I Can’t Believe My Plug!

YESS!!!

Darauf habe ich gehofft. Die DMA’s, bekanntlich eine der Bands, die mich immer wieder in Zuckungen der Begeisterung versetzen, haben letztes Jahr für MTV Australia eine Unplugged-Session eingespielt. Bisher war die Show jedoch nur down under zu sehen. Jetzt aber wird der Auftritt auch im Rest der Welt veröffentlicht. Am 14.06. ist es so weit.

Übrigens: Es gibt auch ne Connection zu I Know Leopard, über deren Album ich zwei Posts weiter unten schrieb: Deren Geigerin Jenny McCullagh ist bei der Unplugged Session von Tommy, Matt und Johnny wiederholt als Extra-Mitglied auf der Bühne. (Allerdings nicht auf der Vorab-Single „The End“.)

 

 

Stu it Again

Oha. King Gizzard & The Lizard WIzard haben uns zuletzt doch immer zum Lachen gebracht? Das Video zum neuen Song „Planet B“ schlägt eine entschieden düstere Richtung ein – und auch die eindringliche Umweltaktivisten-Botschaft des Songs ist nichts zum Kichern. „There Is No Planet B“ schimpfen Stu und Co. Wir haben keine Erde 2, auf die wir mal eben umsiedeln können, wenn wir unser Klima endgültig aufgeheizt haben.

„Planet B“ findet sich NICHT auf dem für den 26.04. angekündigten neuen Album „Fishing For Fishies“. Das bleibt entschieden freundlicher. Na wo wird der Song denn dann wohl drauf sein? Werden uns die produktiven Australier auch dieses Jahr wieder mit gleich mehreren Alben überhäufen?

Gap Yea

Oha. Eine neue Yeasayer-Single. Warum bin ich überrascht? Sie waren längst dran. Das letzte Album der New Yorker ist schließlich drei Jahre alt.

Bevor ich das Video der neuen Single „I’ll Kiss You Tonight“ poste, würd ich Yeasayer noch gerne irgendwie eine Beschreibung mit auf den Weg geben. Aber das entpuppt sich als gar nicht so einfach, denn Sänger Chris Keating und seine Band sind ja doch sehr viel gleichzeitig. Tanzbar, aber von der Attitude her schon vom Rock kommend. Arty und gerne mal politisch. Sogar den einen oder anderen World Music Einfluss kann man sich einbilden. Na anyway. Mir taugt’s.

Review: I Know Leopard

I Know Leopard – „Love Is A Landmine“

Zeit. Zeit ist ein wichtiger Faktor im Pop. Man geht auf youtube und findet bis zu sieben Jahre alte Videos von I Know Leopard, die einen nicht vorbereiten auf die Art-Glam-Farbbombe, die die Australier uns hier kredenzen. 

Es gibt Clips, da sind I Know Leopard einfach noch typische Indiegitarrenrocker und Sänger Luke O’Loughlin versucht noch, seine Stimme tiefer zu stellen. Später präsentieren sie sich als legere Indie-Folk-Combo. Irgendwann dürfen Streicher und Synthies Nebenrollen übernehmen. Heute sind Synthies ganz vorne bei den zwei Damen und Herren aus Sydney.

Ganz schön lange hat die Band also an ihren Debütalbum geschraubt, sie musste erst ein paar Umwege nehmen, um ihren eigenen Pfad zu finden. Das Schöne daran ist, dass sie ihn gefunden haben.

Denn habt ihr das Video zu „Landmine“ schon gesehen? Seit dieser Single aus dem letzten Herbst ist von den früheren I Know Leopard quasi nichts mehr wieder zu erkennen. Plötzlich sind diese vier Sydneysider zu außerirdischen Sex-Technikern mutiert. Schminke, Synthies, Glitzer, Retrofuturismus, schillernder Herzschmerz! Diese Glanznummer ist nicht nur arty und glamourös, es ist auch ein HIT! Ein Ohrwurm: „La La La La La La Love Is a Landmaaa-hine“! Mit einem Text, den man zitieren will! Ich meine: „There Is a landmine out there, waiting just for you.“ Ist das Trost oder eine Drohung? Es ist auf jeden Fall mal clever.

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Net King Koala

„On the beach a bunch of bananas,
oh you look just like your mother“

Man muss sich trauen, auch mal bescheuert zu sein. Die australischen Sixties-Popper The Babe Rainbow vom King Gizzard-Label Flightless nehmen sich nicht bierernst  – siehe Zitate – und das steht ihrem sonnenscheinigen Liedchen „Morning Song“ sehr gut.

„Watch out for crossing koalas,
oh you look just like your mother“

Nineteen Eighty Ninth

Bisher zeigten sich die Schotten The Ninth Wave als 80s-Revival-Band zwischen Synth- und Gothpop. Die neue Single „Used To Be Yours“ bildet da nicht unbedingt eine Ausnahme, aber es ist doch ihr bis jetzt zugänglichster Song. Klar, das Lied ist immer noch melancholisch, aber ihre früheren Nummern waren einfach schroffer, abweisender.

Jetzt werden wieder einige Leute sagen „Jetzt werden sie kommerziell!“ Aber ich finde: Das ist halt eine Farbe mehr auf ihrer Palette. Es kann nichts Schlechtes sein, wenn eine Band ihre Bandbreite erweitert. Außerdem: Kommerziell ist immer noch was anderes. Mich erinnert der Song an das was The KVB auf ihrem letzten Album gemacht haben – und das war eine sehr gute Platte.

„Used To Be Yours“ wird Teil des Mini-Albums „Infancy Pt. 1“ sein, das am 26.4. erscheint. Außerdem kommen The Ninth Wave Anfang mai auf gemeinsame Tour mit The Blinders. Ein Münchner Termin steht leider nicht auf dem Plan. Schade.

Star Yogeetar

Noch ist Google Translate nicht ganz ausgereift, wenn es darum geht, japanische Songtexte ins Englische oder Deutsche zu übertragen. Zwar haben Tokios Yogee New Waves die Lyrics ihres Songs „Goodnight Station“ mit beim zugehörigen Video mitgepostet, aber jagt man sie durchs Übersetzungsprogramm, erzählt dies nur bruchstückhaft  etwas von Regen,  Marmorfarben, Illusionen, erloschenen Radiostationen, mehr Regen und schüchternen Liebespaaren.

Na, mehr braucht es aber auch nicht, um das Gefühl des Songs rüber zu bringen. Ich stelle mir nun also vor, der Softpop-Indie der Yogee New Waves (deren neues Album „Bluharlem“ knapp zwei Wochen alt ist) kommt im Radio, bei einer Regenfahrt durch die Nacht… und ich finde: Smoovere Musik kann’s für diese Situation kaum geben.

Journey To AHJ

Der Sommer ist voll von Festival-Terminen für The Strokes – da darf über ein neues Album spekuliert werden. Allerdings: Albert Hammond Jr hat eine neue Solo-Single („Fast Times“) draußen. Hmmm.

Spekulier, Spekulier:
Möglichkeit a) Die Festival-Dates werden nur mitgenommen, weil ein paar Strokes-Mitglieder (die ohne superreiche Eltern) mal wieder Rechnungen zahlen müssen. Ein neues Album stand nie zur Debatte. Julian Casablancas und Albert lassen’s über sich ergehen, den Zahltagen zuliebe.
Möglichkeit b) Albert Hammond Jr (der letztes Jahr im Interview ja andeutete, man habe ihn in der Band eh nur untergebuttert) hat die Strokes hinter sich gelassen, die Dates finden ohne ihn statt, aber die Trennung wird erst kurz vor den Shows bekannt gegeben.
Möglichkeit c) Die Strokes tanzen wieder als beste Freunde Händchen haltend über Frühlingswiesen, das neue Album ist längst im Kasten (aber man hat Gerüchte geschickt unter Verschluss gehalten), es ist saustark und fresh und alles wird supi.

Mal gucken, was es wird. Jetzt erst mal AHJ solo.

Wer hat, der Hatchie

Eins kann man Brisbanes Dreampop-Lady Hatchie ganz bestimmt nicht vorwerfen: Dass sie unnötig Zeit verlieren würde. Nur fünf Wochen nach ihrem letzten Video „Without A Blush“ gibt’s schon wieder ein neues, diesmal zum Song „Stay With Me“.

Wenn Hatchies Debütalbum unmittelbar bevor stünde, wäre diese Eile nicht ganz so ungewöhnlich. Aber „Keepsake“ steht weiterhin für den 21.06. im Release-Plan. Wenn Harriette Pilbeam (so Hatchies Geburtsname) bei diesem Tempo bleibt, kriegen wir zwei neue Videos, noch bevor der Longplayer draußen ist. Nicht dass ich was dagegen hätte. Naja, warten wir’s ab.

Sticky To Ride

Ich habe zu „Westway – the Glitter and the Slums“, dem 2016er-Album der Sydneysider Sticky Fingers, einen recht begeisterten Text geschrieben – aber bin noch nicht dazu gekommen, so etwas auch über „Yours To Keep“ zu schreiben, den Anfang Februar erschienenen Nachfolger. Aber, so ehrlich muss ich sein, das liegt auch daran, dass die Platte sehr patchy ist. Sehr unausgeglichen, was die Qualität der Songs angeht. Es leider sind ein paar Tracks drauf, da kann man besser gleich die Skiptaste drücken.

Aber immerhin, den schwächeren Nummern stehen auch echte Highlights gegenüber. Die neue Single „Sunsick Moon“ ist eins. Denn Hey – ein Lied, dass mit einer solchen Ähnlichkeit zu Rides „Vapour Trail“ beginnt, dass es fast eine Hommage sein muss, das kann in meinem Haushalt ja nur gut ankommen.

Indiekram. Mehr oder weniger. Interviews, Reviews, Playlists, Commentary.