Schlagwort-Archive: The Lemonheads

Happy Birdsday!

Labels, die man im Auge behält, Teil 36b: Trouble In Mind aus Chicago. Wer Melbournes famose Dick Diver und Londons Ultimate Painting für die USA lizenziert, der hat Geschmack bewiesen und findet bestimmt auch im eigenen Land gute Gruppen. Also klicken wir doch mal das Video von The Love-Birds aus San Francisco an. Gute Wahl, Trouble in Mind! Da fühlt man sich an die 90s erinnert, an The Lemonheads und Teenage Fanclub. Wir lernen: The Love-Birds veröffentlichten vor zwei Wochen ihr Debütalbum „In The Lover’s Corner“. Norman Blake von Teenage Fanclub hatte tatsächlich seine Hände im Spiel, er hat die Platte gemastert. Nice!

Review: The Front Bottoms

The Front Bottoms – „Going Grey“

Indie, das Wort wieder. Es bedeutet alles und nichts. Es bezeichnet für jeden etwas anderes. Man kann Indie in verschiedenste Schubladen aufteilen. Ich habe das Ganze für mich mal in zwei Kategorien gesplittet, die ein Münchner versteht. Erstens: Atomic-Indie. Zweitens Backstage-Indie.

Zum Atomic-Indie gehört das affige Posen, aber halt auch die Coolness. Pulp, The Strokes, Blur, das wären typische Atomic Indie-Bands. Blink 182, Chili Peppers, Bloodhound Gang dagegen – das wäre Backstage-Indie. Sonnenbrille im Club tragen? Atomic Indie. Als Weisser Dreadlocks haben? Backstage Indie. Nicht schwer.

Also, nicht falsch verstehen. Ich habe im Backstage tolle Konzerte gesehen. Ich finde es super, dass es das gibt. Aber meine Welt war und wird für immer der Atomic Indie sein. Muss ja so sein.

Am Atomic-DJ-Pult konnte das zu Komplikationen führen, wenn sich ein Backstage-Mensch ins Stüberl verirrte. Solche Leute erklären mir dann irritiert, da liefe ja gar kein Indie und ob ich etwa kein Green Day und Kraftklub auflegen wollte. Wollte ich nicht. Bei mir gab’s Kasabian, Timo Räisänen und Delays.

Das US-Label Fueled By Ramen ist natürlich sowas von Backstage-Indie. Paramore, Twenty One Pilots, Panic! At The Disco, die Fall Out Boy Connection. Aber dann mitten auf Fueled By Ramen: Eine Band, die meine Atomic-Indie Sensibilitäten anspricht, aber auf dem Backstage-Label trotzdem nicht fehl am Platze ist. The Front Bottoms. Review: The Front Bottoms weiterlesen

Review: Ben Lee

ben lee coverBen Lee – „Love Is The Great Rebellion“

Ich habe ihn ein bisschen aus den Augen verloren, den guten Ben Lee. Der Australier hat unter Songwritern einen exzellenten Ruf (nicht umsonst war er kurz Mitglied bei The Bens mit Ben Folds und Ben Kweller), aber sein Werk ist auch recht unbeständig, weswegen ich seinen letzten Alben wenig Aufmerksamkeit schenkte.

Angefangen hat der heute 36-jährige Ben schon mit unglaublichen 13 Jahren – seine Popgrunge-Teenie-Band Noise Addict veröffentlichte ihre Platten 1993-1995 auf Grand Royal, dem Label der Beastie Boys. Der erklärte Lemonheads-Fan Ben schrieb später die meiner Meinung nach besten Songs von Evan Dando („All My Life“ und „Hard Drive“ von „Baby I’m Bored“). Mein persönliches Highlight aber ist sein fünftes Solo-Album „Awake Is The New Sleep“ (2005). Auf dieser Platte fanden sich die Songs „Gamble Everything For Love“ und „We’re All In This Together“ – für mich echte Evergreens. Als ich las, dass Ben in seiner neuen, inzwischen zehnten Platte „Love Is The Greatest Rebellion“ so etwas wie die nachträgliche Fortsetzung von „Awake Is The New Sleep“ sieht, musste ich hinhören. Review: Ben Lee weiterlesen