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Review: QTY

QTY – „QTY“

Immer mal wieder kommt’s vor, dass eine US-Band ihren Hype zuerst in Großbritannien kriegt, lange bevor die USA selbst bemerken, was sich zuhause tut. Manchmal dauert’s Jahre, bis sich der Erfolg der Band auch in den Staaten einstellt, oft erreicht er nicht annähernd den Level wie auf der Insel. Dafür zeigen die Briten oft eine echte Trüffelnase: Namen wie REM, Pixies, The Strokes, Black Rebel Motorcycle Club und Kings of Leon sind Beispiele für Karrieren, die über den Umweg London in die Gänge kamen.

Insofern sind QTY natürlich in bester Gesellschaft. Zuhause in New York sind Gitarristin Alex Niemitz und Sänger Dan Lardner lange nicht in die Gänge gekommen. Mehrere Jahre waren sie Mitglieder eines Quartetts namens Grand Rapids, das ein paar EPs machte und mehrere gefragte Bands als Vorband begleiten durfte. Weil die Grand Rapids aber irgendwie nie den nächsten Schritt schafften, trennten sie sich und Dan und Alex fingen als Duo neu an. Ihre Demos landeten in England, dort jubelte man auf. Sofort konnten die zwei einen Vertrag beim Label Dirty Hit (der Heimat u.a. von Wolf Alice und The 1975) unterschreiben, man flog sie nach London und hier durften die New Yorker ihr erstes Album mit Ex-Suede-Gitarrist und Libertines-Producer Bernard Butler aufnehmen. Review: QTY weiterlesen

Interview: Two Door Cinema Club

tdcc-header-2Two Door Cinema Club. Ihr erstes Album „Tourist History“ (2009) hatte auf die Indie-Bands der Welt einen erstaunlichen Effekt: 12 Monate später klangen (fast) alle so. Schnelle Beats, peppige Synths, heller Gesang und auf den hohen Bünden gespielten Gitarrenmelodien wurden zum Standard für viele Newcomer. Auf ihrem dritten Album „Gameshow“, das morgen (14.10.) erscheint, haben die Nordiren selbst sich aber mit Nachdruck von diesem Sound verabschiedet.

Vier Jahre hat das Trio für die Platte gebraucht – Warum so lange? Nun, kurz vor meinem Interview erschien ein großer Artikel Interview im britischen „DIY Magazine“TDCC erzählen dort freimütig, dass sie sich nach dem zweiten Album beinahe trennten, weil die Band von Alkoholproblemen, zerbrochenen Freundschaften und Depressionen zerfressen war. Dass sich Sänger Alex Trimble nach einem Kollaps erst mal ein halbes Jahr aufs Land zurück ziehen musste, bevor man sich langsam wieder annäherte.

Uff. Okay. Befragen wir also jemanden, den wir am Telefon frisch kennen lernen, mal eben zu seinen Depressionen, ja? Schon ein komischer Job, den ich da habe. Am anderen Ende der Leitung: Alex Trimble.

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