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Review: 5 Billion In Diamonds

5 Billion in Diamonds – „5 Billion in Diamonds“

Auch dieses Mal wieder, bevor ich loslege, ein paar lose Überlegungen.

Wir wissen alle, Ebbot Lundberg muss man super finden. The Soundtrack Of Our Lives, was war das für eine umwerfende Band! Ebbot war ihr Mittelpunkt. Ein kauziger, kugelrunder Wikinger im Kaftan, der psychedelischen Hippiekram mit viel Wortwitz genau auf den Grat hin textete, dass man nie wusste: Steckt der tief eingelesen in der Materie drin? Oder macht er sich einen Spaß draus? Seine Band tobte sich derweil auf einer Spielwiese zwischen transzendentem Rock und Oasis’scher Britpop-Power aus. Man sagt zu viel zu vielen Bands „Kultband“, aber TSOOL (und ihre Vorgänger Union Carbide Productions, nicht zu vergessen) waren eine. Trotzdem: In ihren letzten Jahren waren Soundtrack zwar Stammgäste auf der SWE-Nr. 1, außerhalb aber ihres Heimatlandes taten sie sich schwer, Labels zu finden.

Seit der Bandtrennung hat Ebbot Lundberg mehrere Soloalben veröffentlicht. Dem Vernehmen nach sind sie prima. In Schweden charten sie zuverlässig. Aber ehrlich gesagt, ich habe die Platten nicht verfolgt.

Meine Reaktion dagegen, als ich mitkriegte, dass Ebbot Lundberg eine neue Band hat! Eine „Supergroup“ sogar, wenn man so will, mit anderen Promi-MItgliedern wie Producer-Gigant Butch Vig (Nirvanas „Nevermind“, Smashing Pumpkins, außerdem trommelt Vig bekanntlich bei Garbage)!
Da krähte ich vor Begeisterung, als ich das las!

Deswegen dieses Intro – weil ich versuche, mir das selbst zu erklären. Warum diese Diskrepanz? Warum mein mildes Desinteresse an Ebbot solo, aber die Vorfreude auf seine neue Band?

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C’mon Billions

Es ist jetzt auch schon fünf Jahre her, dass sich The Soundtrack of Our Lives getrennt haben. Auch wenn an psychedelischem Gitarrenpop in der Zwischenzeit kein Mangel herrschte, so hat diesem Planeten dennoch die schräge Weltsicht von Ebbot Lundberg irgendwie gefehlt – denn seien wir ehrlich, er machte zwar fleißig Soloalben, aber die wurden außerhalb Schwedens praktisch nicht wahrgenommen.

Jetzt aber horcht auch der Rest der Welt wieder auf, denn Ebbot ist Frontmann einer neuen Band – und das ist praktisch eine Supergroup. Mit an Bord bei 5 Billion in Diamonds – ein Name wie eine unerfüllbare Lösegeldforderung – sind nämlich Garbage-Drummer und 90s-Starproducer Butch Vig (Nirvanas „Nevermind“), UK DJ James Grillo, Producer Andy Jenks, Gitarrist Alex Lee (Strangelove, Suede), Bassist Sean Cook und Drummer Damon Reece (beide u.a. Spiritualized) und Gesang von Helen White (Alpha), Sandra Dedrick (The Free Design) sowie David Schelzel (The Ocean Blue).

Durch Ebbots Gesang ist TSOOL natürlich die erste Assoziation, die sich beim Hören aufdrängt. Allerdings, 5 Billion In Diamonds sind zweifellos poppiger. Die Tatsache, dass hier DJs und Chart-Producer mit am Werk sind, bedeutet, dass so manches, was bei Soundtrack schroff oder schräg gewesen wäre, geglättet wird und dass wir bei den Gitarren Loops statt Livetakes zu hören kriegen. Was der Sache aber nicht schadet – es soll ja gar nicht 1:1 wie Ebbots alte Band klingen, sondern wie was eigenes.

Das aktuelle Video heisst: „I’m Becoming You“

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Vinterview: Johnossi

Vinterview JOhnossi

Da im Januar die neuen Releases weiter nur spärlich eintreffen, fülle ich die Website derweil mit „Vinterviews“ aus dem Archiv. Also mit „Vintage Interviews“ von meinem alten Blog, der nicht mehr online ist. 

Noch so jemand, der für dieses Jahr ein neues Album angekündigt hat, das sind Johnossi. Es wird die fünfte Platte von John Engelbert und Ossi Bonde aus Stockholm sein. Ein passender Anlass für mich, mein letztes Interview mit den beiden aus dem Jahr 2013 wieder aufzutischen, das wir anlässlich ihrer damals neuen Platte „Transitions“ führten. Nach dem Break folgt also der Text von vor drei Jahren:

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Interview: Ebbot Lundberg (A Tribute To The Velvet Underground)

ebbot-nina-magnus-headerEine höchst interessante Produktion kommt da im Mai auf Deutschlandtournee: „A Tribute To The Velvet Underground„. Unter diesem Motto wird eine schwedische Supergroup um Nina Persson (The Cardigans), Ebbot Lundberg (The Soundtrack Of Our Lives, Union Carbide Productions) und Magnus Carlson (Weeping Willows, Tandem Sky, Moon Ray Quintet) die Klassiker der 60s-Kultband um Lou Reed, Nico, John Cale & Co interpretieren.

Ein willkommener Anlass, mal bei Ebbot Lundberg nachzuhaken und diesen Longtime-Favorite über die Tournee zu befragen – und um sich ein grundsätzliches Update einzuholen. Es ist ja ziemlich lange her, seit man hierzulande zuletzt etwas von diesem urigen Original der SWE-Szene hörte. Interview: Ebbot Lundberg (A Tribute To The Velvet Underground) weiterlesen