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All you good Two People

Mit Bandnamen haben es Phoebe Cockburn und Joe Clough nicht so. Ihre Tenagerband war prima, der Name Snakadaktal jedoch schon ein bisschen albern. Vielleicht haben sie sich beim Nachfolgeprojekt deshalb gedacht: „Diesmal ein straighter Name“? Two People klingt so… bescheiden. Als wolle man nur nicht auffallen.

Nun gut, die Musik von Two People gehört ja auch zur leiseren Sorte. Ihr Album „First Body“ ist größtenteils sehr gelungen, hat aber auch die Momente, in denen die xx-igen Stimmungen ins Seichte abdriften. Beim Song „Phone Call“ finde ich persönlich zum Beispiel, dass er aus diesem Grund mit der schwächsten Track der Platte ist. Aber Geschmäcker sind verschieden und Two People haben ihn zur neuen Single/Video auserkoren.

Review: Two People

Two People – „First Body“

So. Ich werde versuchen, die ersten Absätze kurz zu fassen. Denn wenn ich über Two People schreibe, muss ich natürlich (zum xten mal) zuerst über Snakadaktal schreiben. 

Snakadaktal hatten einen sonderlichen, holprigen Namen – was sehr gut passte. Denn Snakadaktal waren sechs Teenager aus Melbourne, die sonderliche, holprige erste Singles veröffentlichten, als sie noch zur Schule gingen. Einen ganz zauberhaften Charme hatten diese ersten Songs. 

2011 war das – über sieben Jahre ist das inzwischen her. Der Spuk dauerte nicht lang. Ein Album („Sleep In The Water“) erschien 2013, aber da fehlte ganz naturgemäß schon ein wichtiges Element: Die Holprigkeit. Bis dahin waren die Teenies naturgemäß reifer und erfahrener geworden. Die possierliche unsichere Staksigkeit des Rehkitzes, das seine ersten wackligen Schritte setzt, das ist ein Element, das man als Band nicht behalten KANN. Snakadaktal wurden professioneller und damit leider auch gewöhnlicher. Ihr erstes Album war immer noch schön, aber halt nicht mehr andersartig.

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I Predict A Record – 2019, Pt. 2

Das neue Jahr hat begonnen und mit dem neuen Jahr kommen auch die vagen Prognosen und die fundierten Wahrscheinlichkeitsrechnungen. Hier gibt’s das Ganze für den Bereich Indie: Welche Alben stehen 2019 in den Startlöchern bzw. bei welchen Bands darf man mit einem aktiven Jahr rechnen?
Die ist der zweite Teil zu meinem Beitrag von gestern. Die Aufteilung wollte es, dass im gestrigen Post „kleinere“ Bands in der klaren Überzahl waren. Heute sind auch richtig große Namen dabei.

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Long Listance Call Pt 2

bad-sounds-headerGestern habe ich meinen Senf zur jährlichen „BBC Longlist 2017“ gegeben (siehe unten).

Glaubt man den UK-Kollegen, sieht die Zukunft des Indiepop weiterhin düster aus. Nur drei Acts aus dem Genre wurden in die Longlist aufgenommen, einer davon ist richtig mies (The Amazons), einer davon zu sperrig für die breite Masse (Cabbage) und der dritte (Declan McKenna) zwar sicher gut vermarktbar, aber noch nicht ganz ausgereift.
Ich glaube trotzdem dran, dass sich weiter spannende Indiebands gründen. Musiker, die was zu sagen haben, was Neues entwickeln, Stil und Persönlichkeit zeigen – oder die den Sound wenigstens gekonnt auf den Punkt bringen.

Also los geht’s – Es folgen meine 15 Tipps für 2017. Nicht, dass ich glaube, dass diese Namen die Welt erobern werden. Aber ich traue ihnen zu, nächstes Jahr ein starkes Debütalbum abzuliefern, und das ist schon mal was.

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ein kleiner Snaka zwischendurch

Ich finde ja, Bands sollten sich heutzutage – da führt kein Weg dran vorbei – einen Namen suchen, der sich gut googlen lässt. Unabsichtlich hat die australische Teenagerband Snakadaktal das zum Beispiel getan. Mann, ich liebte diese Kids. Leider haben sie sich früh getrennt.

Die ehemaligen Snakkies Phoebe und Joey machen wieder Musik und haben ihre neue Band – völlig ungooglebar und selbst auf itunes nicht leicht zu finden – Two People genannt. Ist es nach zwei Singles schon zu spät, sich das noch mal anders zu überlegen? Immerhin, die Musik ist echt schön.

Two People – If We Have Time (Official Video) from Two People on Vimeo.