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Feels Like Inheaven

Wie so viele der UK-Indie-Bands unserer Zeit haben INHEAVEN schon zahllose Singles veröffentlicht und auf einen zählbaren Hit gewartet,  der den richtigen Boden fürs erste Album bereiten sollte.  (Siehe auch: Rat Boy, WHITE, Catholic Action oder The Vryll Society. Letztere veröffentlichen sogar schon seit drei Jahren Singles und lassen immer noch aufs Album warten!)

So kam’s, dass es bereits nicht weniger als acht Videos gab, als im September endlich INHEAVENs Longplayer (ebenfalls „INHEAVEN“, mein Text dazu HIER)  raus kam. Ein neunter Clip wurde bald nachgeliefert.  Wir sind also schon bei Video 10 angekommen, mindestens, und damit an dem Punkt, wo INHEAVEN (die Großschreibung ist Absicht, die schreiben sich so) auf frühere Singles zurückgreifen müssen. Hier also ein neues Filmchen zur länger schon bekannten Single „Regeneration“. Ist ja auch immer sehr noch in Ordnung, das Lied.

I heard it through the Bovine

Eines meiner Top 5 – Lieblingsalben des Jahres ist das Debüt von WHITE aus Glasgow. Ich habe „One Night Stand Forever“ im April begeisterte 9,5 Punkte gegeben. Nun aber gibt’s ne neue Single, die mich leider eher unterwältigt (wenn das ein Wort ist).

Auf dem Album ist „SWEAT“ eine Bass-Riff-Bombe, vergleichbar sowohl mit der dirtyness von Kasabians „Fast Fuse“ als auch frühem Electroclash. Für die Single hat nun ein gewisser Bovine einen Dance-Remix fabriziert. Der aber hakt für meinen Geschmack zu viele Klischees ab.

Der Vollständigkeit halber poste ich den Clip hier, aber verbunden mit der Ansage: Sucht lieber das Album raus!

Review: WHITE

WHITE – One Night Stand Forever

Es läuft was grundfalsch in dieser Welt. Also klar, Klimawandel, Trump, Brexit, neue Nazis… aber mal abgesehen davon – wir haben ja wenigstens unsere Indie-Bubble. Aber selbst hier hakt’s wohl! Wie kann es sonst angehen, dass kein weltweiter Hype um WHITE herrscht?

Ich meine, man stelle sich das mal vor! Rumms-Bazong-schneidiger Tanz-Stampf-Indie a la Bloc Party/Franz Ferdinand/The Rapture ideal auf 2017 upgedatet! Ein dirty Glamfaktor von Suede/Roxy Music’schen Ausmaßen! Songs, die dermaßen reinknallen, dass ich gestern abend wieder GEZWUNGEN war, das Licht auszumachen und in meiner Küche zu tanzen! On top, wie könnte es anders sein: Texte, die das Ganze mit einem zynischen Grinsen zuspitzen!

All das machen WHITE aus Glasgow – und wer meinem Blog folgt, weiss das, denn die Schotten haben in den letzten zwei Jahren alle paar Monate mit einer neuen Single begeistert, die ich hier dann euphorisch weiter postete. Wir warten und warten und warten seitdem aufs Album. Endlich, endlich, endlich ist es da. Sind nun alle Städte voll plakatiert? Hört man nichts anderes als WHITE in den Indiediscos? Nix da – die Welt kriegt’s kaum mit! Aaargh! Was ist los mit euch?

Aber regen wir uns nicht auf über das, was mit WHITE nicht passiert. Freuen wir uns über das, WAS passiert.

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White Magic

Mann, WHITE haben’s halt einfach drauf! Die fünf aus Glasgow haben inzwischen endlich, endlich ihr Debütalbum angekündigt.  „One Night Stand Forever“ erscheint bereits am 28.4.! Das gute Stück wird zwölf Songs enthalten – von denen wir als Fans, die die Band ja bereits seit beinahe zwei Jahren verfolgen, sechs schon als Singles kennen. Kurioserweise wird ausgerechnet das umwerfende „Step Up“ trotzdem nicht vertreten sein.

Inzwischen sind’s schon sieben Songs, die wir kennen, denn der Titelsong ist seit heute als Single draußen! Er zeigt mal wieder alles, was diese Band ausmacht: Elektrischer, stampfender Synth-Glam-Pop zwischen Franz Ferdinand, Falco und Frankie GTH. Ein Sänger, der mit seiner Stimme durch Neonröhren schneiden kann. Songs, die einen zwingen, mitzumachen – und jetzt alle: „Wake up! Look around! Open up to the modern crowd! Love yourself! Touch yourself!“ Fucken hell, ist das famos!

Prize and Shine – Pt2

augustiner-collected-2016-bEin mal im Jahr küren wir hier den Ein-Kasten-Augustiner-Preis. Die Idee dahinter ist, dass eine Gruppe Freunde und ich ein Lied zum „Song des Jahres“ ernennen und dann dem Sieger einen Kasten Augustiner zukommen lassen. Auch wenn wir den Kasten noch nicht oft wirklich an den Mann gebracht haben, fand doch letztes Wochenende unser entsprechendes Meeting statt. Hier nun Teil 1 unserer Zeremonie…

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Prize and Shine 2016 – It’s On!

augustiner-collected-header-2016Hey, haben wir was vergessen? Natürlich nicht! Wir haben zwar letztes Mal wieder die Trophäe nicht an den Gewinner gebracht, (jedenfalls bis dato) – aber trotzdem soll’s natürlich auch dieses Jahr auf diesem Blog wieder einen 1-Kasten-Augustiner-Preis geben!

Will heißen: Ich und eine Handvoll Freunde (Will wer mitmachen? Schreibt einen Kommentar or PM me on facebook) treffen uns in meiner Küche in München und diskutieren, welches Lied unserer Meinung nach der Song des Jahres war. Inklusive In-der-Küche-tanzen, Brezenmonster, peinlichen Gesangsversuchen und mehr. Hinterher wird das Procedere hier noch mal nacherzählt und der Sieger kriegt (so ist jedenfalls der Plan) einen Kasten Augustiner überreicht!

Und wer sind die 16 Nominierten des Jahres 2016? Das lest ihr gleich HIER: Prize and Shine 2016 – It’s On! weiterlesen

Long Listance Call Pt 2

bad-sounds-headerGestern habe ich meinen Senf zur jährlichen „BBC Longlist 2017“ gegeben (siehe unten).

Glaubt man den UK-Kollegen, sieht die Zukunft des Indiepop weiterhin düster aus. Nur drei Acts aus dem Genre wurden in die Longlist aufgenommen, einer davon ist richtig mies (The Amazons), einer davon zu sperrig für die breite Masse (Cabbage) und der dritte (Declan McKenna) zwar sicher gut vermarktbar, aber noch nicht ganz ausgereift.
Ich glaube trotzdem dran, dass sich weiter spannende Indiebands gründen. Musiker, die was zu sagen haben, was Neues entwickeln, Stil und Persönlichkeit zeigen – oder die den Sound wenigstens gekonnt auf den Punkt bringen.

Also los geht’s – Es folgen meine 15 Tipps für 2017. Nicht, dass ich glaube, dass diese Namen die Welt erobern werden. Aber ich traue ihnen zu, nächstes Jahr ein starkes Debütalbum abzuliefern, und das ist schon mal was.

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Review: WHITE

white-cuts-that-dont-bleed-epWHITE – „Cuts That Don’t Bleed EP“

Seit Jahren will man uns erzählen, dass Alben bald nicht mehr wichtig sein werden. Denn die Leute, sie laden nur noch einzelne Tracks runter und dann stellen ihre Geräte auf Shuffle, anstatt sich einer ganzen Dreiviertelstunde Musik zu widmen, so die Argumentation.

Ich stelle fest: Immer noch ist es so, dass eine Band erst dann wirklich angekommen ist, wenn ihr erstes Album da ist. Erst mit dem Debütalbum scheint eine Band zu sagen: „So. Hier sind wir – das ist unser Statement.“ Singles und EPs, die voraus geschickt werden, empfindet man als Hörer immer noch eher wie eine Andeutung. Als einen Tipp für das, was uns auf einem Album erwarten kann.

Ich schreibe dies, weil ich auf den Debüt-Longplayer von WHITE warte. Die Glasgower Band mit dem un-googlebaren Namen hat uns seit Anfang letzten Jahres eine Handvoll brillanter und variantenreicher Singles geliefert. Die Zeit scheint reif, dass sie uns auf voller Länge ihr Können zeigen.

WHITE haben sich aber entschieden, diese nächste Stufe noch nicht zu nehmen. Statt dessen gibt es eine Vier-Track-EP – weswegen es sich immer noch so anfühlt, als seien die fünf Schotten noch in der Findungsphase.

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Single Review: WHITE

WHITE I Liked You Better When You Needed Me - SingleWHITE – „I Liked You Better When You Needed Me“

Heute muss es mal um WHITE gehen. Denn die neue Single „I Liked You Better When You Needed Me“ ist halt schon wieder Wahnsinn. Fucken Hell, da wächst was in Glasgow, da TÜRMT sich etwas AUF! Sechs Singles hat das Quintett jetzt veröffentlicht – das Album, wann immer es kommt, es ist jetzt schon irre, das kann ich garantieren, auch ohne irgendwas über die Songs zu wissen, die sie noch dazwischen packen.

Prolog: Die ersten vier Singles von WHITE waren schon sehr, sehr gut. Schnittige, glitzerne Indie-Groovemonster. Mit Franz Ferdinand-Stampf (man kommt schließlich aus Glasgow, wo die Bands Musik machen, zu der Mädchen tanzen und WHITE haben die Franzen auch sehr früh schon supporten dürfen) – aber technischer, synthetischer. Plus verruchtem Glamfaktor a la Suede, ohne irgendwie wie Suede zu klingen – sondern mehr nach DFA und Klaxons. Und krasser nach 80s, als alle 80s-Bands je geklungen haben, inklusive Saxofon.

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