Schlagwort-Archive: The Chemical Brothers

Thèque As Thieves

Dress Thèque aus Sydney suchen noch ein bisschen nach ihrem Sound, aber diese Suche führt immer wieder zu feinen Ergebnissen. Ihre erste EP stolperte ein bisschen zwischen TripHop-Sounds und New Order-ismen, ich musste bei diesen Songs nach langer Zeit mal wieder an die Band Delphic denken – unglaublich eigentlich, dass es schon wieder zehn Jahre her ist, dass die mal gehypt wurden.

Dress Theques folgende Single „Football Music“ groove-schmoovte krautig, der neue Song „Gone Mad“ wiederum mixt ein Britpop-Element mit ins Gesamtbild. Bei der Textstelle „Nothing’s the same to me“ höre ich naturgemäß ein Echo von Oasis‘ „Columbia“, die Beats erinnern mich auch an die Chemical Brothers. Nice.

Presets Presents DMA’s

Es hat einige Leute erstaunt, dass ausgerechnet Kim Moyes vom australischen Elektro-Duo The Presets das letzte DMA’s-Album als Producer betreute.

In der Zwischenzeit haben die DMA’s (bzw. ihr Sänger Tommy O’Dell) den Gefallen zurück gezahlt und einen Track auf auf dem letzten Presets-Album „Hi Viz“ eingesungen. Wenn man so will, ist „Are You Here“ ein Echo auf das, was Noel Gallagher und die Chemical Brothers in den 90s gemacht haben? Es gibt zu dem Song nun ein „Visualizer-Video“.

Review: 5 Billion In Diamonds

5 Billion in Diamonds – „5 Billion in Diamonds“

Auch dieses Mal wieder, bevor ich loslege, ein paar lose Überlegungen.

Wir wissen alle, Ebbot Lundberg muss man super finden. The Soundtrack Of Our Lives, was war das für eine umwerfende Band! Ebbot war ihr Mittelpunkt. Ein kauziger, kugelrunder Wikinger im Kaftan, der psychedelischen Hippiekram mit viel Wortwitz genau auf den Grat hin textete, dass man nie wusste: Steckt der tief eingelesen in der Materie drin? Oder macht er sich einen Spaß draus? Seine Band tobte sich derweil auf einer Spielwiese zwischen transzendentem Rock und Oasis’scher Britpop-Power aus. Man sagt zu viel zu vielen Bands „Kultband“, aber TSOOL (und ihre Vorgänger Union Carbide Productions, nicht zu vergessen) waren eine. Trotzdem: In ihren letzten Jahren waren Soundtrack zwar Stammgäste auf der SWE-Nr. 1, außerhalb aber ihres Heimatlandes taten sie sich schwer, Labels zu finden.

Seit der Bandtrennung hat Ebbot Lundberg mehrere Soloalben veröffentlicht. Dem Vernehmen nach sind sie prima. In Schweden charten sie zuverlässig. Aber ehrlich gesagt, ich habe die Platten nicht verfolgt.

Meine Reaktion dagegen, als ich mitkriegte, dass Ebbot Lundberg eine neue Band hat! Eine „Supergroup“ sogar, wenn man so will, mit anderen Promi-MItgliedern wie Producer-Gigant Butch Vig (Nirvanas „Nevermind“, Smashing Pumpkins, außerdem trommelt Vig bekanntlich bei Garbage)!
Da krähte ich vor Begeisterung, als ich das las!

Deswegen dieses Intro – weil ich versuche, mir das selbst zu erklären. Warum diese Diskrepanz? Warum mein mildes Desinteresse an Ebbot solo, aber die Vorfreude auf seine neue Band?

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Review: Beyond The Wizard’s Sleeve

soft bounce wizards sleeveBeyond The Wizard’s Sleeve –
„The Soft Bounce“

„Die Leute hören keine Alben mehr durch, sie hören nur noch einzelne Tracks“ wird seit langem schon behauptet. „Ihre Aufmerksamkeitsspanne reicht nicht mehr aus, um eine dreiviertel Stunde lang die gleiche Stimme hören zu wollen.“ Da sollte man ja eigentlich denken, dass die Chemical Brothers in den 90ern schon die perfekte Lösung gefunden haben: Das Album, das sich ganz von selbst wie ein Sampler anfühlt. Weil es extrem variable Tracks vereint, instrumentale und gesungene, die wiederum mit verschiedenen Gastsängern. Seit „Exit Planet Dust“ sind die beiden Londoner DJs so verfahren, eine Menge sehr unterschiedlicher Top-Hits haben sie dabei gelandet. Ihr Modell ist seitdem aber erstaunlich selten nachgeahmt worden.

UNKLEs „Psyence Fiction“ (1998) fiele mir als eines der wenigen Beispiele ein, auch „Nonsense In The Dark“ von den Filthy Dukes (2009) – wie die Chemicals ein Londoner DJ&Remix-Duo . Nun gibt’s eine neue Platte für dieses schmale Plattenfach, und einmal mehr stammt sie von einem Londoner DJ-Team, das auch durch seine Remixe für Indiebands in den Vordergrund gereten ist. Beyond The Wizard Sleeve sind Erol Alkan (lange DER UK-Vorzeige-Indie-DJ, inzwischen Resident in der Fabric) und Richard Norris vom Elektronik-Duo The Grid. Beides keine jungen Hüpfer mehr, aber dafür große Allrounder und Kenner mit viel Insiderwissen in allen musikalischen Schubladen.

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It’s A Glast! Pt 3

Noch mal Danke, BBC, fürs Online-Stellen von so vielen Glastonbury-Clips. Das gibt mir die Möglichkeit, mit einer dritten Runde das Sommerloch zu überspringen.

Auf geht’s: Franz Ferdinand & Sparks als FFS jetzt auch live:

Django Django zeigen, wie weit sie als Liveband gekommen sind:

Ende Juli kommt das vierte Maccabees-Album. Hier der einzige Song, der auch etwas Tempo hat – das Titellied „Marks To Prove It“. (Ich hätte Sänger Orlando Weeks beinah nicht erkannt mit dem kahl geschorenem Kopf und Bart.)

Grundsätzlich gut: Ryan Adams.

…und auch die Visuals der Chemical Brothers lassen sich natürlich sehen.

Review: Hot Chip

cover-hot-chip-why-make-senseHot Chip – „Why Make Sense?“

Neulich meinte jemand zu mir: „Hot Chip braucht doch auch kein Mensch mehr, oder? Sind die nicht voll durch?“ Da wunderte ich mich erst mal, weil dieser Gedanke mir nie in den Sinn gekommen wäre. Zum einen, weil ich Hot Chip mag und mich immer auf neue Releases von ihnen freue – und zweitens, weil die Londoner Schlauberger schließlich ein Image als hippe, schräge Erneuerer haben, das ziemlich unantastbar ist. Hot Chip? Durch?

Aber, tja, wenn man hart ist, kann man’s natürlich auch so sehen: Der Durchbruch des Quintetts, ihr signature tune, „Over And Over“ bzw. das dazugehörige Album „The Warning“ – das passierte ja schon 2006! Das ist also neun Jahre her!

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