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Review: The Front Bottoms

The Front Bottoms – „Going Grey“

Indie, das Wort wieder. Es bedeutet alles und nichts. Es bezeichnet für jeden etwas anderes. Man kann Indie in verschiedenste Schubladen aufteilen. Ich habe das Ganze für mich mal in zwei Kategorien gesplittet, die ein Münchner versteht. Erstens: Atomic-Indie. Zweitens Backstage-Indie.

Zum Atomic-Indie gehört das affige Posen, aber halt auch die Coolness. Pulp, The Strokes, Blur, das wären typische Atomic Indie-Bands. Blink 182, Chili Peppers, Bloodhound Gang dagegen – das wäre Backstage-Indie. Sonnenbrille im Club tragen? Atomic Indie. Als Weisser Dreadlocks haben? Backstage Indie. Nicht schwer.

Also, nicht falsch verstehen. Ich habe im Backstage tolle Konzerte gesehen. Ich finde es super, dass es das gibt. Aber meine Welt war und wird für immer der Atomic Indie sein. Muss ja so sein.

Am Atomic-DJ-Pult konnte das zu Komplikationen führen, wenn sich ein Backstage-Mensch ins Stüberl verirrte. Solche Leute erklären mir dann irritiert, da liefe ja gar kein Indie und ob ich etwa kein Green Day und Kraftklub auflegen wollte. Wollte ich nicht. Bei mir gab’s Kasabian, Timo Räisänen und Delays.

Das US-Label Fueled By Ramen ist natürlich sowas von Backstage-Indie. Paramore, Twenty One Pilots, Panic! At The Disco, die Fall Out Boy Connection. Aber dann mitten auf Fueled By Ramen: Eine Band, die meine Atomic-Indie Sensibilitäten anspricht, aber auf dem Backstage-Label trotzdem nicht fehl am Platze ist. The Front Bottoms. Review: The Front Bottoms weiterlesen

Hall Of Femmes

Vor wenigen Tagen habe ich hier mein Interview mit Gordon Gano von den Violent Femmes platziert, denn 16 Jahre nach ihrem letzten Album haben die Autoren des ewigen Indiehits „Blister In The Sun“ doch tatsächlich ein neues Album veröffentlicht. Nun haben die Herren zur Single „Memory“ ein Video nachgereicht.

Violent Femmes – Memory from Record Store Day on Vimeo.

Interview: Violent Femmes

interview Header Violent femmes„Let me go oooo-oon, like a blister in the sun, let me go oo-o-on…“ Das kann jeder sofort mitsingen. Seit 1982 (!) ist „Blister In The Sun“ ein fester Bestandteil der Indie-Sets dieser Welt. Die Band hinter diesem Song hat den Volltreffer ihres Debüts nie wiederholen können, aber dennoch fleißig weiter die 80er und 90er hindurch kantigen Folkpop fabriziert. Dann war irgendwann Schluss für die Violent Femmes. Umso größer die Überraschung, als vor einigen Wochen ein neues Album des Trios auf meinen Schreibtisch flatterte. Noch erstaunlicher: Der knarzige-aufgekratzte Pep, der die Violent Femems immer auszeichnete, ist in den 16 Jahren seit ihrem letzten Album nicht verloren gegangen. Entsprechend habe ich mich um ein Interview mit Sänger Gordon Gano (Mitte) bemüht.

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