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Ivory League

Engländer, die Trainingsanzüge tragen, die Drogen erkennbar ziemlich gut finden, die eher wie ein Hooligantrupp aussehen als eine Band (sich aber dann meistens als totale Herzchen entpuppen), und zu deren Gitarrenmusik man schweinegut schwof-tanzen kann – die sind nix Neues. Die gibt es, seit die Happy Mondays in Madchester rum raveten.

Ivory Wave aus Birmingham haben sich nach einer Designerdroge benannt, sie haben die Happy Mondays und Kasabian zu ihren Vorbildern erklärt, sie gelten seit 2016 als kommendes Ding der Szene in „Brum“, aber sind noch nicht wirklich durchgestartet. Allerdings: Zu ihrer aktuellen Single „Uptown“ kann man schweinegut schwof-tanzen.

Kein blasser Shimmer…

… sondern ein ziemlich satter. The Shimmer Band aus Bristol sind meine liebsten neuen Posenwerfer. Ihr Sound ist ein nicht unbedingt klischeefreier, aber dafür saftiger Neo-Britpop-Rundumschlag, aus dem ich das Echo von Primal Scream, Reef, The Music und Oasis heraus höre. Für ihre letztjährige prima Single „Freedom“ hat die Band eine Nominierung für meinen Ein-Kasten-Augustiner-Preis gekriegt.

Heute erscheint ihr neueste Single, die hört auf den Namen „Jackknife and the Death Call“ – und wenn’s kein Hit wird, kann sich wenigstens eine junge Band, die noch einen Namen sucht, beim Titel bedienen.

Shimmer geht’s immer

Dass die frühen 90s zurück sind, ist ja kein Geheimnis mehr. Aus Bristol kommt nun The Shimmer Band, die sich extrem an den Happy Mondays und Screamadelica-Ära-Primal Scream orientiert. Ich bilde mir auch ein, auch die early-2000er-Psychedance-Indie-Helden The Music aus ihrem Sound raus zu hören.

Auf der Insel tut sich zur Zeit so einiges für The Shimmer Band. Neulich durften sie im Vorprogramm der Stereophonics ihre erste Stadionshow absolvieren, die BBC lud die Bristolians derweil zur „Introducing“ Session. Bei dieser Aufnahme durfte natürlich eine Performance von The Shimmer Bands aktueller Single „Freedom“ nicht fehlen.

Die komplette Session mit drei weiteren Songs gibt’s hier auf der BBC-Seite.