute zum Beispiel hat mich sein Lied „Fill You In“ (erstmals erschienen 2005) ohne Scheiß total mitgenommen und fast zum Heulen gebracht.

Bisher fand ich die Bildsprache in dem Song nett, aber whimsical. Ich meine, Regen und Kaninchen und Vögel und Malbücher kommen im Text vor. Aber hey, was ist heute los? Heute scheint mir der Schluss des Lieds auf einmal aus den traurigsten und liebevollsten Worten zu bestehen, die je geschrieben wurden.

I’m a man, I’m a man like I used to be
and I wanna fill you in
There was a hole in my heart where animals lived
and I wanna fill you in
You know I do a very fine impression of myself
and I wanna fill you in
And there’s a colouring pad in the back of my head
and I wanna fill you in

Fuckin’ell.
Musik. Ich liebe Musik so sehr. Nichts sonst macht sowas aus mir.

Review: Alex Lahey

Alex Lahey – B-Grade University EP

Ja, sie haben Recht. Alle, die Alex Lahey schon feiern, haben Recht. Das ist ja zuletzt zu einer kleinen Lawine geworden. Aber das war erst der Anfang, glaube ich. Die geht global.

Alex Lahey kommt aus Melbourne und sie ist mal wieder ein Musterbeispiel für meine ewige These, dass das, was einen Singer/Songwriter (bzw. -in) auszeichnen muss, Persönlichkeit und Charakter ist. Denn musikalisch ist das, was Alex macht, nix Neues: Gitarrensongs halt. Indierock halt. Aber hey, diese EP ist famos.

Wer feiert Alex Lahey schon alles? Erstens die australischen Indie-Radios, die vor allem auf ihre zweite Single „You Don’t Think You Like People Like Me“ ansprangen. Zweitens Josh Pyke. Der Sänger aus Sydney hat, feiner Zug, eine eigene kleine Stiftung gegründet: Er unterstützt jährlich einen neuen australischen Musiker mit Rat, Tat und einer kleinen Prämie. Alex Lahey hat sich beworben und frisch gewonnen. Das Geld kann sie gut brauchen, hat sie doch bisher auf ihrem Eigenlabel veröffentlicht. Allerdings, die Talentscouts MÜSSEN sie inzwischen jagen, denn drittens ist auch Pitchfork bei den Begeisterten. Wie kam’s? Pitchfork-Autor Ryan Schreiber sollte für eine Aussie-Radioshow aktuelle Lieder von down under bewerten. Als man ihm Alex vorspielte, fand er sie so toll, dass er ihr gleich ein kleines Feature auf der US-Online-Bibel widmete.

Und was ist es nun, das Alex macht?

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Review: Josh Pyke

Live at the Sydney Opera HouseJosh Pyke – „Live with the Sydney Symphony Orchestra“

Ich mag Josh Pyke. Der australische Songwriter trifft einen Nerv bei mir mit seinen poetisch-nachdenklichen Liedern. Hierzulande kriegt man nicht mal alle seine Longplayer in den Downloadstores, aber daheim down under ist er sehr beliebt. Seine Alben gehen dort meistens in die Top Ten, das wusste ich. Trotzdem habe ich seinen Status wohl unterschätzt. Ich hätte nicht geahnt, dass Josh Pyke in Australien einen solchen Stellenwert hat, dass das Sydney Symphony Orchestra auf ihn zukommen würde, um im berühmten muschelförmigen Opernhaus im Hafen seine Lieder mit Streichern, Flöten, Pauken und Trompeten umzusetzen.

Klar, so ein Auftritt mit Orchester ist so was wie ein Ritterschlag für einen Songwriter. Klar auch, dass Josh solche Dinge sagt wie „I love the idea of taking these songs that I’ve written alone in my bedroom to people who I’ve never met who completely rework them and reimagine them“ oder „Playing that sort of concert with an orchestra was something I always wanted to do, I think it’s most musicians‘ dream to hear their music in that cinematic context.“

Die Frage muss trotzdem erlaubt sein: Ist das auch wirklich für jeden Songwriter das Richtige? Review: Josh Pyke weiterlesen

Meine Alben 2015 – Pt.1 (30-21)

josh pyke header

So. 2015 neigt sich dem Ende entgegen. Auch dieses Jahr habe ich wieder (ich bin nun mal voll der Nerd, can’t help it) meine eigene Hitliste der besten Alben der letzten 365 Tage aufgestellt. „Sollte leichter gehen als sonst“, dachte ich, „dieses Jahr habe ich schließlich lauter Reviews auf den Blog gestellt. Ich muss ja eigentlich nur schauen, wer die meisten Punkte kriegte.“ Aber, tja, die jetzige Liste sieht letztlich doch anders aus.

Es zeigte sich: Manchen Alben habe ich in der ersten Euphorie vielleicht zu viele Punkte gegeben, andere Alben entpuppten sich erst langfristig als „Grower“. Ein paar Alben meiner Top 30 habe ich gar nicht besprochen, meistens, weil ich den/die Künstler sowieso im Interview auf dem Blog hatte.

Anyway, jetzt reicht’s mit dem Palaver, ich beginne mit meinem Countdown. Nur eins noch: Am Ende des Artikels findet ihr eine Spotify-Playlist dazu.

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Review: Josh Pyke

Josh PykeJosh Pyke – „But For All These Shrinking Hearts“

In der Marketingsprache gibt es einen Ausdruck: USP. The „Unique Selling Point“. Das Einzigartige, Unverwechselbare, das ein Produkt auszeichnet, weswegen man’s kauft. In der Musikindustrie ist das Produkt der Künstler / die Künstlerin / die Band / ihr Werk.

Josh Pyke aus Sydney ist ein Singer/Songwriter, der zu Hause in Australien eine feste Größe ist. „But For All These Shrinking Hearts“ ist sein fünftes Album. Der Rest der Welt hat nie so richtig Notiz genommen – und wenn ich ehrlich bin, glaube ich auch, dass ich den Grund weiss. Nicht mal ich würde, wenn ich ein Label hätte, Geld investieren, wenn ich wollte, dass es auch zurück fliesst. Denn Josh Pyke hat keinen USP. Trotzdem: meine Fresse, ich liebe den Typen!

Was meine ich, wenn ich sage: Josh Pyke hat keinen USP? Also: Der Mann ist nicht besonders dies, er ist nicht besonders das. Was das  Singer/Songwriting-Dingens angeht, ist er ein Allrounder, der ALLES sehr gut macht – aber nichts extrem.

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How D’you Pyke that?

Eine Art Musiknews: Natalie Imbruglia hat ein Album mit Cover-Versionen angekündigt. Das würde mich ja normal nicht interessieren, aber unter den Songs, die sie pickte, stechen ein paar Titel ins Auge. „I Will Follow You Into The Dark“ von Death Cab, „Friday I’m In Love“ von The Cure zum Beispiel – oder „The Summer“ von ihrem Landsmann Josh Pyke. Der wiederum gehört zu meinen Lieblings-Singer/Songwritern und ich freue mich über die Extra-Aufmerksamkeit, die er jetzt vielleicht kriegt. Ich benutze diese News also als Ausrede, um das Original von „The Summer“ zu posten – erstens das offizielle Video, zweitens als Akustik-Performance. Ursprünglich erschien der Song auf Josh Pykes 2008’er Album „Chimney’s Afire“


p.s. ich habe Imbruglias Version gehört und sie piepst wie ein Mäuschen. Da bleiben wir lieber beim Original.

p.p.s. und sieh an – Josh Pyke hat ebenfalls sein neues Album angekündigt, Hurra! Am 31.07. erscheint „But For All These Shrinking Hearts“!