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Kleine Kollektion 2020/05

Tja. Heute kann’s auf einem Indie-Blog ja eigentlich nur um die Comeback-Single der Strokes gehen, oder?

Ich fang aber trotzdem mit was anderem an. Erst mal das neue Video von  Inhaler aus Dublin. Die jungen Aufsteiger also, die sich nur eins wünschen, nämlich, dass man nicht immer als Erstes über sie sagt: „Übrigens, das ist fei….“
Na dann bin ich doch mal so lieb und schreibe den Satz nicht zu Ende. Klickt das an, entscheidet, ob es euch gefällt, und googelt dann die Info über Inhaler, die ich jetzt weg gelassen habe.

Noch ein zweites Video, bevor ich zu den Strokes komme:  Auch der Americana/Bluegrass-Virtuose Billy Strings hat ein neues Video geteilt. Billys Album „Home“ hat es in die Top 30 meiner Lieblingsalben von 2019 geschafft. Falls ihr das noch mal nachlesen wollt, HIER geht’s lang.

So, und jetzt die Strokes-Nummer. Ich meine, ihr habt sie eh auf tausend anderen Websites längst gesehen. Trotzdem eben noch meine kleine Meinung: Ich bin … intrigued. Natürlich ist „At The Door“ ein unerwartetes Comeback. Es ist nicht der Song, der den Indie-Dancefloor erzittern lässt, sondern ein wummernder Schleicher. Aber: Die Nummer ist EPIC – sie ist fucken ambitioniert, und sie klingt, das ist das Wichtigste: Als ob die Strokes BOCK haben. Sie macht den Mund aufs Album viel wässriger, als es ein typischer Strokes-Krachpopsong hätte tun können.

Ich habe mich hier auf dem Blog wiederholt kritisch über die späten Strokes geäußert. Über das Gefühl, dass zumindest Julian Casablancas echt keine Lust auf die Band hatte. Aber wenn er lieber mit seinen ziemlich beschissenen Voidz selbstgerechte, unanhörbare Grütze raushauen wollte, mit der er so tun konnte, als stünde er über dem schnöden Kommerz  (und der schnöden Qualität) – dann sollte er doch, fand ich. Besser, als sich Strokes-Musik qualvoll aus der Nase ziehen zu lassen.  Deshalb freut mich diese Single: Sie klingt, als ob die Band, ich hab’s oben gesagt, BOCK hatte. Bock, die Strokes-Legacy aufzugreifen und weiter zu spinnen. Naja, wir werden das Album abwarten müssen, aber ich bin jetzt viel optimistischer, als ich es vor einem Jahr war.

Meine Alben 2019, Pt.1 – 30-26

Ich betreibe diesen Blog ja nur als Hobby. Allerdings habe ich im Laufe des Jahres ein neues Hobby gefunden und in der Folge diesen Blog ziemlich vernachlässigt. Ich habe weiterhin relativ aktuelle Videos weiter gepostet und ein paar Sätze dazu gesagt. Aber ich habe keine Interviews mehr transkribiert und keine seitenlangen Texte mehr zu neuen Alben geschrieben. Tja. Sorry an meine ca. drei (ehemaligen) Leser.

Na jedenfalls. Es geht aufs Ende des Jahres zu und eine Tradition hier auf dem Blog will ich dann doch am Leben erhalten. Ich will meine persönlichen Lieblingsalben des Jahres küren und ein paar Sätze dazu verlieren. Und weil ich nun mal ein nerdiger Nerd-Nerd bin, ist die Liste 30 Alben lang und ich verteile meine Aufstellung über sechs Posts á 5 Alben.

Ich betone mal eben: Das ist mein ganz persönlicher Geschmack, ich erhebe keinen Anspruch darauf, alle wichtigen Platten des Jahres gehört oder verstanden zu haben. Dies sind halt die Alben, die ich selbst gerne hörte. Aber vielleicht ist ja was dabei, wo ihr mit mir überein stimmt. Oder etwas, auf das ich euch aufmerksam machen kann.

Na. dann wollen wir mal. Meine Alben 2019, Pt.1 – 30-26 weiterlesen

Here’s where Strings comes in

Klar, DIE wichtige Release für Indie-Country-Fans an diesem Wochenende ist Sturgill Simpsons „Sound & Fury“. (Habt ihr’s auf Netflix schon angeschaut? Schon derb geil geworden!)

Aber aber aber aber. Auch Billy Strings hat gestern ein neues Album veröffentlicht. Der Junge aus Lansing/Michigan ist die große neue Hoffnung des Bluegrass. Bei den IBMAs, also den International Bluegrass Music Awards, ist er gerade als „New Artist Of The Year“ sowie als „Guitarrist of the Year“ ausgezeichnet worden, denn er besitzt blitzschnelle Flitzefinger. Die Website „Savingcountrymusic“ (bei deren Autor ich mich bedanken muss, dass er uns mal wieder so einen Typen vorstellt) feiert sogar, einen besseren Musiker könne man live zur Zeit nicht erleben.

Strings macht keinen strikten Bluegrass, sondern reichert das Ganze mit arty Hippie-Vibes an. Mich erinnert das an die folkigen Momente der Punch Brothers, die ja auch aus Super-Virtuosen (u.a. Chris Thile an der Mandoline und Noam Pikelny am Banjo) bestehen.