Schlagwort-Archive: Tom Waits

Meine Alben 2017, Pt.4 (15-11)

Unerbittlich ist er. Er zieht’s durch. Zählt seine persönlichen Lieblingsalben des Jahres 2017 runter, als müsste das irgendwen jucken. (Also ich jetzt.)

Aber hey – der Sinn der Aktion ist natürlich, tolle Platten des Jahres noch mal zu loben und zu highlighten. Vielleicht gibt’s für den/die eine(n) oder andere(n) Leser(in) ja nachträglich sogar noch was zu entdecken? Wir sind bei Platz 15-11 angekommen.

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Review: Trevor Sensor

Trevor Sensor – „Andy Warhol’s Dream“

Retro vs Zeitlosigkeit.

Musik ist dann retro, wenn sie sich auf einen bestimmten Zeitraum der Musikgeschichte beruft und versucht, die Sounds dieser Ära nachzuahmen. Das muss nicht unoriginell sein, es kann sehr viel Charme und augenzwinkernden Witz haben, aber auch neunmalklug hipstermäßig rüber kommen.

Und dann gibt’s zeitlose Musik. Eine solche Platte liegt hier vor uns. Der US-Amerikaner Trevor Sensor strebt keine bestimmt Ära an, um sie zu kopieren oder persiflieren. Statt dessen lässt sich gar nicht erst einordnen, in welchem Jahr sein Debüt wohl erschienen sein mag. Ist es ein Songwriter-Album der 70s? Ist er ein Springsteen/Bob Seger-Zeitgenosse der Achtziger? Oder ist „Andy Warhol’s Dream“ es eben doch eine brandneue Platte, die sich auf klassische Produktions- und Arrangement-Techniken besinnt? (Genau.)

Trevor Sensor hatte gar nicht vor, seine Songs zur Karriere zu machen. Er stammt aus dem Örtchen Sterling, Illinois, einem durchschnittlichen, unbedeutenden, Durchschnittsstädtchen (das wir übrigens im Video zu „High Beams“ sehen können). Als Teenager war er in der einen oder anderen Band, aber keiner seiner Mitmusiker war ähnlich motiviert. Also begann Trevor ein Literaturstudium in Pella, Iowa (noch so ein nichtssagender Ort). Songs schrieb er nur noch für sich selbst.

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Interview: The Devil Makes Three

Devilmakesthree_HeaderFreitag erscheint ein neues Werk von The Devil Makes Three. Allerdings nicht mit neuen Songs – „Redemption & Ruin“ ist ein Coveralbum. Hier präsentiert uns das US-Trio Lieblingslieder und Einflüsse aus früheren Jahrzehnten, von Robert Johnsons Blues bis zu Tom Waits Rumpel-Artrock. Die Art Songs, die „DM3“ zu der Indiefolk/Bluegrass-Spitzenband gemacht haben, als die wir sie kennen.

Ich sprach 2/3 der Band, Sänger Pete Bernhard und Fiddler Cooper McBean, darüber vor ihrer Show im Münchner Strom.

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