Schlagwort-Archive: Sturgill Simpson

Vorfreude! Nägelkau!

Stell dir vor, alle deine Fans sagen „Bitte mach wieder ein klassisches Country-Album!“

Wenn du Sturgill Simpson bist, dann antwortest du: „Hier, meine neue Platte – übrigens ein Psychedelic-Rock-Doppelalbum mit Captain Future-Sounds und mit verdammtem komplettem Netflix-Anime!!

Um 18:00 teil Sturge heute die erste Single aus „Sound & Fury“. Sie heisst „Sing Along“. Ich bin dermaßen STOKED. Ich kann’s nicht erwarten!

Ich bette das Video hier schon mal ein, obwohl es die erste Zeit auf dem Blog nicht funktionieren wird und ihr direkt auf Sturgills Youtube weiter klicken müsst. Aber da MUSS JETZT SEIN.

UPDATE: Oooookay. Das war doch sehr ordentlich. Der Song selbst ein ziemlicher Straightforward-Rocksong. Dass Sturgill sich diesbezüglich gerne an traditionelle Gerüste hält, wissen wir ja seit „High Top Mountain“. Die spacigen Synths und die knallige Animation sind jedenfalls definitiv fett. Dass die erste Single ein satter Rocker sein würde, war vorauszusehen, fürs gesamte Album erwarte ich mir auch Spleenigeres. Na, ich bin nicht unzufrieden. Was angesichts meiner enormen Vorfreude ein gutes Resultat ist. Die Latte lag enorm hoch, will ich sagen.

Childers Area

Okay. Wir wissen, alternative Country-Senkrechtstarter Tyler Childers hat jetzt einen Vertrag bei des Sony unterzeichnet und man hofft dort, dass das kommende Album ihn in den USA so richtig nach oben katapultiert.

Die aktuelle Single „All Your’n“ könnte genau der richtige Song dafür sein, denn es ist eine wirklich rührende Ballade, gerichtet von Tyler an seine frisch angeheiratete Herzensdame Senora May. Allerdings: schon haben sich Fans beschwert, die sagen, Tylers Liveversion des Songs sei viel bewegender als die vielleicht etwas bombastisch geratene Studio-Produktion (bei der übrigens Sturgill Simpson wieder sein Händchen im Spiel hatte).

Na anyway. Eigentlich will ich ja über das Video zu dem Song reden. Auch da wird nämlich ran geklotzt. So sieht ein Video aus, mit dem ein Majorlabel einen Künstler „breaken“ will!

Arty! Und lustig – ich meine, da wird gleich erst mal ein Schmetterling geraucht! So ein Video merkt man sich. Auch ein bisschen Trickserei gibt’s: Tyler spielt im Video zwar nicht die Hauptfigur, aber alle Figuren in der Bar-Szene sind verkleidete Tylers. (Klickt das Video, ihr seht, was ich meine.)

HIER noch mal mein Tyler Childers Interview zur letzten Platte.

Heavy Mental Sturgill

Fucken hell, jetzt wird’s mental!

Sturgill Simpson. My man. Was geht? WAS GEHT?

Einige Fans wollten, dass er wieder ’ne traditionelle Country-Platte macht. Weil  „Sailor’s Guide To Earth“ ihnen zu breit aufgefächert war und Sturgill doch ihr Leitstern einer neuen Country-Generation sein sollte.

Es sah ja auch so aus, als sei das wieder sein nächster Schritt. Sein Titelsong zum Jim Jarmusch-Film „The Dead Don’t Die“ ist supercountry, zuletzt trat er auch in old time String Band-Besetzung in der Grand Ole Opry auf.

Andere Fans (ich zähle mich dazu) sagten: Lasst den Mann mal machen. Pfercht ihn nicht im Country ein – der kann so viel und alles, was er macht, wird interessant sein. „Sugardaddy“ zum Beispiel, sein Titelsong zum HBO-Misserfolg „Vinyl“, das war ein Seventies-Rockbrett, wie es Classic Rock Bands auch nicht satter hinkriegen. Sturgill nahm eine TV-Rolle in der Serie „One Dollar“ an und machte offenbar ein gute Figur – und auch Comedy hat er drauf, das zeigte er  in seinem Waffle House-Skit mit Stephen Colbert. (Teil 1 / Teil 2)

Aber hey. Ich meine, mit viel hab ich gerechnet, was Sturge als nächstes machen könne. Aber nicht mit einem Anime für Netflix. Mit einem Anime. Für Netflix. Was. Geht? Sturgill?? Fucken Hell, I’m in! I can’t fucken wait!

Hör. Mir. Auf. Es ist kein erster April. Es ist real.

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Lone-Zom Cowboys

Oha. Unsere Lieblings-Alternative-Country-Sänger werden von Hollywood entdeckt. Erst sang Chris Stapleton ein Lied für den Soundtrack von „Toy Story 4“, jetzt wird Sturgill Simpson im kommenden Jim Jarmusch-Zombie-Film „The Dead Don’t Die“ nicht nur genamedroppt, er hat auch den Titelsong eingespielt.

Und weil Sturgill ein contrary bugger ist, (bzw. ein countryry bugger?), macht er natürlich das Gegenteil dessen, was er zuletzt verlautbart hat. Nach „Sailor’s Guide To Earth“ sagte er noch, er werde dem Country wohl den Rücken zukehren. „The Dead Don’t Die“ klingt aber – eh klar – so krass nach traditioneller Country-Schnulze, dass alle Kojoten des wilden Westens zur Steelguitar mitjaulen.  Okay, der Text geht über Zombies, das ist dann doch eher un-traditionell.

Just Say Noe

Wer famose Alternative-Country-Songwriter sucht, der wird zur Zeit in Kentucky fündig. Sturgill Simpson und Tyler Childers haben’s vorgemacht, Ian Noe macht’s dennoch nicht nach, er macht’s anders. Der junge Singer/Songwriter aus Beattyville geht mehr in die Americana/Neil Young/Dylan-Richtung, Ein sehr schönes erstes Album namens „Between the Country“ hat er am Freitag veröffentlicht und dieses Video zum Titelsong ist auch erst wenige Tage alt.

Grösster gemeinsamer Tyler

Oha. Spannende News aus dem Hause Tyler Childers. Nicht nur hat einer unserer Lieblings-Alternative-Country-Könige mit „House On Fire“ ein brandneues Video geteilt: Mir fällt natürlich gleich auf, dass am Schluss das Logo „RCA / Sony“ eingeblendet wird.

Das bedeutet, der bereits rasante Aufstieg des Songwriters aus Kentucky wird sich noch mal beschleunigen. Sein letzte Platte „Purgatory“ ist in den USA langsam aber sicher zum Dauerbrenner geworden, kam abr noch auf Tylers eigenem Label in der Kombi mit Thirty Tigers heraus.

Dass jetzt die Sony mit im Boot sitzt, bedeutet einen ganz anderen Level an PR-Power – was man schon an diesem Video-Launch erkennt. Ich schätze die Macher auch so ein, dass sie Tyler jetzt nicht in den Mainstream drängen. Man wird ja wohl auch beim Major schlau genug sein, um an der Erfolgsformel von „Purgatory“ nicht rum zu doktern, sondern dieses Potential mitzunehmen.

Mehr zu Tyler Childers? HIER mein Interview zum letzten Album. Sensationeller Typ.

Meine Alben 2018, Pt.4: 15-11

So, wir kommen der Sache näher. Wir kommen zu Teil 4 des Countdowns der meiner Meinung nach besten Alben des Jahres 2018. Wir sind in den Top 15 angekommen und zählen nun runter bis Platz 11.

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Baby It’s Colter Outside

Wenn man das Wort „Country“ hört, dann denkt man an Tennessee, an Texas und Kentucky – aber nicht unbedingt an Saskatchewan. Mit dem 23jährigen Colter Wall stammt allerdings einer der rasantesten Aufsteiger des traditionellen Country (hier auf meinem Blog poste ich natürlich keinen auf Charts gebügeltem Pop-Country von der Stange, sondern nur das urwüchsige Rohmaterial) aus dem kanadischen Bundesstaat. Sein kommendes zweites Album „Songs Of The Plains“ widmet Colter ganz seiner Heimat, den endlosen Ebenen der kanadischen Prärie. Die Platte erscheint am 12.10., also sollte man denken, seine Coverversion des alten Cowboy-Songs „Bury Me Not on the Lone Prairie“ sei bestimmt auf der Neuen zu finden. Falsch gedacht! Obwohl Colter das Video zwei Wochen vor VÖ einer neuen Platte online stellt, ist der Song darauf nicht vertreten. Nun gut, einen Eindruck, was einen erwartet, gibt dieser Clip trotzdem.

Interview: Tyler Childers

Wir schreiben gerade mal das erste Wochenende von 2018 und das erste Mega-Album des Jahres ist bereits erschienen. Okay, in den Staaten steht „Purgatory“ von Tyler Childers schon seit August in den Läden. Sonderbar eigentlich, dass es in Zeiten des Internet immer noch verschiedene Release-Dates gibt. Aber egal – Hauptsache, das Ding ist seit Freitag auch in Deutschland erhältlich.

Denn „Purgatory“ ist in den USA die Sensation der Saison in Sachen Alternative Country schlechthin. Sturgill Simpson himself hat Hand angelegt, ebenso Johhny Cash-Producer David Ferguson. Aber diese Namen sollen nicht das Licht von dem Mann in den Schatten stellen, der diese Songs schrieb und singt: Tyler Childers, 26-jähriger Rotschopf aus Kentucky. Ein freundlicher, nachdenklicher Typ. Und falls sich jemand auf diesen Blog verirrt hat, der immer noch glaubt, Country-Sänger seien geistig Schmalspur fahrende Provinz-Dödel, dann lege ich demjenigen das folgende Interview umso mehr ans Herz.

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What Did You Expect From 2018, Pt.3

Heute: Der dritte und letzte Teil meiner Liste „Ausgesuchte kommende Alben 2018“.  Es geht um meine persönliche Vorschau auf das anstehende Indie- Jahr. Um Platten, auf die ich gespannt warte. Alben, die entweder schon feststehen, die sicher erwartet werden oder auf die man zumindest spekulieren darf.

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