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Eighties gonna eight

Als die Strange Names aus Minnesota vor nicht ganz drei Jahren ihr erstes Album „Use Your Time Wisely“ veröffentlichten, da behauptete ich in meinem Text zu dem Album, sie seien gar keine 80s-Revival Band. Sondern eine 80s-Revival-Revival-Band. Ich fand, dass sie sich sogar mehr auf The Killers, La Roux, Phoenix, The Faint und ähnliche Bands aus dem neuen Jahrtausend bezögen als auf die 80s-Originale wie, sagen wir, Men Without Hats, INXS oder Duran Duran.

Aber so oder so, die Platte hat großen Spaß gemacht. Darum freue ich mich auf Ende Februar, wenn sich die Strange Names mit ihrem zweiten Album zurück melden. Die Vorab-Single „U.F.O.“ ist richtig schön tacky. Mir kommen da verdrängte 80s-Acts wie Hall & Oates, Howard Jones, Naked Eyes und Wang Chung in den Sinn. Nun gibt’s für den Song auch ein stimmiges Video mit so richtig wunderbar beschissenen Billig-Effekten.

Welcome to the Chungle

Übers vierte Album der White Lies schrieb ich neulich in meiner Rezension: „…als Wiedergänger von Wang Chung und Men Without Hats sind die White Lies auf jeden Fall drolliger, als als ewige mit-U2-Pathos-den-Tod-herauf-Beschwörer.“

Die neue Single „Morning In LA“ ist dafür nicht nur Klangbeispiel – sondern auch Bildbeispiel. Hier zuerst mal das Video zu „Morning In LA“

Beim ersten Bild von LA im Morgenrot muss ich natürlich an ein Plattencover aus den 80ern denken: An Wang Chungs Soundtrack zu „To Live And Die In LA“ (1985). Die britischen Synthpopper, bekannt durch ihren 80s-Klassiker „Dance Hall Days“, waren damals von Regisseur William Friedkin gebeten worden, die Musik für seinen neuen Thriller zu schreiben. Ihnen ermöglichte das, ein durchaus experimentelles Album zu machen, auf dem es Instrumentals gab, aber auch Popsongs wie den Titelsong zum Film. Den ich hier jetzt natürlich in dem Zusammenhang posten muss.

Review: Blossoms

Blossoms - CMS SourceBlossoms – „Blossoms“

Okay, ich versuche mich kurz zu fassen. Ich habe schließlich schon eine Menge geschrieben auf dieser Website über die Blossoms. Über zwei ihrer EPs habe ich mich bereits ausgelassen (hier und hier) und vorgestern erst habe ich mein Interview mit Sänger Tom Ogden geteilt.

Aber hält es denn nun, was es verspricht, das Album?

Zuerst mal: Es sind ja eh nur sechs neue Songs auf der Platte. Die sechs anderen kennen aufmerksame Indiepop-Hörer, die die Band schon länger im Auge haben, längst. Was für diejenigen vielleicht ein bisschen schade ist. Was aber für die Neuankömmlinge bedeutet: Wahnsinn, ein Album, das schon mal auf sechs(!) Singles basiert! Die Hitquote ist ja schon übererfüllt, bevor es losgeht!

Stichwort Britpop. Man nennt die Blossoms gerne im Zusammenhang mit Oasis und den Stone Roses, weil sie eben aus Manchester sind. (Okay, aus Stockport. Das gilt noch. Elbow aus Bury gelten ja auch als Manchester-Band.) Aber bei Blossoms dominieren die Gitarren nicht, und auch der Aufmupf, der in Oasis und den Stone Roses immer wichtig war, ist nicht da.
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