Schlagwort-Archive: The Soup Dragons

Long Listance Call Pt 2

bad-sounds-headerGestern habe ich meinen Senf zur jährlichen „BBC Longlist 2017“ gegeben (siehe unten).

Glaubt man den UK-Kollegen, sieht die Zukunft des Indiepop weiterhin düster aus. Nur drei Acts aus dem Genre wurden in die Longlist aufgenommen, einer davon ist richtig mies (The Amazons), einer davon zu sperrig für die breite Masse (Cabbage) und der dritte (Declan McKenna) zwar sicher gut vermarktbar, aber noch nicht ganz ausgereift.
Ich glaube trotzdem dran, dass sich weiter spannende Indiebands gründen. Musiker, die was zu sagen haben, was Neues entwickeln, Stil und Persönlichkeit zeigen – oder die den Sound wenigstens gekonnt auf den Punkt bringen.

Also los geht’s – Es folgen meine 15 Tipps für 2017. Nicht, dass ich glaube, dass diese Namen die Welt erobern werden. Aber ich traue ihnen zu, nächstes Jahr ein starkes Debütalbum abzuliefern, und das ist schon mal was.

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Vinterview: Jagwar Ma

Vinterview Header Jagwar MaIch freue mich schon wie ein paniertes Wienerschnitzel mit extra Kroketten aufs zweite Album von Jagwar Ma, juhu! „Every Now & Then“ erscheint am 14.10. – und für mich soll das Anlass sein, im Archiv zu kramen und mein Interview mit Frontmann Gabriel Winterfield hervor zu holen. Den hatte ich 2013 zur VÖ ihres Debüts am Telefon. Hier also alles, was man wissen muss über die Sydneysider – damit wir alle gut vorbereitet sind, wenn die Aussies uns im Oktober wieder auf den Dancefloor zerren!

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Single Review: The Shimmer Band

Shimmer Band Sunkick - SingleThe Shimmer Band – Sunkick

Zur Zeit habe ich als Indie-DJ keinen festen Auflegeplatz. Hoffentlich bald wieder – ja nachdem, wann das Crisp endlich aufmacht. Aber so oder so, man legt das nicht ab. Es kommt immer wieder vor, dass man einen neuen Song hört und der erste Gedanke ist: Whoah, den will ich auflegen!

Ihr wisst ja selber: In der Indie-Disse gibt es einen Stapel Klassiker, Lieder, die quasi immer laufen. „Books From Boxes“ oder „Last Nite“ zum Beispiel. Nicht wenige dieser Songs sind einem längst zu den Ohren raus gequollen. In meiner Rolle als Indie-DJ will ich mir nicht zu fein sein, auch Lieder aus der Klassiker-Kiste zu ziehen – aber ich bin trotzdem immer auf der Suche nach Songs, die einen ähnlichen Drive haben, aber eben NEU sind. Damit man nicht immer nur immer nur immer nur immer nur die gleichen 80 Songs hört, damit aber die Stimmung trotzdem stimmt.

Deshalb freut mich, dass The Shimmer Band aufgetaucht ist.

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Review: Swim Deep

Mothers (Deluxe)Swim Deep – „Mothers“

Sie haben’s halt ernsthaft gebracht. Swim Deep haben in der UK-Presse verlautbart, dass ihr zweites Album die zeitgenössische Antwort auf „Screamadelica“ sein sollte. Auf das legendäre Primal Scream Indie-Dance-Crossover-Album von 1991, damals der Kulminationspunkt einer ganzen Bewegung. Neben „Pills’n’Thrills’n’Bellyaches“ sowie „The Stone Roses“ DAS ultimative Album der Baggy-Ära.

Da ist der erste Reflex, loszuprusten. Schritt zwei ist, tief Luft zu holen, der Band in die Augen zu schauen und zu sagen: „Swim Deep. Jetzt mal im Ernst. Ihr seid Heinis, die von der UK-Maschine mal wieder total überschätzt wurden. Auf Eurem Debüt („Where The Heaven Are We?“, 2013) habt ihr ein paar nette, aber auch komplett belanglose Songs zusammen gestöpselt. Außerdem, ich habe euch live gesehen damals, im Atomic. Ihr seid mit riesigem Nightliner vorgefahren und habt dann ein dermaßen holpriges, unknackiges Set gespielt, da sind viele Münchner Schülerbands weiter!“

So, jetzt ist dieser Stein vom Herzen, jetzt können wir durchatmen und das Ganze noch mal mit etwas Abstand angucken. Review: Swim Deep weiterlesen