Schlagwort-Archive: Sturgill Simpson

Lone-Zom Cowboys

Oha. Unsere Lieblings-Alternative-Country-Sänger werden von Hollywood entdeckt. Erst sang Chris Stapleton ein Lied für den Soundtrack von „Toy Story 4“, jetzt wird Sturgill Simpson im kommenden Jim Jarmusch-Zombie-Film „The Dead Don’t Die“ nicht nur genamedroppt, er hat auch den Titelsong eingespielt.

Und weil Sturgill ein contrary bugger ist, (bzw. ein countryry bugger?), macht er natürlich das Gegenteil dessen, was er zuletzt verlautbart hat. Nach „Sailor’s Guide To Earth“ sagte er noch, er werde dem Country wohl den Rücken zukehren. „The Dead Don’t Die“ klingt aber – eh klar – so krass nach traditioneller Country-Schnulze, dass alle Kojoten des wilden Westens zur Steelguitar mitjaulen.  Okay, der Text geht über Zombies, das ist dann doch eher un-traditionell.

Just Say Noe

Wer famose Alternative-Country-Songwriter sucht, der wird zur Zeit in Kentucky fündig. Sturgill Simpson und Tyler Childers haben’s vorgemacht, Ian Noe macht’s dennoch nicht nach, er macht’s anders. Der junge Singer/Songwriter aus Beattyville geht mehr in die Americana/Neil Young/Dylan-Richtung, Ein sehr schönes erstes Album namens „Between the Country“ hat er am Freitag veröffentlicht und dieses Video zum Titelsong ist auch erst wenige Tage alt.

Grösster gemeinsamer Tyler

Oha. Spannende News aus dem Hause Tyler Childers. Nicht nur hat einer unserer Lieblings-Alternative-Country-Könige mit „House On Fire“ ein brandneues Video geteilt: Mir fällt natürlich gleich auf, dass am Schluss das Logo „RCA / Sony“ eingeblendet wird.

Das bedeutet, der bereits rasante Aufstieg des Songwriters aus Kentucky wird sich noch mal beschleunigen. Sein letzte Platte „Purgatory“ ist in den USA langsam aber sicher zum Dauerbrenner geworden, kam abr noch auf Tylers eigenem Label in der Kombi mit Thirty Tigers heraus.

Dass jetzt die Sony mit im Boot sitzt, bedeutet einen ganz anderen Level an PR-Power – was man schon an diesem Video-Launch erkennt. Ich schätze die Macher auch so ein, dass sie Tyler jetzt nicht in den Mainstream drängen. Man wird ja wohl auch beim Major schlau genug sein, um an der Erfolgsformel von „Purgatory“ nicht rum zu doktern, sondern dieses Potential mitzunehmen.

Mehr zu Tyler Childers? HIER mein Interview zum letzten Album. Sensationeller Typ.

Meine Alben 2018, Pt.4: 15-11

So, wir kommen der Sache näher. Wir kommen zu Teil 4 des Countdowns der meiner Meinung nach besten Alben des Jahres 2018. Wir sind in den Top 15 angekommen und zählen nun runter bis Platz 11.

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Baby It’s Colter Outside

Wenn man das Wort „Country“ hört, dann denkt man an Tennessee, an Texas und Kentucky – aber nicht unbedingt an Saskatchewan. Mit dem 23jährigen Colter Wall stammt allerdings einer der rasantesten Aufsteiger des traditionellen Country (hier auf meinem Blog poste ich natürlich keinen auf Charts gebügeltem Pop-Country von der Stange, sondern nur das urwüchsige Rohmaterial) aus dem kanadischen Bundesstaat. Sein kommendes zweites Album „Songs Of The Plains“ widmet Colter ganz seiner Heimat, den endlosen Ebenen der kanadischen Prärie. Die Platte erscheint am 12.10., also sollte man denken, seine Coverversion des alten Cowboy-Songs „Bury Me Not on the Lone Prairie“ sei bestimmt auf der Neuen zu finden. Falsch gedacht! Obwohl Colter das Video zwei Wochen vor VÖ einer neuen Platte online stellt, ist der Song darauf nicht vertreten. Nun gut, einen Eindruck, was einen erwartet, gibt dieser Clip trotzdem.

Interview: Tyler Childers

Wir schreiben gerade mal das erste Wochenende von 2018 und das erste Mega-Album des Jahres ist bereits erschienen. Okay, in den Staaten steht „Purgatory“ von Tyler Childers schon seit August in den Läden. Sonderbar eigentlich, dass es in Zeiten des Internet immer noch verschiedene Release-Dates gibt. Aber egal – Hauptsache, das Ding ist seit Freitag auch in Deutschland erhältlich.

Denn „Purgatory“ ist in den USA die Sensation der Saison in Sachen Alternative Country schlechthin. Sturgill Simpson himself hat Hand angelegt, ebenso Johhny Cash-Producer David Ferguson. Aber diese Namen sollen nicht das Licht von dem Mann in den Schatten stellen, der diese Songs schrieb und singt: Tyler Childers, 26-jähriger Rotschopf aus Kentucky. Ein freundlicher, nachdenklicher Typ. Und falls sich jemand auf diesen Blog verirrt hat, der immer noch glaubt, Country-Sänger seien geistig Schmalspur fahrende Provinz-Dödel, dann lege ich demjenigen das folgende Interview umso mehr ans Herz.

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What Did You Expect From 2018, Pt.3

Heute: Der dritte und letzte Teil meiner Liste „Ausgesuchte kommende Alben 2018“.  Es geht um meine persönliche Vorschau auf das anstehende Indie- Jahr. Um Platten, auf die ich gespannt warte. Alben, die entweder schon feststehen, die sicher erwartet werden oder auf die man zumindest spekulieren darf.

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Interview: Jake Bugg

Es gibt Musiker, die sind echte Labertaschen. Die muss man nur anstupsen und sie erzählen und erzählen, kommen vom Hundersten ins Tausendste. Aber es gibt auch Musiker, die bleiben verschlossen. Jake Bugg gehört eher in die zweite Kategorie. Nicht, dass er überhaupt nichts sagt im Interview – aber er hält sich halt doch immer ein bisschen bedeckt. Trotzdem: Als Interviews für sein heute (01.09.) erscheinendes viertes Album „Hearts That Strain“ anstanden, habe ich mich natürlich um eins bemüht. Die Platte ist nämlich wirklich gelungen. Alles Weitere dazu in unserem Gespräch:

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The Bugg Starts Here

Auf Jake Buggs letztem Album „On My One“ war die große Story, dass er quasi alles im Alleingang gemacht hatte, selbst produziert im eigenen Studio usw.

Kaum ein Jahr danach meldet sich Jake schon wieder zurück: Bereits am 01.09. kommt das neue Album „Hearts That Strain“, diesmal wieder mit Promi-Partnern. In Nashville aufgenommen u.a. mit Dan Auerbach, Dan Anderson (der Sturgill Simpsons „A Sailor’s Guide To Earth“ betreute) und den Memphis Boys = der ehemaligen Backing Band von Elvis, mit der er u.a. „In The Ghetto“ und „Suspicious Minds“ aufnahm.

Vorab gibt’s die Single „How Soon The Dawn“.

Our future is the Childers

Meine Schwäche für alt.Country ist bekannt – eine sensationelle Platte des Genres 2017 erscheint am 4.8. und kommt von Tyler Childers aus Kentucky. Der Singer/Songwriter ist in seinem Heimatstaat schon lange als Geheimtipp unterwegs – 2011 veröffentlichte er sein erstes Album, damals 19. Seitdem wartet man darauf, dass er durchstartet – und Holla, wird der Rotschopf mit seinem zweiten Album „Purgatory“ durchstarten! Als Produzenten konnte er niemand geringeren als David Anderson (der schon mit Johnny Cash himself arbeitete) und Sturgill Simpson (STURGILL SIMPSON!!!) gewinnen. Jetzt gibt’s auch ein Video, und zwar zum Song „Whitehouse Road“.

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