Schlagwort-Archive: Syd Barrett

Vinterview: Kasabian (II)

Weil am 05. Mai das neue Kasabian-Album kommt, habe ich versprochen, durch mein Archiv zu wühlen. Hier befinden sich noch frühere Interviews mit Serge (und manchmal auch Tom), die quasi verloren gingen, als mein alter Blog vom Netz ging. Wenige Monate nach dem Gespräch zum Album „Velociraptor“ traf ich Serge gleich wieder.

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Review: Pauw

PAUW-Macrocosm-Microcosm-CDPauw – „Macrocosm Microcosm“

Manchmal muss man ja nur das Plattencover betrachten oder den Albumtitel hören und man weiss, worum es geht. Auf dem Sleeve des Debüts der Holländer Pauw sehen wir ein spaciges Gemälde, Weltraumnebel in allen Farben, übergroße Monde und Planeten. Schemenhaft erkennen wir vier Gestalten, die uns den Rücken zugewandt haben und in die Weiten blicken, von der Macht der Unendlichkeit so beeindruckt wie Caspar David Friedrichs Mönch am Meer. Dieses Bild ist also einerseits ein Stupser in Richtung Romantik, zuerst aber ein Holzhammerschlag in Richtung Psychedelia. Dazu passt der Albumtitel: Makrokosmos, Mikrokosmos. Das große Ganze, das winzige Detail, alles eins, alles: kosmisch.

Und was soll ich sagen? So, wie das Cover aussieht, so wie der Name des Albums andeutet, so klingt „Macrocosm Microcosm“ auch.

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Review: Jacco Gardner

jacco hypnoJacco Gardner – „Hypnophobia“

Und wieder das Problemchen mit dem Prinzip Retro: Kann es überhaupt jemals originell sein, den Stil einer vergangenen Ära zu imitieren? Was für den einen eine liebevolle Hommage ist, ist für den anderen ein ideenloser Abklatsch – und wer entscheidet, wer Recht hat?

Zum Glück gibt es da eine Instanz: Die bist Du, die bin ich, die ist immer der individuelle Hörer selbst, der seinen Geschmack entscheiden lassen darf: Gefällt mir das – oder gefällt mir das nicht?

Jacco Gardner bewegt sich auf dünnem Eis. Wer sich so explizit einem Teilgenre der Musikhistorie widmet wie der junge Holländer – in seinem Falle ist das barocker Sixties-Psychedelia-Pop – der kann auch als Abziehbild rüberkommen. Wie ein Ensemblemitglied eines Austin Powers-Films, der sich mit Klamotten aus der Kiste von Omas Speicher verkleidet hat und der sich jetzt amüsiert, wie putzig die Sechziger Jahre doch waren. Okay, ein solcher Umgang mit den Sixties könnte ja sogar Spaß machen und man kann da mitspielen – ich verlange ja kein bierernstes Klammern an Authentizität (auch das ist nur einschränkend). Aber was ich verlange, das sind gute Sounds und gute Songs, hinter denen mehr steckt als nur eine Psychedelia-Maskerade. Review: Jacco Gardner weiterlesen