Show Me Sume Thing New

Ich komme in diesen Tagen leider weniger dazu, mich um den Blog zu kümmern. Mal eben Videos posten, kein Problem. Aber dass ich Interviews abtippe oder seitenlange Albumrezensionen texte, das gibt’s derzeit seltener, Sorry. Mit mehr Zeit hätte ich schon vor Wochen einen Text zum Album „Ghosts“ der Japaner mitsume (ミツメ) hier gepostet, denn diese feine, unaufdringliche Platte voller unorthodoxer Melodien findet sich seit ihrem Erscheinen wieder und wieder in meiner Playlist.

Es gibt ein neues Video aus dem Album – und zwar zum Song „エックス“. Für die internationalen Hörer heisst dieser Track einfach nur „X“. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass man uns bei dieser Übersetzung etwas unterschlägt.

PAELLAS Eastern

Wer meinen Blog regelmäßig besucht, hat es mitgekriegt: Ich versuche, mich in die Indie- und Popszene Japans einzulernen. Bis bis ich mich wirklich auskenne, wird es aber noch ein langer Weg sein.

So lerne ich eine Band wie die PAELLAS aus Tokio gerade erst kennen, obwohl sie keinesfalls am Anfang ihrer Karriere steht. Vielmehr hat die Gruppe mit ihrer neuen Single „Horizon“ bereits ihr drittes Album angekündigt: „Sequential Souls“ erscheint am 05.06.

Auch PAELLAS machen diesen super-slicken Sound, der in Japan unter dem Genre „City Pop“ firmiert. Ihre Variante des Sounds betont die Synthies und House-Pop-Grooves. Was ich ganz interessant finde: Mit „Horizon“ kommen sie dem Sound einer australischen Band durchaus nahe, die bei uns und international letztes Jahr sehr gehypet wurde: Parcels. (Findet ihr das auch?) Aber: PAELLAS waren vor ihnen da.

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High Flying Byrds

Cesar Vidal, dereinst Sänger der Caesars, also der schwedischen Garagenband mit dem Hit „Jerk It Out“, ist heute Musiklehrer. Naja, ich bilde mir jedenfalls ein, diese Info mal auf einer SWE-Website gelesen zu haben. Ob es stimmt, weiss ich nicht und ich würde die Seite nicht mehr finden.

Blöde Einleitung. Ich will doch eigentlich nur darauf hinaus, dass immerhin Caesars-Drummer Nino Keller und Songwriter/Gitarrist Jocke Åhlund weiterhin Musik veröffentlichen. Sicher mehr aus Spaß an der Freud, als weil sie noch mal auf Welttournee gehen wollen, sonst wären die Texte ihrer neuen Band Les Big Byrd nicht etwa zur Hälfte auf Schwedisch. Es gibt eine neue Single bzw. ein Video aus ihrem letztjährigen Album „Iran Iraq IKEA“: „Mannen Utanför“.

Hatchie me if you can

Liebe Hatchie. Wenn du weiter in dieser rapiden Frequenz neue Videos veröffentlichst, dann wird der Tag kommen, an dem mir keine beknackten Wortspiele mehr für die Überschrift einfallen, wenn ich sie hier weiter leite. Just sayin‘.

Hatchies Debütalbum „Keepsake“ kommt am 21.06., sie heisst eigentlich Harriette Pilbeam, kommt aus Brisbane/Australien, ist (war?) dort auch Mitglied der feinen Band Babaganouj und sie ist zusammen mit Joe Agius, dem Sänger von The Creases, der auch in ihrer Band Gitarre spielt. Aber das wusstet ihr längst, denn „Obsessed“ ist ja schon das achte oder neunte Hatchie-Video, das ich hier auf dem Blog platziert habe und ich erzähle dann ja immer das Gleiche.

Grösster gemeinsamer Tyler

Oha. Spannende News aus dem Hause Tyler Childers. Nicht nur hat einer unserer Lieblings-Alternative-Country-Könige mit „House On Fire“ ein brandneues Video geteilt: Mir fällt natürlich gleich auf, dass am Schluss das Logo „RCA / Sony“ eingeblendet wird.

Das bedeutet, der bereits rasante Aufstieg des Songwriters aus Kentucky wird sich noch mal beschleunigen. Sein letzte Platte „Purgatory“ ist in den USA langsam aber sicher zum Dauerbrenner geworden, kam abr noch auf Tylers eigenem Label in der Kombi mit Thirty Tigers heraus.

Dass jetzt die Sony mit im Boot sitzt, bedeutet einen ganz anderen Level an PR-Power – was man schon an diesem Video-Launch erkennt. Ich schätze die Macher auch so ein, dass sie Tyler jetzt nicht in den Mainstream drängen. Man wird ja wohl auch beim Major schlau genug sein, um an der Erfolgsformel von „Purgatory“ nicht rum zu doktern, sondern dieses Potential mitzunehmen.

Mehr zu Tyler Childers? HIER mein Interview zum letzten Album. Sensationeller Typ.

Lorenzo’s Toy

Erste Frage: Für was wohl das L steht?
Luigi? Luciano? Lorenzo?

Lorenzo ist richtig, wie ich jetzt lese. Sergio Lorenzo Pizzorno hat eine Solo-Single an den Start gebracht und sie macht mir großen, großen Spaß. Andererseits mache ich mir Sorgen: Was bedeutet „Favourites“ von The S.L.P. feat. Little Simz für Kasabian?

Normal, wenn ein Songwriter eine Soloplatte macht, sagt er: „Ich hatte diese Lieder, die nicht zur Band passten, in der Schublade.“ Aber „Favourites“ würde doch sehr wohl ins Schaffen von Kasabian passen? Erinnern wir uns, dass die Jungs schon vor Jahren einen Song wie „Switchblade Smiles“ als Starter einer Albumkampagne pickten. Dieser neue Song schlägt doch in ein ähnliche Kerbe? Auch mit dem Gast-Rap von Little Simz sähe ich keinen Widerspruch.

Also gut. The S.L.P. gilt offiziell als „Nebenprojekt“, ein Album soll im Sommer kommen. Ich hoffe, die Zukunft von Kasabian ist nicht betroffen, die würden mir fehlen. Andererseits: Serge hat ja auch die Loose Tapestries nebenbei am Start, die Kasabian auch noch nicht eingeschränkt haben.

Bis jetzt gibt’s zu „Favourites“ noch kein Video, sondern nur einen „Visualizer“. Aber dieser minimalistische Visualizer (der mal wieder von Kasabians brillantem Haus-Designer Aitor Throup gestaltet wurde) passt perfekt zum Song, er ist besser als manches aufwändig Video.

Whenyoung Folks

Bisher habe ich hier noch keine Videos von whenyoung geteilt. Denn bisher fand ich alles, was ich von dem aus Dublin stammenden Trio bisher sah, so richtig, richtig schwach. Sängerin Aoife Power und ihre Band machen glatte, durchschaubare, so schon tausendmal (und zwar besser) gehörte Lieder, sie haben keine Dornen, keine Kanten, nichts, woran man hängen bleibt.

Am 24.Mai legt das Trio sein Debütalbum „Reasons To Dream“ vor – und vorab schicken sie doch tatsächlich erstmals ein Lied, mit dem ich mich anfreunden kann.

„The Others“ ist zwar immer noch recht plakativ und die Produktion ist immer noch Industrie-Indie nach der Schablone. Trotzdem gibt es eine Sache, die es rausreisst – und ich glaube, es ist die Bassline. Die hoppelt so richtig schön mit Postpunk-Schwung daher. Ihr „Dumdedum da-dum“ gibt der braven Nummer endlich, endlich etwas, das sie ein kleines bisschen speziell macht. Der ganze Song kriegt gleich eine wurlige Eigendynamik, die billigen „Ooh-ooh-ooh“s nerven gleich weniger und ich kann mir sogar vorstellen, das Liedchen mal am Indie-Abend aufzulegen. Einen massentauglichen Mitsing-Refrain hat „The Others“ schließlich auch.

Kann wirklich die Bassline alleine der Grund sein, warum ich bei dem Lied weniger an Avril Lavigne (wie sonst bei whenyoung) und ein bisschen mehr an Blondie oder The Pretenders denken muss? Wie auch immer, ich finde es alright und teile das jetzt mal.