Schlagwort-Archive: Tame Impala

Pond de Replay

„‚Fire In The Water‘ is taken from Pond’s album The Weather“ – so steht’s in der Beschreibung, die die schrägen Aussies aus dem Tame Impala-Umfeld heute auf youtube geteilt haben. „Echt? An den Song erinnere ich mich gar nicht“ denke ich und finde ihn tatsächlich nicht auf meinem Rechner.

Des Rätsels Lösung? Pond haben heute eine Aktualisierung des Albums vorgenommen, wenn man so will. Die neue Variante von „The Weather“ in den Downloadstores und Streaming-Services beinhaltet das neue Lied.

Ich bin weiterhin kein Freund solcher neuer Editionen. Der Song ist lässig, aber wer sich „The Weather“ pünktlich zur VÖ letzten Mai besorgt hat (als ich hier übrigens ein Interview postete), ist doch jetzt schon ein bisschen der Depp, oder?

The Class of 2017

Auch dieses Jahr wieder, eh klar: Wir vergeben den ein-Kasten-Augustiner-Preis für den Song des Jahres 2017! Hurra!Was hat es damit auf sich? Wer ist nominiert? Mehr dazu:

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Review: Noel Gallagher

Noel Gallagher’s High Flying Birds – „Who Built The Moon?“

Es ist ja zum Glück kein Wettbewerb. Man kann als Hörer ja sowohl Liam als auch Noel okay finden. Man muss sich ja gar nicht für den einen und damit automatisch gegen den anderen entscheiden, auch wenn der konstante Zank der zwei in den Medien den Eindruck erwecken mag. Genauso, wie man sich in den 90ern auch herrlich über den Oasis/Blur-Konflikt amüsieren und gleichzeitig an beiden Bands seine Freude haben konnte.

Aber wenn es so wäre: Da tendiere ich zu Team Liam. Einfach, weil Noel immer schon geschafft hat, all die Props für sich einzusammeln. Weil er nie Skrupel hatte, seinen Bruder blöd aussehen zu lassen. Auch jetzt wieder, da die zwei schlagzeilenwirksam Giftpfeile aufeinander schießen: Noels Sprüche gegen Liam wirken sehr herablassend. Liam kläfft mehr, mag aggressiver sein, frecher, herausfordernder, dabei durchaus nicht ohne Augenzwinkern. Noel wiederum tut immer so, als stünde er drüber, dafür setzt er dann zwischendurch gemeine Tiefschläge. Souverän ist was anderes.

Tja guck. Schon wieder schreibe ich über den Bruderzwist, aber es soll doch um die Musik gehen. Hier sind wir uns einig, dass beide Gallaghers zuletzt was zu beweisen hatten. Review: Noel Gallagher weiterlesen

Shake, Bibby, Shake

Peter Bibby. Ein Songwriter aus Perth, der gerne mal einen hebt. So gerne, dass das das erste ist, woran man bei ihm denkt. Denn Peter Bibby singt fast immer übers Trinken und übers anderes-Zeug-Nehmen sowie über die unliebsamen Konsequenzen. Dass seine Begleitband den Namen „His Bottles Of Confidence“ trägt, ist kein Zufall. 2014 veröffentlichte Peter mit dieser Truppe sein Album „Butcher / Hairstylist / Beautician“, Zeit war’s für neues Material (welches übrigens auf Spinning Top erscheint, der Heimat von Pond, Tame Impala & Co).  Das Thema seines Songs „Medicine“? Eh klar, diverse Substanzen und ihr Missbrauch. Aber in lustig. In trauriglustig.

Interview: Pond

Pond. Das irre Konglomerat aus der Perth-Psychedelia-Szene, der so viele Bands entspringen, bekanntlich nicht zuletzt Tame Impala. Bei jener Band war Pond-Frontmann Nick Allbrook lange Mitglied. Klar also, dass man die Gelegenheit, zum neuen Album mal mit dem Mann zu telefonieren, der auch das spannende Spinning Top Label mit leitet und der in den Videos immer so interessant schräg rüberkommt, mit Freude wahr nimmt.

Tja, so ruft der Kollege von der Promo-Agentur an und sagt: „So ich stelle dich jetzt zu Jay durch!“ Oha.  Nicht zu Nick. Klar, alle Pond-Mitglieder sind interessante Typen. Jay Watson zum Beispiel macht Soloplatten als GUM.  Aber ich war halt voll auf Nick vorbereitet. Ich hätte ein paar andere Fragen geschrieben, wenn ich mit Jay  gerechnet hätte. Aber gut. Auch so lernen wir hoffentlich was über Pond, Perth und die neue Platte „The Weather“, die heute erscheint.

Interview: Pond weiterlesen

Review: One Sentence. Supervisor

One Sentence. Supervisor – „Temporär Musik 1-13“

Es ist schon lustig – oder traurig, oder beschämend. Ich meine, da halte ich mich für einen Indie-Nerd, der sich ein kleines bisschen auskennt. Ich passe auf, wenn in Melbourne oder in Perth eine Band was Spannendes veröffentlicht. Aber dann tut sich was quasi vor meiner Haustür – und ich kriege es Ewigkeiten nicht mit.

Offiziell ist heute der deutsche Erscheinungstermin von „Temporär Musik 1-13“, tatsächlich aber steht das Ding schon länger auf Spotify und in den Downloadstores. Ich schäme mich vor mir selber, dass ich das Album erst jetzt wahrnehme, denn es ist eine Platte, die mich komplett aus den Socken haut. Wobei, ein bisschen muss ich auch meine Schweizer Freunde schimpfen. HEY! Wieso ihr mich nie durchgeschüttelt und ins Gesicht geschrien: „Hallo, wir haben fei auch eine Spitzenband: One Sentence. Supervisor! Aus Baden im Aargau! Die musst du dir unbedingt anhören, verdammt noch mal!“ Gebt zu, Schweizer – das wäre verdammt noch mal eure Aufgabe gewesen!!

Aber wie klingt sie denn nun, die Platte, die zum „Independent-Album des Jahres 2016“ in der Schweiz gekürt wurde? Review: One Sentence. Supervisor weiterlesen

Interview: Temples

temples-openerVor drei Jahren sorgte ihr ziemlich perfektes Psychedelia / NeoBritpop-Album Debütalbum „Sun Structures“ allenthalben für Begeisterung, jetzt sind sie zurück: Die Temples legten ihr zweites Werk vor. Auf „Volcano“ haben die vier Briten haben allerdings so einige Veränderungen vorgenommen. Mitte Januar waren die Interviewtermine der Band in Berlin – Weil Sänger James Bagshaw  mit Grippe flach lag und auf der Insel blieb, mussten Bassist Tom Warmsley und Gitarrist Adam Smith den Job übernehmen. Ich hatte die zwei am Telefon.

Zwei Dinge daher vorausschickend: Erstens: Wenn man zwei Typen am anderen Ende der Leitung hat und nicht vor sich sieht, ist es nicht immer ganz einfach, die Stimmen korrekt zuzuordnen. Es kann also sein, dass ein paar Dinge, die ich Tom zuordne, in echt von Adam gesagt wurden (und umgekehrt). Aber ich hoffe, das ist nicht tragisch, denn zweitens: Naja, soo gesprächig waren sie beide eh nicht. Aber gut, ein paar Dinge über „Volcano“ lernen wir durchaus. Interview: Temples weiterlesen

Review: King Gizzard And The Lizard Wizard

King Gizzard And The Lizard Wizard – „Flying Microtonal Banana“

Es gibt Bands, die sind in der Vorstellung besser, als sie es in Wirklichkeit je sein können. Das Musterbeispiel dafür sind The Hives. Sind die schon mal an euch vorbei gelaufen? Bei einem Festival zum Beispiel kann das ja schon mal vorkommen. Da stolzieren sie dann, alle fünf in ihren identischen Anzügen, smarte Haare, Pelle mit seinem irren Blick, der Dicke, der Typ mit seinem Schnauzer. Das ist echt ein Hingucker. Da bliebt man stehen und gafft und muss an sich halten, um nicht wie ein Teenie zu kreischen. So ein fantastisches Bild geben die Hives ab! Ihr Liveset auf der Festivalbühne ist normalerweise dann auch eine echte Radauwucht.
Aber dann hört man ihre jeweilige neue Platte (die immer auf einem neuen Label erscheint, weil das letzte krass enttäuscht von den Verkäufen war, die nicht annähernd die Erwartungen erfüllten) und fragt sich: Wieso ist von all dem Hurra im Studio nichts übrig geblieben? Aber die Idee „Hives“ ist viel besser als ihre tatsächlichen Songs, so ist es leider.

Ihr ahnt schon, was das mit Melbournes King Gizzard And The Lizard Wizard zu tun hat. Oh Mann, ich würde mir SO wünschen, dass ich sagen könnte, dies sei meine Lieblingsband! So viel an den kirren Australiern bringt mich dazu, begeistert zu johlen: Review: King Gizzard And The Lizard Wizard weiterlesen

Prize and Shine 2016 – It’s On!

augustiner-collected-header-2016Hey, haben wir was vergessen? Natürlich nicht! Wir haben zwar letztes Mal wieder die Trophäe nicht an den Gewinner gebracht, (jedenfalls bis dato) – aber trotzdem soll’s natürlich auch dieses Jahr auf diesem Blog wieder einen 1-Kasten-Augustiner-Preis geben!

Will heißen: Ich und eine Handvoll Freunde (Will wer mitmachen? Schreibt einen Kommentar or PM me on facebook) treffen uns in meiner Küche in München und diskutieren, welches Lied unserer Meinung nach der Song des Jahres war. Inklusive In-der-Küche-tanzen, Brezenmonster, peinlichen Gesangsversuchen und mehr. Hinterher wird das Procedere hier noch mal nacherzählt und der Sieger kriegt (so ist jedenfalls der Plan) einen Kasten Augustiner überreicht!

Und wer sind die 16 Nominierten des Jahres 2016? Das lest ihr gleich HIER: Prize and Shine 2016 – It’s On! weiterlesen