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Like a Vergen

Hey ho, 2018. Der erste Post des neuen Jahres geht nach Perth, WA! Von dort haben Verge Collection einen Clip zu ihrer aktuellen Single „So Vain“ geteilt.

Ich habe Verge Collection hier immer quasi als den westaustralischen Außenposten der Dolewave-Szene bezeichnet (Dolewave = Melbourne-Bands wie Twerps, Dick Diver, Rolling Blackouts CF und mehr), aber auf „So Vain“ hören wir: Bläser. Da stellt sich die Frage, die sich mein Deutschlehrer bestimmt immer von mir gewünscht hat: Brancht Dolewave jetzt out? Or what?

Take The Longlist and walk it Pt 2

Stichwort: Longlist.
Schon ein kleines Ritual hier: Ein mal im Jahr pickt die BBC ihre Favoriten fürs neue Popjahr und sagt: „Die werden berühmt! Das ist ‚The Sound of 2018!‘
Ich höre mir den Kram dann an und gebe auf dem Blog meinen Senf dazu ab.

Der nächste Schritt folgt jetzt: Ich kontere ich mit meiner eigenen Longlist. Das sind dann aber immer Acts aus meinem Indie-Geschmacksbereich. Ich prognostiziere auch nicht den großen Durchbruch. Ich sage nur: „Ich traue denen nächstes Jahr ein ordentliches Debütalbum zu.“

Aber ganz ehrlich: Dieses Jahr war’s schwerer als je zuvor, diese Liste zusammen zu kriegen.
Dafür gibt’s bestimmt mehrere Gründe und ich habe auch eine halbe Abhandlung darüber begonnen. Ich hab’ sie aber wieder gelöscht. Wer will denn schon so Krisengerede lesen?
Zumal ich ja eh ewiger Optimist bin und glaube, dass sich das wieder einrenkt. Und ausrenkt. Und wieder einrenkt. Weil das alles zyklisch kommt und geht.

Anyway. 16 Bands und Solist(inn)en, denen ich 2018 was zutraue, findet ihr nach dem Break. Besser als die Grütze von der BBC sind sie allemal.

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The Sound Of Sperrmüll

Wer hier öfter vorbei schaut, weiss es längst: Seit ein paar Jahren gibt’s einen typischen Melbourne-Sound, den man down under Dolewave nennt. Lo-Fi-Janglepop, clever beobachtende Texte mit Witz. Bands wie Twerps, Dick Diver, Lower Plenty, Rolling Blackouts Coastal Fever oder The Ocean Party sind in dieser Szene aktiv. Inzwischen greift der Sound australienweit um sich: Aus Brisbane kommen The Goon Sax, aus Hobart sind Treehouse aufgetaucht und inzwischen geht’s auch an der Westküste los. Perths Beitrag zum Dolewave kommt von der Band Verge Collection.

Verge Collection – so nennt man im Westen Australiens die Sperrmüllsammlung. Im Südosten hat man für Sperrmüll einen anderen Ausdruck: „Hard Rubbish“. So wiederum hieß bereits ein Album von Melbournes Lower Plenty. Wir ziehen den Schluss: Dolewave-Bands identifizieren sich irgendwie mit Sperrmüll. Mit den ausgemusterten Dingen, die im Weg sind und weggeworfen werden – für die sich aber vielleicht doch noch wer findet, der sie brauchen kann.  Ja, mit so profunden philosophischen Theorien kann ich in die Woche starten.