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Review: Parker Millsap

millsapdigitalcoverParker Millsap – „The Very Last Day“

Also echt, Thirty Tigers, das habt ihr ja mal ordentlich verbockt. Ich will euch nicht erklären, wie euer Job geht – aber ich versteh’s nicht, wie ihr das aufgezogen habt. Meiner Meinung nach sitzt ihr bei Parker Millsap auf einer Goldmine. Dass ihr sein drittes Album „The Very Last Day“ in Europa ein halbes Jahr zurückgehalten habt (in den USA erschien es schon im März), hätte ich deshalb eingesehen, wenn der Grund dafür war, dass ihr hier noch einen starken Labelpartner für ihn suchtet. Die Platte aber erst liegen zu lassen, während zur VÖ wenigstens in den USA (und ergo über die international gelesenen Sites und Blogs) über sie gesprochen wird, nur um sie hier dann Monate später ohne jegliche Promo oder Info sang- und klanglos auf dem europäischen Markt freizugeben, so dass selbst der Fan eher zufällig drauf stößt – das ist ja schon fast Sabotage am eigenen Künstler.

Ich werde meinen eigenen kleinen Beitrag dazu leisten, diese Sabotage zu sabotieren, indem ich die Platte wenigstens hier ein bisschen  abfeiere.

Warum glaube ich, Parker Millsap sei eine potentielle Goldgrube? Weil die Leute offen sind für Americana. Vor allem ist da ein Markt für Musik mit tiefen Wurzeln im Country, Soul und Bluegrass, die sich auch dem Rock und Pop öffnet. Wenn man diesen Sound breitenwirksam auf den Punkt bringt, können Millionenseller wie Chris Stapleton und Mumford & Sons dabei rauskommen. Ich traue Parker Millsap zu, deren Publikum zu erreichen. Weil er die Stimme hat und die Songs, und weil er ein kerniger junger Typ aus dem Süden mit interessanter Story ist. Review: Parker Millsap weiterlesen

Bell du Jour

Die Label/Management-Gruppe namens Thirty Tigers ist zur Zeit vielleicht die beste Adresse, die man als Trad/alt-Country-Künstler haben kann. Luke Bell aus Wyoming galt vor zwei Jahren noch als geheimster Supergeheimtipp, als er sein Debüt „Don’t Mind If I Do“ auf eigene Kosten veröffentlichte. Inzwischen aber ist Bell bei Thirty Tigers untergekommen, weswegen der Erstling noch mal vom Markt genommen wurde. Neu in den US erschienen ist statt dessen nun das Album „Luke Bell“, das zur Hälfte aus alten „Don’t Mind If I Do“-Tracks und zur Hälfte aus neuem Material besteht. Ein neues Video gibt’s auch, zum Song „Working Man’s Dream“, den frühe Fans vom Debüt schon kennen.

So erfolgreich Thirty Tigers in den USA zur Zeit arbeitet, so wenig bedeutet dies leider Präsenz in Deutschland. Ich warte weiter ungeduldig auf die VÖ des aktuellen Albums  on Parker Millsap und auch Luke Bells Album ist bei uns noch nicht erhältlich. Macht hin, Thirty Tigers!