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Meine Alben 2017, PT.2 (25-21)

Weiter geht’s. Teil 2 der Serie meiner persönlichen Lieblingsalben des Jahres 2017. Wir kommen zu Platz 25-21.

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O Temples, O Mores

Das Ende des Jahres kommt auf uns zu. Das heisst auch: Wir stellen so langsam unsere Bestenlisten zusammen. Eine Band, die das Frühjahr prägte, waren die Temples. Ihr zweites Album „Volcano“ begeisterte viele Fans zwar nicht so wie ihr Debüt, aber zweifellos waren eine Menge starke Tracks drauf. Ein Kandidat für die Top 20 ist „Volcano“ allemal.

Heute haben die Briten aus Kettering ein ganz drolliges Doku-Filmchen geteilt: Es verfolgt die Temples bei einer Aufnahmesession in den Toe Rag Studios. Toe Rag bzw sein Studiobesitzer Liam Watson ist bekannt dafür, dass hier streng ohne Computer, Overdubs und sonstige Tricks und Sperenzchen, sondern statt dessen ganz traditionell analog mit Vintage Technologie gearbeitet wird. Das berühmteste Album, das hier entstand, ist „Elephant“ von den White Stripes. Wir hören Schnipsel von drei „Volcano“-Songs, die in der Toe Rag-Version anders klingen. Dadurch, finde ich, wird die Stärke ihrer Komposition noch mal hervor gehoben.

Review: Wesley Fuller

Wesley Fuller – „Inner City Dream“

Ich werde mich nicht dafür entschuldigen – ich mag Britpop. Das war ne gute Zeit. Das hat Spaß gemacht. Nicht nur Oasis und Blur. Auch Supergrass, The Charlatans, Dodgy, The Bluetones, Super Furry Animals, sie alle. Gute Jahre. Viele tolle Songs.

Vielleicht bin ich also anfällig für einen gewissen Gitarrensound und sehe es durch eine rosa Brille. Vielleicht hat das, was Wesley Fuller macht, nichts mit dem Jahr 2017 zu tun. Vielleicht doch, als bewusste Verweigerung.

Jedenfalls: Dies ist ne ziemlich geile Britpop-Platte. Aus Australien, eh klar.

Schauen wir uns Wesley Fuller mal an. Frisur: Typ Marc Bolan, frühe Siebziger. Oder James Bagshaw von den Temple, heute. Damit haben wir auch schon den Klangbereich des jungen Melbourners eingegrenzt. Merseybeat, Glamrock, Britpop, Neo-Psychedelia. Alles Retro. Gut so. Review: Wesley Fuller weiterlesen

Review: One Sentence. Supervisor

One Sentence. Supervisor – „Temporär Musik 1-13“

Es ist schon lustig – oder traurig, oder beschämend. Ich meine, da halte ich mich für einen Indie-Nerd, der sich ein kleines bisschen auskennt. Ich passe auf, wenn in Melbourne oder in Perth eine Band was Spannendes veröffentlicht. Aber dann tut sich was quasi vor meiner Haustür – und ich kriege es Ewigkeiten nicht mit.

Offiziell ist heute der deutsche Erscheinungstermin von „Temporär Musik 1-13“, tatsächlich aber steht das Ding schon länger auf Spotify und in den Downloadstores. Ich schäme mich vor mir selber, dass ich das Album erst jetzt wahrnehme, denn es ist eine Platte, die mich komplett aus den Socken haut. Wobei, ein bisschen muss ich auch meine Schweizer Freunde schimpfen. HEY! Wieso ihr mich nie durchgeschüttelt und ins Gesicht geschrien: „Hallo, wir haben fei auch eine Spitzenband: One Sentence. Supervisor! Aus Baden im Aargau! Die musst du dir unbedingt anhören, verdammt noch mal!“ Gebt zu, Schweizer – das wäre verdammt noch mal eure Aufgabe gewesen!!

Aber wie klingt sie denn nun, die Platte, die zum „Independent-Album des Jahres 2016“ in der Schweiz gekürt wurde? Review: One Sentence. Supervisor weiterlesen

Interview: Temples

temples-openerVor drei Jahren sorgte ihr ziemlich perfektes Psychedelia / NeoBritpop-Album Debütalbum „Sun Structures“ allenthalben für Begeisterung, jetzt sind sie zurück: Die Temples legten ihr zweites Werk vor. Auf „Volcano“ haben die vier Briten haben allerdings so einige Veränderungen vorgenommen. Mitte Januar waren die Interviewtermine der Band in Berlin – Weil Sänger James Bagshaw  mit Grippe flach lag und auf der Insel blieb, mussten Bassist Tom Warmsley und Gitarrist Adam Smith den Job übernehmen. Ich hatte die zwei am Telefon.

Zwei Dinge daher vorausschickend: Erstens: Wenn man zwei Typen am anderen Ende der Leitung hat und nicht vor sich sieht, ist es nicht immer ganz einfach, die Stimmen korrekt zuzuordnen. Es kann also sein, dass ein paar Dinge, die ich Tom zuordne, in echt von Adam gesagt wurden (und umgekehrt). Aber ich hoffe, das ist nicht tragisch, denn zweitens: Naja, soo gesprächig waren sie beide eh nicht. Aber gut, ein paar Dinge über „Volcano“ lernen wir durchaus. Interview: Temples weiterlesen

It’s not what you Vulcano

Am 3.3. erscheint „Volcano“, das zweite Album der Temples – eine Platte, auf die nach dem famosen Debüt „Sun Structures“ vor drei Jahren viele Leute sehr gespannt waren.

Wenn das gute Stück erscheint, werde ich hier ein Interview platzieren, das ich neulich mit Bassist Tom und Gitarrist Adam führen konnte. Kurz zusammengefasst kann ich schon mal sagen: Die Band wollte dringend was verändern. Beim letzten Mal muss es Kritiken gegeben haben, die der Band vorwarfen, sie verlasse sich nur auf einen bestimmten Sound. Deswegen haben Temples auf der Neuen zwölf absichtlich sehr individuell für sich stehende Songs geschrieben. Was nun wiederum nicht alle frühen Fans unbedingt glücklich macht, denn die liebten die Temples ja genau für ihren bestimmten Sound.

Seht selbst – die aktuelle Single „Strange Or Be Forgotten“ (zu der es jetzt auch ein Video gibt) betont ganz andere Dinge als der Vorgänger „Certainty“. Auf dem Album wird es noch in ein paar weitere Richtungen gehen.

2017 – a few Reasons to Cheer

2017-header-temples

Erst mal ein Gutes Neues! Wir schreiben also das Jahr 2017 – und ehrlich gesagt, mir ist dieses Jahr nicht wohl zumute. Der Typ, der US-Präsident wird, hat offensichtlich einen an der Klatsche und wird die meines Erachtens nach akutesten Probleme der weltweiten Gesellschaft nicht angreifen, sondern nur verschlimmern. Aber auf diesem Blog halte ich mich in Sachen Politik normal zurück und schreibe über das, was uns happy macht: Indiepop.

Da stehen im neuen Jahr dann doch ein paar Dinge an, auf die man sich freuen darf. Ich mache mal eine kleine Liste. 2017 – a few Reasons to Cheer weiterlesen

Temples Of Godlike Men

Wir warten ungeduldig aufs zweite Album der Temples, angekündigt ist „Volcano“ für den 03.03. Für den Sender KEXP haben die Psychedelic-Popper aus Kettering kürzlich eine Session eingespielt und dabei auch einen neuen Song vorgestellt: „Roman Godlike Man“.

Klar, dass bei der Session auch ein Run-through durch die aktuelle Single „Certainty“ nicht fehlen durfte. Bin ich eigentlich der Einzige, der findet, dass „Certainty“ eine Art Cousin von „Come On Eileen“ von den Dexy’s Midnight Runners ist?

Single Review: Temples

certainty-singleTemples – „Certainty“

Es ist immer gut, einem Song ein paar Durchläufe zu geben.

Ich war gespannt wie viersieben Flitzebogen auf die Rückkehr der Temples, aber „Certainty“ gab mir aufs erste Hören nicht das, was ich erwartete. Nach dem prima Debütalbum „Sun Structures“ hatten sich die vier aus Kettering 2013 als Psychedelia-Britpopper etabliert – und ich wäre superhappy gewesen, wenn sie genau da weiter gemacht hätten. Wenn sie noch so ein Rickenbacker-Riff wie den „Shelter Song“ oder wieder so einen Glam-Stomp wie „Keep In The Dark“ hingelegt hätten.

Statt dessen beginnt „Certainty“ nach dem trockenen Drum-Intro mit einer elektronischen, wubbernden one-note-Bassline, aus der ein Blossoms-mäßiges Ohrwurm-Instrumentalriff entspringt. Im folgenden Wechselspiel aus Gitarren, Bass und Moogs kann man schier nicht unterscheiden, was Saiten und was Synths sind – ein typischer Tame Impala-Move, eigentlich.

Das alles könnte man auch zweifelhaft finden. Single Review: Temples weiterlesen