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Fragebogen: The Magic Gang

Britpop lebt, und zwar wie! The Magic Gang aus Brighton erinnern uns an gleich mehrere Lieblingsbands der 90s wie Teenage Fanclub, Dodgy oder Supergrass.  Ihr Debütalbum ist eine prima Platte. (HIER noch mal mein Text dazu)

Neulich spielten die Südengländer erstmals in München, im Vorprogramm der Wombats. Ich nutzte die Gelegenheit, um die vier zum Interview zu treffen – dafür bot sich mal wieder der Fragebogen unseres Heftes an.

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Review: The Magic Gang

The Magic Gang – „The Magic Gang“

Pssst! Sagt es nicht! Sagt nicht das böse B-Wort!

Ich las mich zuletzt durch ein paar der begeisterten UK-Artikel, die The Magic Gang für ihr Debütalbum erhielten. Kurios: Ein Wort wird einfach nicht genannt, als habe man Angst, dass die vier alle Coolness verlieren, wenn es an ihnen haften bleibt: Britpop.

Britpop ist offenbar immer noch ein schmutziges Wort auf der Insel. Es steht weiterhin und möglicherweise für immer für betrunkene Lads, die „OOAAASIS!“ grölen. Sowie für rückwärts denkende Traditions-Puristen, für die Errungenschaften des neuen Jahrtausends, wie Smartphones oder Spotify, Teufelswerk sind.

Es ist, als herrsche erzwungene kollektive Amnesie. Niemand mag sich daran erinnern, wie aufregend Britpop mal war. Aber so ist das nun mal mit Trends. Es geht mit guten Bands los, alle sind begeistert. Daraus wird eine Welle, die eine Zeitlang alles regiert, bis sie allen zu viel wird. Am Ende der Welle stehen die unoriginellen Nachahmer, die so mies sind, dass sie einem den Spaß an den Bands vergällen, die die Lawine mal ausgelöst haben. Siehe Shoegazing, Grunge, Britpop, eigentlich jeder musikalische Trend ever.

Eine sehr umfangreiche Titelstory im DIY-Magazin nennt die Beach Boys als ersten Vergleich für The Magic Gang. Okay, das ist nicht völlig verkehrt. Aber: Viel näher lägen nun mal bestimmte Britpop-Bands der 90er. Nicht alle waren schließlich damals Hooligans. Da gab es Feingeister wie The Bluetones. Oder Dodgy, die Jäger der verlorenen Melodien. Review: The Magic Gang weiterlesen

Kubrick is what we aim for

Vor ein paar Wochen meldeten sich Deep Sea Arcade aus Sydney, zum Duo geschrumpft, aber immerhin noch aktiv, mit einer neuen Single zurück. Auf ihrem Debütalbum „Outlands“ (2012) hatten Nic McKenzie, Nick Weaver plus drei weitere Bandmitglieder noch zu fünft einen hervorragenden Britpop-Throwback im Stil der Charlatans oder Bluetones abgeliefert. Weitere wichtige Inspiration: Filme aus den 60s und 70s.

Nun also sind sie nur noch zu zweit, was man nicht zuletzt daran merkt, dass sie jetzt mit Drumcomputern arbeiten. Aber sie haben weder ihre Songwriting-Skills eingebüßt, noch die Liebe für Sixties-Filme abgelegt. Das zeigt ihr Video zu „Learning To Fly“ – eine Hommage an Stanley Kubricks „2001“.

Hier noch eben mein Interview mit Deep Sea Arcade aus dem Jahr 2012.

Sunny Sunday Playlist

Ich habe eine Aufgabe bekommen, von Nico. Seine Mom wird 60 und ist, so sagt man, ziemlich cool. Ob ich eine Playlist zusammenstellen kann für ihren Geburtstag?
Echt jetzt? Ich? Für einen 60sten? Bin ich da der Richtige?
Andererseits: Das ist ja ne regelrechte Challenge. Das beschäftigt mich jetzt. Welche Songs passen zu so einem Anlass?

Die Lieder sollten Positives ausstrahlen, keine Melancholie – denn man feiert schließlich. Sie sollten so das haben, was einen zum Mitpfeifen oder wenigstens zum Mitwippen bringt. Aber wir wissen auch: Wahrscheinlich laufen die Songs so nebenbei, während Kuchen gegessen und Kaffee getrunken wird. Die Songs sollen also niemand gleich aufrütteln. Sagen wir doch: Es sollte eine Playlist sein, die man am Sonntagmorgen anschaltet, wenn man auf der Terrasse frühstückt und sich über die Meisen im Garten freut. Was würde ich da gerne hören? Ich nenne die Playlist auf Spotify „Sunny Sunday Morning Indie“. Mal gucken, was mir da einfällt.