We Kür A Lot – Pt. 2

Ein Mal im Jahr erlauben wir uns den Quatsch: Wir vergeben auf diesem Blog den unwichtigsten Music Award der Welt! Es ist unser 1-Kasten-Augustiner-Preis für den Song des Jahres!

Es geht so: Eine Band bzw Sängerin/Sänger soll von uns für den einen Kasten Münchner Bier kriegen. Wer aber gewinnen will, der muss sich in einem so komplizierten wie albernen Verfahren durchsetzen. Neulich war’s mal wieder so weit, da trafen wir uns zur Kür des Siegers. 

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Pott’s Blitz!

Es scheint keine falsche Entscheidung der PIAS gewesen zu sein, die Kanadier Pottery unter Vertrag zu nehmen. Jedenfalls dann, wenn „Hibbelige Franz Ferdinand mit einem Anteil Art New Wave a la DEVO/Talking Heads“ im Jahr 2020 plötzlich wieder gefragt sein sollte. (Naja, in meinem Haushalt ist sowas generell IMMER in, aber ich bin ja leider nicht repräsentativ. Ob die Kids das spannend finden, ist die Frage.)

Anyway. Im April erscheint das Album, nur wenige Wochen nach „Texas Drums“ gibt’s schon eine neue Single: „Take Your Time“.

Ringos around the world

Hmm. Ringo Deathstarr. Eine Band, deren Name mir natürlich schon öfter unterkam. Ich bilde mir ein, mir ein paar Songs angehört zu haben, die okay waren und die Band in der Kategorie „Sollte man auf dem Schirm behalten, ist aber kein Muss“ abgespeichert zu haben. Das erste Album der Texaner erschien schon 2011. Aber habe ich das wirklich richtig in Erinnerung?

Die neue Single heisst „God Help The Ones You Love“ und sie ist famos. Sie klingt wie das Highlight einer Lush-Best-Of. Waren die immer schon so gut? Muss ich mir nachträglich die vier früheren Alben besorgen? Oder haben sie einen Entwicklungssprung hingelegt? Dies ist ihr erstes neues Material seit 2015 – vielleicht ist irgendwas passiert in der Zwischenzeit?

Corridor Blimey!

Oha. Elf Tage ohne Blogpost. Ich glaube, so lange habe ich noch nie pausiert, seit ich diese Site führe. Ist keine Absicht. Erstens ist dies ja nur mein Hobby und zweitens muss auch was erscheinen, das ich teilen will.

Jetzt ist es mal wieder so weit. Die lässigen Sub Pop-Frankokanadier Corridor haben einen neuen Clip aus ihrem feinen Album „Junior“ vorgelegt. Eine Platte, die zu meinen Top 20-Lieblingsalben von 2019 gehört. Nice.

Light’s what you make it

Für ein famoses Video ist die Idee immer wichtiger als das Budget. Huch, das reimt sich ja, und was sich reimt, das stimmt.

Siehe: „Whitsand Bay“, der inzwischen …fünfte? Ich glaube, es ist der fünfte Clip aus der sehr guten letztjährigen Album „Metronomy Forever“ von Joseph Mount und seinen schlauen elektronischen UK-Poppern Metronomy. Ich will das jetzt nicht nachschauen. Singles waren „Lately“, „Salted Caramel Ice-Cream“, „Wedding Bells“ und „Insecurity“. Macht mit „Whitsand Bay“ fünf. Aber gab’s auch zu allen ein Video? Egal, ich schweife ab.

Zurück zur Sache: Gute Idee, guter Clip. Fast ein Werbefilm für diese rotierende Lampenkonstruktion. Ich will einen Club besitzen und dieses Ding haben!

 

Tricot Suave!

Sängerin/Gitarristin Ikumi Nakajima und ihre Prog/Math-Indierock-Band tricot sind zehn Jahre nach ihrer Gründung, in denen sie als eine von wenigen japanischen Indie-Bands auch schon internationales Konzerte und kleine Tourneen gespielt haben, mit ihrem neuen Album „真っ黒“ („makkuro“ = Reines Schwarz“)  bei einem JP-Majorlabel unter gekommen.

Am Video zum Track „右脳左脳“ („unō sanō“ = linke Gehirnhälfte, rechte Gehirnhälfte) kann man dies durchaus erkennen, behaupte ich. Die Produktionsstandards dieses Kurzfilms sind hoch.

Zur Musik: Normal ist dieses hochkomplexe Math-Zeug nicht meins, aber bei tricot mache ich ne Ausnahme. Vielleicht ist das, weil ich voreingenommen bin mit meinem neuen Faible für Indie aus Japan – aber ich finde tricots technische Raffinesse, ihre Dynamik und ihre Fähigkeit, echte Melodien in ihr Prog-Konstrukt hinein zu fädeln, wirklich beeindruckend.

You’re guana say Yeah!

Das ist mal wieder typisch Polish Club. Ein Fan im Kindesalter namens Cohen hat dem Indierock-Duo aus Sydney seine Ideen für ein Video zukommen lassen. Ein komplettes Storyboard hatte der etwa achtjährige Bub gezeichnet. Novak und J-H fanden das natürlich super – und sie beließen es keinesfalls dabei, Cohen nur den Kopf zu tätscheln. Nein, sie haben einen Animator beauftragt, den Clip zum Titelsong ihres letzten Albums „Iguana“ tatsächlich umzusetzen.  Das Endergebnis ist zwar nur 1:49 lang und endet nach dem ersten Refrain (die Albumversion des Songs dauert 4:03). Aber Hey.  Lässig.

Indiekram. Mehr oder weniger. Interviews, Reviews, Playlists, Commentary.