Schlagwort-Archive: The Horrors

Ready Steady Ghost

Das letztjährige Album „V“ von The Horrors war eine prima Platte. Halt, das stimmt nicht! Sie IST ja immer noch super! Warum die Vergangenheitsform?

Um uns mal wieder an das gute Stück zu erinnern, haben die Londoner heute ein neues Video aus dem ca ein Dreivierteljahr alten Album geteilt. Sie pickten den Song „Ghost“. Nicht unbedingt mein persönlicher Favorit, weil diese Nummer ja doch eher schleppend daher kommt. Aber gut, für manche Fans ist es gerade die hypnotische Zähigkeit, die diesen Song für sie zum Lieblingslied auf „V“ macht. Jedem so, wie er’s mag.

I’ll Show You MIEN

Oha. Was ist denn heute los? Schon der vierte Clip, der geteilt werden muss, denn die US-britisch-kanadische Band MIEN ist ne echte Supergroup der Psychedelia.

MIEN bestehen aus Alex Maas (Black Angels), Rishi Dhir (von den tollen Elephant Stone), Tom Furse (The Horrors) und John-Mark Lapham (The Earlies). Alles richtig gute Bands. Zu viert kombinieren die Herren einen Sound aus Krautrock, Psychedelia und Electronica. Ich bin gespannt und hoffe, dass wir auf dem Album „MIEN“, das am 6.4. kommt, auch eine Menge von Rishi Dhirs Sitarspiel zu hören kriegen.

Take The Longlist and walk it Pt 2

Stichwort: Longlist.
Schon ein kleines Ritual hier: Ein mal im Jahr pickt die BBC ihre Favoriten fürs neue Popjahr und sagt: „Die werden berühmt! Das ist ‚The Sound of 2018!‘
Ich höre mir den Kram dann an und gebe auf dem Blog meinen Senf dazu ab.

Der nächste Schritt folgt jetzt: Ich kontere ich mit meiner eigenen Longlist. Das sind dann aber immer Acts aus meinem Indie-Geschmacksbereich. Ich prognostiziere auch nicht den großen Durchbruch. Ich sage nur: „Ich traue denen nächstes Jahr ein ordentliches Debütalbum zu.“

Aber ganz ehrlich: Dieses Jahr war’s schwerer als je zuvor, diese Liste zusammen zu kriegen.
Dafür gibt’s bestimmt mehrere Gründe und ich habe auch eine halbe Abhandlung darüber begonnen. Ich hab’ sie aber wieder gelöscht. Wer will denn schon so Krisengerede lesen?
Zumal ich ja eh ewiger Optimist bin und glaube, dass sich das wieder einrenkt. Und ausrenkt. Und wieder einrenkt. Weil das alles zyklisch kommt und geht.

Anyway. 16 Bands und Solist(inn)en, denen ich 2018 was zutraue, findet ihr nach dem Break. Besser als die Grütze von der BBC sind sie allemal.

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Review: The Horrors

The Horrors – „V“

(Jaja, ich weiss, ich bin spät dran.)

Wenn man mir vor zehn Jahren gesagt hätte, dass The Horrors 2017 noch existieren würden! Mehr noch – dass ich sie gut finden könnte! Mann, als sie ca 2006 auftauchten, da habe ich diese Heinis VERACHTET!

Und dabei bin ich jemand, der eigentlich für Hypes und Brimborium durchaus anfällig ist. Ich bin normal nämlich gar kein grimmiger Bärbeiß, der Muckerqualitäten von seinen Bands fordert oder dass sie sich „ihre Sporen verdienen“, indem sie sich langsam durch die Clubs hocharbeiten. Nein, von vielen Hypes, bei denen andere argwöhnisch die Nase rümpften, habe ich mich über die Jahre mit Freuden mitreissen lassen. Mensch, ich besitze das Menswe@r-Album!

Aber bei The Horrors, da war sogar mir das Missverhältnis zu krass. Die konnten so gar nichts! Die waren SO SCHLECHT!! 2006 waren das einfach nur reiche Besserwisser mit extra viel Taschengeld für Kajal und Haarspray mit Beziehungen in die Medien. Sie hatten nen interessanten Look, das ja. Aber ihre Musik, die war ein regelrechter Affront. Ihr grummeliges Garagen-Surf-Zeug machten zig andere Bands zuhauf seit den 60s, und zwar erheblich besser. Das Debütalbum „Strange House“ war die arrogantestmögliche Manifestation des Prinzips „Style over Substance“, die einem in die Hände fallen kann. Der NME jubelte weiter, aber niemand nahm dem zunehmend schwindligen Blatt das ab. Platz 37 in den UK-Charts! Wow, so viel war der Hype wert!  Review: The Horrors weiterlesen

Vinterview: Deep Sea Arcade

vinterview-deep-sea-arcadeHeute mal wieder ein Blick ins Archiv: Nach langer, langer Wartezeit sind die Australier Deep Sea Arcade wieder aktiv – ihre Single „Learning To Fly“ macht sogar richtig Wellen in der Blogosphäre. Ein Rückkehr, die ich sehnsüchtig erwartet habe, denn ihr Debütalbum „Outlands“ (2012) war eine Mega-Lieblingsplatte von mir. Damals waren die Sydneysider auch noch ein Quintett – inzwischen sind Nic McKenzie (im alten Bandfoto oben in der Mitte) und Nick Weaver (1.v.l.) als Duo übrig geblieben. Die zwei waren’s auch, mit denen ich damals zur VÖ des Erstlings einen Skype-Termin hatte.

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