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Peaks and Lows

Die Twin Peaks (nicht zu verwechseln mit den Aussies Peak Twins) sind auch so eine Band, bei der ich mir nie so ganz klar bin, was ich von ihnen halten soll. Die Jungs aus Chicago machen immer so ein Retro-Garagen-Ding und kopieren dabei bewusst und clever ganz spezifische Aspekte der Sixties. Manchmal sind die Ergebnisse dröge, manchmal sind sie echt prima und manchmal sind sie so mittel.

Bei der neuen Single „Oh Mama“ ist es so, dass man sie schon fast bei „echt prima“ einordnen will: Denn wie die Amis hier die Stones von „Sympathy For The Devil“ und „Brown Sugar“ persiflieren und auch ein bisschen Strokes-Feel einweben, das ist schon lässig und clever. Aber dann ziehen sie die Nummer fast sechs Minuten in die Länge und wie bei einem billigen Kaugummi geht ganz schnell der Zucker raus. Drei Minuten hätten hier gereicht und man hätte mehr gewollt.

Na anyway. Freitag kommt das neue Album der Band. Ich prophezeie mal: Zwei, drei Tracks werden echt erstaunlich Spaß machen und drei, vier erstaunlich wenig. Und die anderen sind dann so mittel.

Review: Lord Huron

lordhuronLord Huron – „Strange Trails“

Das hier ist eine echte Überraschung. Ich musste glatt noch mal ins erste Album von Lord Huron reinhören – was habe ich da nicht bemerkt? Aber nein, das hat sich so nicht angekündigt. Damit konnte man nicht rechnen!

Aber von vorne: 2012 hat ein gewisser Ben Schneider sein Debütalbum veröffentlicht – unter dem Namen Lord Huron, denn Ben, als Grafiker in Kalifornien lebend, stammt ursprünglich aus der Gegend des Huronsees. Also von einem der großen Seen an der Grenze zwischen den USA und Kanada, entsprechend wurde Ben vom Folk des Nordens geprägt. Dieser Erstling also, „Lonesome Dreams“ war eine wirklich feine Platte, wenn man Musik a la Band Of Horses, Fleet Foxes oder The Head And The Heart mag. Leise Americana. Gut gemacht. Klar, ein Sound, den man gut kennt, daher nicht wirklich originell. Aber auf hohem Level.

Ich dachte also, sowas würde ich auch hören, wenn ich Lord Hurons zweites Werk „Strange Trails“ einlege. Aber, hey, wow – dieses Album ist so viel BESSER, das man von einem Quantensprung sprechen muss!  Review: Lord Huron weiterlesen