Schlagwort-Archive: The Royal Concept

Live in Concept

Wir warten immer noch darauf, dass die Stockholmer The Royal Concept die Versprechen ihrer perfekten ersten zwei Singles „D-D-Dance“ und „Gimme Twice“ einlösen, obwohl diese beiden Songs inzwischen acht (!) Jahre alt sind. Naja, zuletzt gab’s wieder verstärkt Aktivität bei den Schweden. 2019 haben The Royal Concept nach längerer Funkstille schon zwei neue Singles veröffentlicht („Need To Know“ sowie „Up All Night“) und heute haben sie die Liveaufnahme der zuvor unveröffentlichten Nummer „Kick It“ geteilt. Sieht ganz so aus, als bereiteten sie sich auf den Launch eines Albums vor?

Royal’s keen

The Royal Concept, das ist die Band, die sich seit 2011 reckt und streckt, die Lungen aufpumpt, sich in den Startblock klemmt und den Eindruck macht, als würde sie gleich eine Megabestzeit hinlegen. Aber an der dritten, vierten Hürde kommt sie ins Straucheln, bricht ab und geht zurück an den Start.

Zwei frühe Singles der Stockholmer, die sich als Studiomusiker für Popacts kennenlernten, waren sogar im Atomic noch echte Dancefloor-Hits: Denn „D-D-Dance“ und „Gimme Twice“ klangen wie die zwei größten Phoenix-Hits, die Phoenix selbst nie geschrieben haben.

Seitdem tourten The Royal Concept viel durch die Staaten und Asien, unterschrieben große Verträge und verloren sie wieder, veröffentlichten in verschiedenen Märkten verschiedene EPs und nur daheim in Schweden ein Album – und gaben ihr letztes Lebenszeichen 2015 mit der „Smile EP“.  2019 stehen die Jungs, die längst Herren sind, wieder ungefähr da, wo sie 2011 standen.

Aber sie sind mal wieder auf des Startblock raus und nehmen die erste Hürde mit einer neuen Single: „Need To Know“. Na, ob sie’s diesmal wohl bis zur Album-Linie schaffen?

nach dem Break die zwei frühen Beinahe-Hits:

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Review: Modern Space

Before SunriseModern Space – „Before Sunrise“

Vielleicht verfolgt’s der eine oder andere von Euch: Auf Spotify führe ich eine „Best Ditches“-Playlist mit 40 aktuellen Indie-Songs, die ich regelmäßig auffrische. Seit etwa einem Monat befindet sich in dieser Liste ein Titel namens „Pen To Paper“. Die Band, die diesen Song spielt, nennt sich Modern Space. Ich weiss bisher praktisch nichts über Modern Space, außer dass die Jungs zu fünft sind und aus Toronto kommen – und ich weiss, dass „Pen To Paper“, ihre Debütsingle, ein Hit ist. Kein Song, der das Rad neu erfindet, aber einer, der den Indiepop der letzten 10, 15 Jahre prägnant auf den Punkt bringt.  2 Minuten und 49 Sekunden Vollgas auf peppigen Strokes-Gitarren, eine Strophe die klingt, als purzele sie eine Wendeltreppe runter und ein Refrain, zu dem man auf dem Dancefloor an die Diskokugel springt.

So weit, so fein. „Pen To Paper“ ist ein Debüt, das Lust auf mehr macht, aber auch eins, das erahnen lässt: Revolutionen dürfen wir von dieser Band erst mal noch nicht erwarten. Sehr wohl aber Momente, die uns zum Mitschnipsen und Tanzbein schwingen anregen. Mit „Before Sunrise“ legen die fünf Kanadier nun nach. Kein Album, sondern eine EP mit sieben Songs mit knapp unter 25 Minuten Spielzeit. Kein verkehrter Schachzug.

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Live in Concept

Mehrere Monate her ist es jetzt, dass die Stockholmer The Royal Concept ihre jüngste EP „Smile“ veröffentlicht haben. Neu gibt’s nun das Video einer Performance des Titelsongs, die Jungs traten in der SWE-TV-Show „Skavlan“ auf. Eine ziemlich große Sache für die Band, denn „Skavlan“ ist die meistgesehene Talkshow in Skandinavien. Na, ob’s die Karriere wohl anschiebt?

Review: The Royal Concept

Smile - EPThe Royal Concept – Smile EP

Erst mal habe ich mich sehr gefreut – 5 neue Songs von The Royal Concept, die praktisch ohne Vorankündigung aufschlugen! Diese Schweden haben bei mir einen Stein im Brett, seit ihre frühen zwei Singles „D-D-Dance“ und „Gimme Twice“ im Winter 11/12 als sofortige Atomic-Playlist-Stammgäste einschlugen.

The Concept, wie sie damals noch hießen, waren vier Musiker, die bis dahin in Begleitbands schwedischer Popstars (z.B. Tove Styrke) gespielt hatten, jetzt aber ihr eigenes Ding machen wollten. Ihr Hintergrund zeigte schon: Die Jungs kannten die Pop-Knöpfchen, die man drücken muss und waren sich nicht zu fein dafür, dieses Wissen auch einzusetzen. Ihre Frisuren wiederum sagten: Wir sind auch voll die überstyleten Indie-Poser. Das ist keine schlechte Kombi, wenn man knackige, knusprige Indiepopsongs hören will. Im Winter 11/12 wollte die Welt Songs hören, die punktgenau in die Phoenix-„1901“-Kerbe schlugen, und präziser als „D-D-Dance“ und „Gimme Twice“ hätte man diese Kerbe nicht treffen können.

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