There Is A Razorlight That Never Goes Out

Ein Razorlight-Comeback, das durfte nur so aussehen: Auf keinen Fall hätte Johnny Borrell nach dem geflopptem Solo-Album mit eingeklemmtem Schwanz angewinselt kommen dürfen. Er musste mit stolz geschwellter Brust so tun, als wäre nichts passiert seit „Slipway Fires“. Als wäre wieder 2006, als wollte die Welt immer noch genau das hören, was sie zu Zeiten von „Stumble and Fall“ und „Golden Touch“ hören wollte. Und wenn er’s frech genug durchzieht, dann könnte er damit durchkommen.

Am 26.10. kommt das Comebackalbum „Olympus Sleeping“ und auch der neue Voarb-Track „Carry Yourself“, er klingt so original nach goldenen Razorlight-Zeiten, dass das klappen kann.

Interview: Blossoms

Schon Ende April erschien „Cool Like You“, das zweite Album der Blossoms. Kurz vorher war die Erfolgs-Indiepopband aus Stockport bei Manchester im Vorprogramm von Noel Gallagher auch in Deutschland auf Tournee. Ich hab’s ein bisschen verpennt, mein Interview vom damaligen Münchner Konzert auch endlich abzutippen und hier auf den Blog zu stellen. Das will ich heute endlich nachholen, schließlich gibt’s einen Anlass: Die Boys sind in diesen Tagen auf Deutschlandtour (u.a. am Donnerstag dem 11. auch wieder im Strom, München).

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Norwegian Hollywood

Schon zwei Wochen alt ist das kommende Video, aber es steht, als ich dies poste, bei youtube noch bei unter 300 Views – und das, obwohl es sich um eine norwegische Supergroup handelt!

Aber wenn man „Hollywood“ und „Monster“ googlet, dann landet man nun mal bei zig B-Movies, bevor man beim Trio Hollywood ankommt, der gemeinsamen Band der drei eng befreundeten Songwriter Mikhael Paskalev,  Jonas Alaska und Billie Van.

Wenn einer der drei auf Tour ist, dann gehören die anderen beiden normal immer zur Liveband. Da lag es nahe, das Ganze offiziell zu machen und eine gemeinsame Combo zu gründen. „Monster“ ist ihre erste Single im Dreierpack.

Ein Interview mit Jonas Alaska gefällig? HIER habe ich eins von 2015.

KVB Dwelling

Eigentlich will ich gar nicht wissen, wofür die Abkürzung The KVB steht. Das kann man bestimmt googlen, aber viel lustiger ist doch, sich selbst was auszudenken: Königin von Belutschistan! Koffer voller Bandwürmer! Kamele verkaufen Butter! AUA!

Wofür The KVB aber garantiert steht, das ist schummriger Dunkelpop-Indie mit Shoegaze, Cure- und New Order-Anleihen. Am 12.10 kommt das neue Album des Londoner Duos, es heisst „Only Now Forever“ und ist ihr bisher poppigstes und zugänglichstes geworden. Case in point: Die Vorabsingle „On My Skin“

Baby It’s Colter Outside

Wenn man das Wort „Country“ hört, dann denkt man an Tennessee, an Texas und Kentucky – aber nicht unbedingt an Saskatchewan. Mit dem 23jährigen Colter Wall stammt allerdings einer der rasantesten Aufsteiger des traditionellen Country (hier auf meinem Blog poste ich natürlich keinen auf Charts gebügeltem Pop-Country von der Stange, sondern nur das urwüchsige Rohmaterial) aus dem kanadischen Bundesstaat. Sein kommendes zweites Album „Songs Of The Plains“ widmet Colter ganz seiner Heimat, den endlosen Ebenen der kanadischen Prärie. Die Platte erscheint am 12.10., also sollte man denken, seine Coverversion des alten Cowboy-Songs „Bury Me Not on the Lone Prairie“ sei bestimmt auf der Neuen zu finden. Falsch gedacht! Obwohl Colter das Video zwei Wochen vor VÖ einer neuen Platte online stellt, ist der Song darauf nicht vertreten. Nun gut, einen Eindruck, was einen erwartet, gibt dieser Clip trotzdem.

Wages, re-paid

Im August kam es endlich, das Album der Bad Sounds. Zweifellos eins der Highlights darauf: „Wages“, auch wenn der Song vor zwei Jahren schon erstmals als Single erschien.

Damals schon machten die Briten auch ein sehr lässiges Video zu dem Lied. Trotzdem, um noch mal neuen Fokus auf den Song zu legen, gibt es nun einen neuen Clip. Mir soll’s recht sein.

Nach dem Break auch noch mal das Original-Video

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Review: Morning Harvey

Morning Harvey – „With The Pinstripes“

Gut Ding will Weile haben, jaja. Aber gleich so viel Weile? Morning Harvey, das Trio aus Brisbane, ist nämlich schon ganz schön lange am Machen. Eine erste EP auf bandcamp erschien 2013, eine zweite, quasi ihr offizielles Debüt „Love&Loveand.“ kam 2015. Seitdem tröpfeln alle paar Monate neue Singles ein. Aber auch 2018 gilt, was im Indierock immer galt: Erst mit dem ersten Album ist eine neue Band so richtig da.

Fünf Jahre existieren Morning Harvey also mindestens schon. Das sollte ausgereicht haben, um ihren eigenen Dreh zu entwickeln, oder? Tatsächlich haben sich ein paar Dinge getan seit ihrer 2015er-EP. Da bewegte sich das damals-noch-Quartett ziemlich konkret im frühen Britpop-Sound, da erinnerten sie an The Charlatans  oder die frühen Verve. 

Auf den Singles seitdem haben die Aussies ihren Schwerpunkt von Manchester nach New York verlagert. Der Gesang von Frontmann Spencer White ist schnodderiger geworden, hat heute (auch aufgrund der leicht übersteuerten Aufnahme) mehr was von Julian Casablancas (The Strokes) oder Ric Ocasek (The Cars), als dass er typisch britpop-englisch rüber käme.  Review: Morning Harvey weiterlesen

Showin‘ Off and On

Melbournes The Ocean Party arbeiten schneller als andere Bands. Alle sechs Mitglieder tragen zum Songwriting bei, auf internationale Tournee geht’s selten, so brauchen sie für ein neues Album normal nur zehn bis 13 Monate. Schon steht wieder ein neues in den Startlöchern: „The Oddfellows Hall“ erscheint am 09.11. Als Teaser gibt’s die Single „Off And On“ und ein schräges Video, das aus stock footage zusammen geschnitten wurde.

I like big Botz and I cannot lie

Vielleicht habt ihr Jake LaBotz schon im Kino oder TV gesehen: Steve Buscemi hat den Blues/Americana-Songwriter in den beiden Filmen „Animal Factory“ und „Ghost World“ besetzt, auch hatte der Chicagoer einen Auftritt im vierten Teil von „Rambo“. In der zweiten Staffel von „True Detective“ wiederum verkörperte Jake die Country-Legende Conway Twitty.

An erster Stelle ist LaBotz aber natürlich ein famoser Performer und Liederschreiber. Vor einem Jahr etwa erschien sein jüngstes Album „Sunnyside“ und von dieser Platte gibt es ein neues Video: „Hobo On A Passenger Train“

Indiekram. Mehr oder weniger. Interviews, Reviews, Playlists, Commentary.