Schlagwort-Archive: Sturgill Simpson

We Kür A Lot – Part 3

 

So. Jetzt aber. Ich habe mich lange um andere Dinge gekümmert, aber in Zeiten der Corona-Isolation habe ich keine Ausrede mehr. Der Ein-Kasten-Augustiner-Preis-Gewinner für 2019 will offiziell bekannt gegeben werden!
Worum geht’s? Wir haben ein Lied zum Song des Jahres gekürt, auf unsere bekannt beknackte Weise. Dies ist der zweite Teil zum diesjährigen Votum. Vielleicht wollt ihr erst mal Teil Eins lesen?

Oder ihr taucht direkt ein in Runde zwei… We Kür A Lot – Part 3 weiterlesen

We Kür A Lot – Pt. 2

Ein Mal im Jahr erlauben wir uns den Quatsch: Wir vergeben auf diesem Blog den unwichtigsten Music Award der Welt! Es ist unser 1-Kasten-Augustiner-Preis für den Song des Jahres!

Es geht so: Eine Band bzw Sängerin/Sänger soll von uns für den einen Kasten Münchner Bier kriegen. Wer aber gewinnen will, der muss sich in einem so komplizierten wie albernen Verfahren durchsetzen. Neulich war’s mal wieder so weit, da trafen wir uns zur Kür des Siegers. 

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Kleine Kollektion 2020/1

Kleine Kollektion: Drei neue Videos sind mir heute aufgefallen.

Zuerst mal: Declan McKenna meldet sich zurück. Vor drei, vier Jahren als Teenage Indie Wonderkid gefeiert, dann irgendwie abgetaucht. Wie klingt der Junge mit Anfang 20? So:

Zweitens: Nicht ganz neu, aber endlich auf youtube: Sturgill Simpson, für dessen Konzert ich neulich extra den Weg nach Berlin auf mich nahm, hat einen zweiten Clip aus seinem letztjährigen Album/Netflix-Movie „Sound & Fury“ verfügbar gemacht. Schon WOW, das Ganze.

Zuletzt Hazel English. Die Australierin, die in San Francisco lebt, hat eine neue feine Single zwischen Indie-Janglepop und Retro-Sixties geteilt: „Off My Mind“. Nice.

Vorfreude! Nägelkau!

Stell dir vor, alle deine Fans sagen „Bitte mach wieder ein klassisches Country-Album!“

Wenn du Sturgill Simpson bist, dann antwortest du: „Hier, meine neue Platte – übrigens ein Psychedelic-Rock-Doppelalbum mit Captain Future-Sounds und mit verdammtem komplettem Netflix-Anime!!

Um 18:00 teil Sturge heute die erste Single aus „Sound & Fury“. Sie heisst „Sing Along“. Ich bin dermaßen STOKED. Ich kann’s nicht erwarten!

Ich bette das Video hier schon mal ein, obwohl es die erste Zeit auf dem Blog nicht funktionieren wird und ihr direkt auf Sturgills Youtube weiter klicken müsst. Aber da MUSS JETZT SEIN.

UPDATE: Oooookay. Das war doch sehr ordentlich. Der Song selbst ein ziemlicher Straightforward-Rocksong. Dass Sturgill sich diesbezüglich gerne an traditionelle Gerüste hält, wissen wir ja seit „High Top Mountain“. Die spacigen Synths und die knallige Animation sind jedenfalls definitiv fett. Dass die erste Single ein satter Rocker sein würde, war vorauszusehen, fürs gesamte Album erwarte ich mir auch Spleenigeres. Na, ich bin nicht unzufrieden. Was angesichts meiner enormen Vorfreude ein gutes Resultat ist. Die Latte lag enorm hoch, will ich sagen.

Childers Area

Okay. Wir wissen, alternative Country-Senkrechtstarter Tyler Childers hat jetzt einen Vertrag bei des Sony unterzeichnet und man hofft dort, dass das kommende Album ihn in den USA so richtig nach oben katapultiert.

Die aktuelle Single „All Your’n“ könnte genau der richtige Song dafür sein, denn es ist eine wirklich rührende Ballade, gerichtet von Tyler an seine frisch angeheiratete Herzensdame Senora May. Allerdings: schon haben sich Fans beschwert, die sagen, Tylers Liveversion des Songs sei viel bewegender als die vielleicht etwas bombastisch geratene Studio-Produktion (bei der übrigens Sturgill Simpson wieder sein Händchen im Spiel hatte).

Na anyway. Eigentlich will ich ja über das Video zu dem Song reden. Auch da wird nämlich ran geklotzt. So sieht ein Video aus, mit dem ein Majorlabel einen Künstler „breaken“ will!

Arty! Und lustig – ich meine, da wird gleich erst mal ein Schmetterling geraucht! So ein Video merkt man sich. Auch ein bisschen Trickserei gibt’s: Tyler spielt im Video zwar nicht die Hauptfigur, aber alle Figuren in der Bar-Szene sind verkleidete Tylers. (Klickt das Video, ihr seht, was ich meine.)

HIER noch mal mein Tyler Childers Interview zur letzten Platte.

Heavy Mental Sturgill

Fucken hell, jetzt wird’s mental!

Sturgill Simpson. My man. Was geht? WAS GEHT?

Einige Fans wollten, dass er wieder ’ne traditionelle Country-Platte macht. Weil  „Sailor’s Guide To Earth“ ihnen zu breit aufgefächert war und Sturgill doch ihr Leitstern einer neuen Country-Generation sein sollte.

Es sah ja auch so aus, als sei das wieder sein nächster Schritt. Sein Titelsong zum Jim Jarmusch-Film „The Dead Don’t Die“ ist supercountry, zuletzt trat er auch in old time String Band-Besetzung in der Grand Ole Opry auf.

Andere Fans (ich zähle mich dazu) sagten: Lasst den Mann mal machen. Pfercht ihn nicht im Country ein – der kann so viel und alles, was er macht, wird interessant sein. „Sugardaddy“ zum Beispiel, sein Titelsong zum HBO-Misserfolg „Vinyl“, das war ein Seventies-Rockbrett, wie es Classic Rock Bands auch nicht satter hinkriegen. Sturgill nahm eine TV-Rolle in der Serie „One Dollar“ an und machte offenbar ein gute Figur – und auch Comedy hat er drauf, das zeigte er  in seinem Waffle House-Skit mit Stephen Colbert. (Teil 1 / Teil 2)

Aber hey. Ich meine, mit viel hab ich gerechnet, was Sturge als nächstes machen könne. Aber nicht mit einem Anime für Netflix. Mit einem Anime. Für Netflix. Was. Geht? Sturgill?? Fucken Hell, I’m in! I can’t fucken wait!

Hör. Mir. Auf. Es ist kein erster April. Es ist real.

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Lone-Zom Cowboys

Oha. Unsere Lieblings-Alternative-Country-Sänger werden von Hollywood entdeckt. Erst sang Chris Stapleton ein Lied für den Soundtrack von „Toy Story 4“, jetzt wird Sturgill Simpson im kommenden Jim Jarmusch-Zombie-Film „The Dead Don’t Die“ nicht nur genamedroppt, er hat auch den Titelsong eingespielt.

Und weil Sturgill ein contrary bugger ist, (bzw. ein countryry bugger?), macht er natürlich das Gegenteil dessen, was er zuletzt verlautbart hat. Nach „Sailor’s Guide To Earth“ sagte er noch, er werde dem Country wohl den Rücken zukehren. „The Dead Don’t Die“ klingt aber – eh klar – so krass nach traditioneller Country-Schnulze, dass alle Kojoten des wilden Westens zur Steelguitar mitjaulen.  Okay, der Text geht über Zombies, das ist dann doch eher un-traditionell.

Just Say Noe

Wer famose Alternative-Country-Songwriter sucht, der wird zur Zeit in Kentucky fündig. Sturgill Simpson und Tyler Childers haben’s vorgemacht, Ian Noe macht’s dennoch nicht nach, er macht’s anders. Der junge Singer/Songwriter aus Beattyville geht mehr in die Americana/Neil Young/Dylan-Richtung, Ein sehr schönes erstes Album namens „Between the Country“ hat er am Freitag veröffentlicht und dieses Video zum Titelsong ist auch erst wenige Tage alt.

Grösster gemeinsamer Tyler

Oha. Spannende News aus dem Hause Tyler Childers. Nicht nur hat einer unserer Lieblings-Alternative-Country-Könige mit „House On Fire“ ein brandneues Video geteilt: Mir fällt natürlich gleich auf, dass am Schluss das Logo „RCA / Sony“ eingeblendet wird.

Das bedeutet, der bereits rasante Aufstieg des Songwriters aus Kentucky wird sich noch mal beschleunigen. Sein letzte Platte „Purgatory“ ist in den USA langsam aber sicher zum Dauerbrenner geworden, kam abr noch auf Tylers eigenem Label in der Kombi mit Thirty Tigers heraus.

Dass jetzt die Sony mit im Boot sitzt, bedeutet einen ganz anderen Level an PR-Power – was man schon an diesem Video-Launch erkennt. Ich schätze die Macher auch so ein, dass sie Tyler jetzt nicht in den Mainstream drängen. Man wird ja wohl auch beim Major schlau genug sein, um an der Erfolgsformel von „Purgatory“ nicht rum zu doktern, sondern dieses Potential mitzunehmen.

Mehr zu Tyler Childers? HIER mein Interview zum letzten Album. Sensationeller Typ.