Archiv der Kategorie: Interviews

Interview: Shame

Wir schreiben gerade mal das zweite Wochenende von 2018 und das zweite Mega-Album des Jahres ist bereits erschienen. Aus London kommen zu uns: Shame. Fünf junge Männer, die Druck machen. Ihre Klänge sind schroff, grummelnd, brodelnd. So dass man nur darauf wartet, dass der Ausbruch kommt. Ich sprach mit Sänger Charlie Steen am Telefon über ihr Debütalbum „Songs Of Praise“.

Interview: Shame weiterlesen

Interview: Tyler Childers

Wir schreiben gerade mal das erste Wochenende von 2018 und das erste Mega-Album des Jahres ist bereits erschienen. Okay, in den Staaten steht „Purgatory“ von Tyler Childers schon seit August in den Läden. Sonderbar eigentlich, dass es in Zeiten des Internet immer noch verschiedene Release-Dates gibt. Aber egal – Hauptsache, das Ding ist seit Freitag auch in Deutschland erhältlich.

Denn „Purgatory“ ist in den USA die Sensation der Saison in Sachen Alternative Country schlechthin. Sturgill Simpson himself hat Hand angelegt, ebenso Johhny Cash-Producer David Ferguson. Aber diese Namen sollen nicht das Licht von dem Mann in den Schatten stellen, der diese Songs schrieb und singt: Tyler Childers, 26-jähriger Rotschopf aus Kentucky. Ein freundlicher, nachdenklicher Typ. Und falls sich jemand auf diesen Blog verirrt hat, der immer noch glaubt, Country-Sänger seien geistig Schmalspur fahrende Provinz-Dödel, dann lege ich demjenigen Personen das folgende Interview umso mehr ans Herz.

Interview: Tyler Childers weiterlesen

Interview: Dhani Harrison

Dhani Harrison. Ein Brite, der viel in LA lebt. Er leitete die ideenreiche Band thenewno2 und veröffentlicht inzwischen vor allem Soundtracks.  Nun hat er sein erstes Soloalbum fertig gestellt: „In/Parallel“ ist eine sehr spannende Platte: Electronica, Indie-Songwriting, düstere Soundscapes, durchdachte Texte. Zu diesem Werk hat der überaus sympathische Musiker mir email-Fragen beantwortet.

War sonst noch was? Okay, ja. Die Gene. Dhani hat einen berühmten Vater: George.
George Harrison. Genau, der Beatle. Menschenskind!
Klar aber, dass Dhani darauf nicht reduziert werden will.
Interview: Dhani Harrison weiterlesen

Interview: Wanda

Schon komisch, mal ein Interview zu transkribieren, das man auf deutsch geführt hat. Da fällt einem dann auf: Durch das Übersetzen biegt man es normalerweise hin, dass wörtliche Rede ja auch aus abgebrochenen halben Sätzen und Unterbrechungen besteht. Oder dass solche Gespräche voll sind mit undeutlichen Formulierungen, die der Gegenüber vielleicht anhand der Betonung versteht, die aber auf Papier bzw Display missverständlich bleiben.

Und dann auch noch Wanda, bei denen die Frage besteht: Die Wiener Sprache mitnehmen? Wann kommt es gönnerhaft bis peinlich rüber, wenn man versucht, diesen herrlichen Slang (ich finde ihn herrlich) lautsprachlich wieder zu geben? Aber in nicht-Hochdeutschen Momenten ein Hochdeutsch einzusetzen, das wäre ja noch doofer.

Ach Gottchen. Am Ende hilft nur: Auf Start drücken, Abtippen und so wenig wie möglich verfälschen. So wenig wie möglich verfälschen – darum geht’s ja auch bei Wanda, oder? Ich traf Marco Wanda und Manuel Poppe fürs piranha, als sie Interviews zu „Niente“ in München gaben. Die Szenerie: Der Teil vom Cord Café, der abends Maxe Belle Spitz heisst. Ich warte am Tischchen, Manu stößt als erster hinzu, nach der Begrüßung schalte ich das Aufnahmegerät an.

Interview: Wanda weiterlesen

Interview: Alex Lahey

Letztes Jahr tauchte Alex Lahey aus Melbourne auf und legte eine prima Single nach der anderen hin: Flotter Indie-Gitarrenpop, zum Platzen voll mit self-deprecating humour. Heute erscheint ihr Album „I Love You Like A Brother“ und erfüllt alle Versprechen. Alex singt über die Komplikationen ihres Liebeslebens, über ihre Zukunftsängste und ihre Freundschaften so, dass es jeder mitfühlen kann. Klar, dass auch ich mich um einen Termin bemühte, als sie Interviews zur Platte gab. Interview: Alex Lahey weiterlesen

Interview: Wolf Alice

Seit Freitag (29.9.) draußen: „Visions Of A Life“, das zweite Album von Wolf Alice. ‘Ne richtig gute Band ist das. Was genau ich an den Briten herausragend finde, das erkläre ich Sängerin Ellie Rowsell am Telefon selbst. Die hat unseren Interviewtermin für piranha an einem Vormittag Ende August offenbar vergessen. Die Kollegin der englischen Plattenfirma ist beim ersten Versuch nicht bei der ihr durchgekommen und bringt unsere Verbindung erst verspätet zustande. Zu dem Zeitpunkt ist Ellie erkennbar gerade geweckt geworden und noch nicht so ganz bei hundert Prozent. Hilft nix, da müssen wir jetzt durch.  Interview: Wolf Alice weiterlesen

Interview: Shout Out Louds

Ich hab‘ ein bisschen History mit den Shout Out Louds. Andererseits – wer, der hierzulande Indiepop mag, hat das nicht? Wir alle haben zu „Please Please Please“ einer/m Ex nachgeweint, wir wippten zu „Impossible“ durch den Britwoch, haben uns zu „Walking In Your Footsteps“ gefreut, wie weit sie gekommen sind. Vier Jahre nach „Optica“ erscheint heute das neue Album „Ease My Mind“. Genau: Let’s call this a comeback.

Ein Gespräch mit Adam und Bebban an einem Sommernachmittag auf der Terrasse ihres Münchner Hotels am Tag vor ihrer Show beim Puls-Festival. Interview: Shout Out Louds weiterlesen

Interview: James Bugg

Es gibt Musiker, die sind echte Labertaschen. Die muss man nur anstupsen und sie erzählen und erzählen, kommen vom Hundersten ins Tausendste. Aber es gibt auch Musiker, die bleiben verschlossen. Jake Bugg gehört eher in die zweite Kategorie. Nicht, dass er überhaupt nichts sagt im Interview – aber er hält sich halt doch immer ein bisschen bedeckt. Trotzdem: Als Interviews für sein heute (01.09.) erscheinendes viertes Album „Hearts That Strain“ anstanden, habe ich mich natürlich um eins bemüht. Die Platte ist nämlich wirklich gelungen. Alles Weitere dazu in unserem Gespräch:

Interview: James Bugg weiterlesen

Interview: Paul Draper

Immer schön, einen alten Helden sprechen zu können. Paul Draper am Telefon! Menschenskind, was habe ich Mansun geliebt in den späten Nineties! „Attack Of The Gray Lantern“ und „Six“ waren DIE Platten für mich. Ich hab’ die B-Seiten gesammelt damals und alle mit meiner Obsession zugeschwallt. Okay, ihr drittes Album „Little Kix“ konnte den Level nicht halten. Aber es waren immer noch Mansun.

Ich bin nicht der Einzige, für den diese Band Kult war. Meine Zuneigung zu der Band (nur einmal und nicht öfter ihretwegen nach England geflogen) fällt aber noch moderat aus im Vergleich zu der Besessenheit vieler anderer Fans. Ich war ja noch nicht mal auf einer der jährlichen Mansun-Konventions! Echt, die gibt es, seit ein paar Jahren!

Aber irgendwas mussten die Fans ja tun. Mansun waren wie vom Erdboden verschluckt nach ihrer Implosion während den abgebrochenen Aufnahmen am vierten Album. Was war los? Was ist seitdem passiert? Fragen, die ich Paul Draper natürlich gestellt habe. Freitag erschien sein Solo-Comeback „Spooky Action“. Interview: Paul Draper weiterlesen

Interview: Jason Isbell

…und noch ein umwerfender Künstler, den ich abhaken kann in meiner Liste der Leute, die ich unbedingt gesprochen haben wollte. Jason Isbell, aktueller Regent in Sachen Americana, Grammy-Gewinner und zweifellos spätestens seit „Southeastern“ auf einem absoluten Songwriter-Höhenflug. Freitag erschein sein jüngstes Album „The Nashville Sound“ – einmal mehr ein Meisterstück in Sachen klassischer amerikanischer Songkunst zwischen Poesie und Politik. Ich erhielt die Möglichkeit, den Kritiker- und Fanliebling anzurufen. Interview: Jason Isbell weiterlesen