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To Katt A Long Story Short

Schwedisch ist gar nicht so schwer, manchmal. Was der Name Svart Katt bedeutet, versteht man auch als Deutscher gleich. Die neue Single der Stockholmer Punkband (naja – sie selbst nennen es Punk, ist das aber für Punk nicht zu melodisch?) trägt den Titel „Slösa bort dagerna“ (dt: Die Tage verschwenden).  Mir gefällt’s. Es erinnert mich an SWE-Bands der 00’er wie The Plan, Franke oder Bad Cash Quartet – und das kann nichts Verkehrtes sein.

Review: Henrik Berggren

Henrik Berggren – „Wolf’s Heart“

Ich habe „13 Reasons Why“ noch nicht gesehen. Die Diskussion habe ich aber natürlich mitgekriegt. Es ist eine Gratwanderung, wenn man in der Popkultur mit Selbstmord und Depression umgehen will. Vieles, was gut gemeint war, ist sehr naiv und kann auch als Verherrlichung rüberkommen. Wir sind von diesem Thema fasziniert und das schon lange. Bereits Goethes „Leiden des jungen Werther“ sorgten für eine Selbstmordwelle.

Viele von uns haben diese Gedanken schon gehabt. Wir sind durch Täler der Depression gegangen oder stecken fest drin. Wir haben Leute im Freundeskreis, die „suchtgefährdet“ sind, wie man das dann nennt. Die einfach von allem mehr brauchen, als gesund ist, Alkohol, Zuneigung, Thrills. Konsterniert lernt man, dass helfen und oft auch nur verstehen zu können unsere Fähigkeiten übersteigt. Manchmal sind die Gefühle so übermächtig, dass sie jede Logik und Vernunft besiegen. Wer selbst in dieser Spirale gefangen ist, weiss, dass das nichts mit Romantik zu tun hat. Aber wenn Künstler diese emotionalen Unwetterkatastrophen zum Ausdruck bringen, sind wir berauscht von ihrer Ausdruckskraft. Wir müssen aufpassen, echte Krankheit und irren Schmerz nicht zu glorifizieren.

Henrik Berggren hat 13 Jahre lang keine neue Platte gemacht. Seine Rückkehr ist ne Sensation, ne absolute Sensation. In Schweden wurde die Berggren-Soloplatte schon zum sagenumwobenen Mythos. Henrik war der Frontmann von Broder Daniel.  Review: Henrik Berggren weiterlesen