Schlagwort-Archive: The Notwist

How Spoon is Now

Zu viel Spoon posten geht gar nicht. Jedes Mal wieder, wenn ich Britt Daniel & Co sehe, bin ich total geflasht, wie umwerfend gut die sind, jedes Mal wieder. Heute hat der US-Sender KEXP aus Seattle (den man überhaupt für seine immer wieder tollen Live-Sessions nicht genug loben kann) ein Studiokonzert mit den Meistern geteilt. Und einmal mehr kann nur der Kiefer runter gehen angesichts dieser unfassbaren Unfassbarkeit.
Zu hören: Fünf Songs vom aktuellen Album „Hot Thoughts“. Ich picke als erstes „Pink Up“, weil’s dazu bisher kein offizielles Video gab und die Nummer mich sowohl an The Notwist und dEUS erinnert.

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Review: One Sentence. Supervisor

One Sentence. Supervisor – „Temporär Musik 1-13“

Es ist schon lustig – oder traurig, oder beschämend. Ich meine, da halte ich mich für einen Indie-Nerd, der sich ein kleines bisschen auskennt. Ich passe auf, wenn in Melbourne oder in Perth eine Band was Spannendes veröffentlicht. Aber dann tut sich was quasi vor meiner Haustür – und ich kriege es Ewigkeiten nicht mit.

Offiziell ist heute der deutsche Erscheinungstermin von „Temporär Musik 1-13“, tatsächlich aber steht das Ding schon länger auf Spotify und in den Downloadstores. Ich schäme mich vor mir selber, dass ich das Album erst jetzt wahrnehme, denn es ist eine Platte, die mich komplett aus den Socken haut. Wobei, ein bisschen muss ich auch meine Schweizer Freunde schimpfen. HEY! Wieso ihr mich nie durchgeschüttelt und ins Gesicht geschrien: „Hallo, wir haben fei auch eine Spitzenband: One Sentence. Supervisor! Aus Baden im Aargau! Die musst du dir unbedingt anhören, verdammt noch mal!“ Gebt zu, Schweizer – das wäre verdammt noch mal eure Aufgabe gewesen!!

Aber wie klingt sie denn nun, die Platte, die zum „Independent-Album des Jahres 2016“ in der Schweiz gekürt wurde? Review: One Sentence. Supervisor weiterlesen

Review: Spoon

Spoon – „Hot Thoughts“

Die konstanteste Spitzenqualitäts-Band dieses Jahrtausends denkt nicht daran, ihren Level zu senken. Beim neunten Album sind sie angekommen, einmal mehr schrauben und justieren sie an ihrem Sound, der längst ihr unverkennbar eigener ist. Spoon, how do I love thee? Let me count the ways…

Verfolgt ihr Spoon? Habt ihr mitgekriegt, was die machen? Wie die das machen?

Spoon waren immer Meister der Reduktion. Kein Gramm Fett, habe ich immer gesagt. Nur Haut und Knochen und Sehnen. Keine Klangmalerei – Klangtuschezeichnung! Aber mit jedem Instrument in seiner andere Farbe. Linien, Formen, rund, kantig, winklig, spiralig, Flecken, Spritzer, Dynamik.

Spoons Songs sind immer ganz distinktiv instrumentiert. Will sagen: bei anderen Bands verschwimmen die Klänge manchmal ineinander. Was ja okay ist und oft beabsichtigt, siehe Shoegazer. Aber Spoon arbeiten halt anders. Jeder Ton ist klar umrissen. Wenn man den Kopfhörer aufsetzt, sitzen alle Instrumente an ihrem festen Platz. Zum Beispiel: Ein bisschen links die Gitarre. Etwas versetzt rechts das Klavier.

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Interview: Paper Beat Scissors

Paperbeatscissors OpenerGanz ehrlich – ich hatte noch nichts von Paper Beat Scissors mitbekommen, als das Album „Go On“ auf meinem Schreibtisch landete. Aber was ich hörte, das gefiel mir: Filigrane, sachte Popmusik, in der man das Laptop genauso hört wie die Klarinette. Also habe ich das Interview mit Tim Crabtree übernommen, dem Mann hinter dem Projekt. Tim ist Brite, lebt aber in Kanada und schreibt auch gerne fürs Orchester. „Go On“ ist sein zweites Album. Mehr erzählt er uns nach dem Break. Interview: Paper Beat Scissors weiterlesen