Schlagwort-Archive: Elbow

The Class of 2017 – Pt 2

Es ist wieder so weit! Genauer gesagt: Es war wieder so weit. Sonntag war Stichtag. Unsere Blogclique hat den Ein-Kasten-Augustiner-Preisträger fürs Jahr 2017 gekürt! Yeah!

Aber bevor wir verraten, welche Band von uns einen Kasten Bier kriegt, muss der Ablauf des Ganzen nacherzählt werden. Es folgt: Runde 1

Zuerst aber noch mal ganz kurz: Worum geht’s?

Also. Der Gedanke ist: Wir wollen den besten Song des Jahres finden und der Band/dem/der Interprete(i)n dafür einen Preis überreichen. Aber keine von diesen Statuen, die nur auf dem Kaminsims verstauben. Lieber was Sinnvolles. Ein Kasten gutes Münchner Bier macht alle Musiker glücklich, oder? The Class of 2017 – Pt 2 weiterlesen

Review: Blaue Blume

Blaue Blume – „Sobs EP“

Besonders schnell sind sie nicht, die Dänen. Fast zwei Jahre ist „Syzygy“, das Debütalbum der Kopenhagener, inzwischen alt. Es wäre nicht zu viel erwartet, so langsam mit dem Nachfolger zu rechnen. Vorerst gibt’s allerdings nur 4 neue Songs auf einer EP.

Aber hey, wir wollen uns nicht beschweren. Denn „Sobs“ ist eine sehr feine Sache. Es zeigt sich auch mal wieder: Das Format EP ist eins, das Blaue Blume entgegen kommt. (Schon ihre ersten beiden offiziellen Releases waren EPs: „15.1.12“ sowie „Beau & Lorette“, beide 2014)

Kurze Einführung in Blaue Blume: Das Quartett hat sich auf einen himmlisch-sphärisch-psychedelischen Sound spezialisiert. Ihre Songs sind mehr Prog als Pop, leben von ihren Atmosphären, ihren verwunden verwobenen Soundschichten und von der komplexen Dynamik ihrer Rhythm-Section. Erstes Erkennungsmerkmal bleibt aber die Stimme von Sänger Jonas Smith, dessen Gesangsmelodien Wendeltreppen auf- und ab purzelbaumen und dessen volle Intonation immer wieder an Walgesänge erinnert.

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Interview: Elbow

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… und wieder mal lasse ich als „Journalist“ (Hüstel!) alle Neutralität vergessen. Menschenskind, was ist Guy Garvey für ein guter Typ! Das neue Elbow-Album „Little Fictions“ ist seit Freitag draußen – könnte es irgendwas anderes sein als schwelgerisch, eindrucksvoll, zart und vielschichtig, wärmende, kribbelnde Salbe für ein gequältes Ohr? Ich hatte die große Freude, Guy Garvey mal wieder am Telefon zu haben: Ein Gespräch über die neue Platte und die großen und die kleinen Dinge, die uns umtreiben… Interview: Elbow weiterlesen

Rachael Take A ‚Bow

Man kann also auch Videos covern. Elbow berufen sich in ihrem Begleitfilm zur neuen Single „Gentle Storm“ auf einen Clip-Klassiker der 80s: Godley & Cremes „Cry“.

Ebenfalls zu sehen: Ein Gastauftritt eines Promi-Schauspielers mit Namen Bonifaz Crumblebeach (oder so ähnlich). Und wenn ich jetzt keinen Scheiss erzähle – ich glaube, die Lady, die gegen Ende des Songs als Letzte bei der Zeile „Fall in love with me… every day“ in Guy Garveys Gesicht über geblendet wird, das müsste seine Ehefrau Rachael Stirling sein (übrigens die Tochter von Diana Rigg (The Avengers)). Wenn dem so ist: Shweet! (Falls nicht, Sorry.)

„Gentle Storm“ stammt natürlich vom kommenden Elbow-Album „Little Fictions“. Neulich habe ich’s schon versprochen: Ich werde hier zum VÖ ein Interview mit Guy Garvey teilen, diesem Supertypen.

2017 – a few Reasons to Cheer

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Erst mal ein Gutes Neues! Wir schreiben also das Jahr 2017 – und ehrlich gesagt, mir ist dieses Jahr nicht wohl zumute. Der Typ, der US-Präsident wird, hat offensichtlich einen an der Klatsche und wird die meines Erachtens nach akutesten Probleme der weltweiten Gesellschaft nicht angreifen, sondern nur verschlimmern. Aber auf diesem Blog halte ich mich in Sachen Politik normal zurück und schreibe über das, was uns happy macht: Indiepop.

Da stehen im neuen Jahr dann doch ein paar Dinge an, auf die man sich freuen darf. Ich mache mal eine kleine Liste. 2017 – a few Reasons to Cheer weiterlesen

Bow me the way

Ich weiss ja nicht, wie’s Euch geht, aber die ganze Scheiße um Trump und seine Clique aus Milliardären und Ölmafiosi, die ihren kurzfristigen Profit über das Wohl der Menschheit und des Lebensraums Erde stellt sowie all die anderen kackblöden Rechten, die mit ihren kranken Ideen von vorgestern nach oben schwimmen, die macht mir große Sorgen für die Zukunft. Nicht nur des kommenden Jahres, sondern die der Menschheit und des Planeten.

In diesen Tagen ein Lied zu hören, das selig „It’s all gonna be magnificent!“ proklamiert, das ist nach den letzten Wochen der Horrormeldungen irgendwie weird. Aber es sind die großartigen Elbow, die das singen, auf ihrer neuen Single, die dem kommenden Album „Little Fictions“ voraus geschickt wird (VÖ: 3.2. 2017). Vielleicht tut uns ein bisschen privater Optimismus mal ganz gut. Zu der wunderschönen Nummer gibt’s nun auch ein Video.

Review: Blossoms

Blossoms - CMS SourceBlossoms – „Blossoms“

Okay, ich versuche mich kurz zu fassen. Ich habe schließlich schon eine Menge geschrieben auf dieser Website über die Blossoms. Über zwei ihrer EPs habe ich mich bereits ausgelassen (hier und hier) und vorgestern erst habe ich mein Interview mit Sänger Tom Ogden geteilt.

Aber hält es denn nun, was es verspricht, das Album?

Zuerst mal: Es sind ja eh nur sechs neue Songs auf der Platte. Die sechs anderen kennen aufmerksame Indiepop-Hörer, die die Band schon länger im Auge haben, längst. Was für diejenigen vielleicht ein bisschen schade ist. Was aber für die Neuankömmlinge bedeutet: Wahnsinn, ein Album, das schon mal auf sechs(!) Singles basiert! Die Hitquote ist ja schon übererfüllt, bevor es losgeht!

Stichwort Britpop. Man nennt die Blossoms gerne im Zusammenhang mit Oasis und den Stone Roses, weil sie eben aus Manchester sind. (Okay, aus Stockport. Das gilt noch. Elbow aus Bury gelten ja auch als Manchester-Band.) Aber bei Blossoms dominieren die Gitarren nicht, und auch der Aufmupf, der in Oasis und den Stone Roses immer wichtig war, ist nicht da.
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Vinterview: Elbow 1

Vinterview Header Elbow2010 begann ich mit dem Bloggen, damals unter der Webadresse hennissey.piranha.tv. Doch letzten Sommer wurde mein Blog leider gelöscht.

Ich werde die dabei verlorenen gegangenen Interviews hier nun nach und nach wieder online stellen. Diese “vintage Interviews” (Hüstel!) nenne ich “Vinterviews”.

Neulich schrieb ich hier über die neue EP von Elbow – deren Erscheinen mich überraschte, denn das letzte Album der großen Melancholiker aus Manchester erschien schließlich erst 2014. Zu jener Platte sprach ich Bassist Pete Turner. Nach dem Break also mein Text vom letzten Jahr….

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Review: Elbow

elbowElbow – „Lost Worker Bee“ EP

Man erzählt uns, die Ära des Albums sei vorbei. Denn die Leute hören Musik nur noch in kleineren Häppchen. Als einzelne Tracks, auf Shuffle, als Playlists. (Frage: Was ist eigentlich ein Album, wenn es keine Playlist ist? Aber stop, ich will mich nicht ablenken lassen.) In der Zukunft, heisst es, werden Bands ihre Musik daher nicht mehr alle zwei Jahre in 45- oder 60-Minuten-Blöcken veröffentlichen, sondern immer schon nach wenigen Monaten Pause mit 15-20-minütigen EPs um die Ecke kommen. So, dass der Hörer unmittelbarer mitkriegt, wo die Band in am aktuellen Zeitpunkt ihrer Entwicklung gerade steht. Was auch Teil der Band-Fan-Bindung sein wird – diese häufige Präsenz gehört jetzt dazu, in einer Zeit, in der Bands ja auch über die sozialen Medien direkt mit ihren Hörern interagieren. Das erzählt man uns.

Eine der Bands, die dennoch ganz bewusst auf die Kunstform Album setzt, sind Manchesters Elbow. Wenn es nach ihrem unglaublich sympathischen Frontmann Guy Garvey ginge, könnte man von den LPs der UK-Kritikerlieblinge gar keine einzelnen Tracks downloaden, sondern man müsste immer das ganze Album nehmen. Denn Elbow-Alben sollten von A bis Z durchgehört werden, es sind Alben, die einen auf eine Reise nehmen, die sich langsam entfalten, unterschwellige Dynamiken entwickeln.

Ausgerechnet Elbow melden sich nun, gerade mal etwas mehr als ein Jahr nach „The Take-Off And Landing Of Everything“ mit einer 4-Song-EP zurück? Die doch per Definition gar nicht ihr Medium sein sollte?

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Meine Alben 2014. Pt 1 (25-21)

25-21 Header ceo

2014 geht zu Ende. Musikalisch ein ordentliches Jahr. Mit ein paar Lieblingsalben, die bleiben werden. Letztes Jahr schon erlaubte ich meinem Ego, auf dem alten Blog einen Countdown meiner 25 Lieblingsalben des Jahres zu platzieren (gerne würde ich drauf verlinken, aber der blog ist nun mal futsch…). Das Ganze mache ich dieses Jahr wieder. Nach dem Umbruch geht’s los mit dem ersten von insgesamt fünf Teilen.

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