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Meine Alben 2019, Pt.3 – 20-16

Ich mach’ eisern weiter. Wir kommen zu Teil 3 meiner Lieblingsplatten von 2019 und wir kommen der Sache Schritt für Schritt näher. Jetzt geht’s bereits um Platz 20-16.

Ich wiederhole noch mal: Es geht um nix anderes als meinen Geschmack. Der ist geprägt von Indie. Naja, vielleicht findet ihr’s trotzdem so ein kleines Bisschen interessant. Vielleicht, weil ich einen eurer Favoriten picke, weil ihr komplett anderer Meinung seid. Oder weil ich euch vielleicht noch mal auf ein Album stoße, das euch durchgerutscht ist.

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Review: The Pains Of Being Pure At Heart

The Pains Of Being Pure At Heart – „The Echo Of Pleasure“

Erwartungen machen immer was aus. Meine Erwartungen ans vierte Album der Pains of Being Pure At Heart waren niedrig. Ich war so darauf gefasst, enttäuscht zu werden, dass ich eigentlich schon gar nicht mehr enttäuscht werden konnte.

Wie konnten wir hier hin kommen? Das Debüt dieser Band (2009) ist schließlich ein Klassiker des Indiepop. „Young Adult Friction“ bleibt ein Song, den man als Ideal anspielt, wenn man einem Neuankömmling erklären will, warum man diese Musik so liebt. 4 Minuten und 8 Sekunden Schrammelgitarren-Perfektion.

Es ist nicht der einzige 10-Punkte-Song dieser Band, auch die frühen Singles „Heart In Your Heartbreak“ und „Say No To Love“ zähle ich dazu. Aber danach zeigte die Formkurve dieser Band nach unten.

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Interview: Fazerdaze

Zur Zeit laufen echte Festwochen in Sachen Janglepop. Über die neuen Alben von Day Wave und Hazel English habe ich neulich erst geschrieben – aber auch die sympathische Neuseeländerin Amelia Murray alias Fazerdaze hat ihr Album frisch veröffentlicht. „Morningside“ ist eine wunderbar verträumt/melancholische Gitarrenpopplatte geworden – und Miss Murray war neulich doch tatsächlich zur Promotion in München! Wir sprachen uns an einem Freitagnachmittag Anfang März im Café Kosmos.  

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The Coach is always changing

Wieder was gelernt: Ein Slowcoach ist jemand, der für eine Sache besonders lange braucht, meistens wird der Ausdruck für Kinder verwendet. So nach dem Motto „Trödel nicht rum – don’t be a slowcoach!“

Ich weiss nicht, ob Dean Valentino aus Melbourne jemand ist, der besonders lange an seinen Liedern rum frickelt, aber es wird schon einen Grund geben, warum der Songwriter sich das Pseudonym Slowcoaching gegeben hat.  Valentino bastelt seine Songs in Alleinarbeit zusammen, das Ergebnis klingt das nach einer freundlichen Janglepopband. Seine neue Single „Training Wheels“ erinnert mich an Bands wie Day Wave, DIIV, Telekinesis! oder Pains Of Being Pure At Heart. Nice.

Review: Jonas Nicholls

jonas-nicholls-time-no-longerJonas Nicholls – „Time No Longer“ EP

Wo wäre ich auf diesem Blog nur ohne die Australier? Schon wieder geht’s nach Sydney. Von hier kamen die Sures. Eine meiner echten Lieblingsbands der letzten Jahre. Dabei hat das Quartett nur zwei EPs gemacht. Okay, zwei mal fünf Songs, das ergibt ja eigentlich ein Album. Aber trotzdem, in der Karriere einer Band gilt die EP als erster Schritt. Mit einer EP klopft man an, mit einem Album tritt man ein. Mein Gott, was haben die Sures angeklopft. Aber sie sind nicht eingetreten, im bildlichen und im tatsächlichen Sinne.

Die erste EP kam 2012. Fünf knusprige Gitarrenpop-Songs die sich durch meine Lieblings-Indie-Styles schlängelten wie ein Zauber-Glitzeraal. „Stars“ hatte den schmissig-netten Shoegaze-Jangle wie Pains Of Being Pure At Heart. „Poseidon“ beschwor Lo-Fi-Phil Spector und Indie-Beach Boys herauf, so dass es eigentlich auf Elephant Six hätte erscheinen müssen. „The Sun“ erinnerte mich immer an Tame Impala, ohne was spezifisch Tame Impala-mäßiges zu haben. Es muss der Vibe gewesen sein. Der Vibe, dieser abstrakte Hund! Das ist doch irgendwie lässig, oder?

EP 2 (2013) war sogar noch besser! Review: Jonas Nicholls weiterlesen

It Pains Me To Say This…

Hmm. Dieses Jahr kam das dritte Album von The Pains Of Being Pure At Heart, „Days If Abandon“ mit Namen, und irgendwie hat es niemand so richtig mitgerissen, oder? Dabei war ihr Schritt, sich nach dem Smashing Pumpkins-Ausflug „Belong“ zurück zum Tweepop zu bewegen, ja nicht verkehrt, und die zwei Singles „Simple And Sure“ und „Until The Sun Explodes“ gehören zweifellos zu ihren besten. Aber es fehlen halt die Ecken und Kanten auf der Platte, die Dornen, an denen man hängenbleibt. Und besonders auffällig kommt das zum Ausdruck auf der dritten Single „Kelly“, gesungen von der Gastsängerin Jen Goma (A Sunny Day, Glasgow). Klar, dies SOLL eine liebe, niedliche Popnummer sein. Dieses Ziel erreichen Pobpah, aber eben auf sehr gefällige Weise. Da hatte „Young Adult Friction“ doch viel mehr sympathische Ungeschliffenheit. Tja, das ist das Problem, wenn man einen solchen Bringer hingelegt hat: Alles andere muss sich daran messen lassen.