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You Were Never Stu Much

Ich bin ein Popkid, deswegen war „Fishing For Fishies“ die richtige King Gizzard & The Lizard Wizard-Platte für mich.

Das nächste Album, das schon wieder auf dem Fuß folgt, aber wird ein Thrash Metal Noise-Krachwerk. Das ist nach „Planet B“ und der neuen Single „Self-Immolate“ klar.

Also, Respekt an die Band, dass sie so reinfetzen kann. Respekt dafür, dass Stu Mackenzie und seine Boys auch im Hispeed-Aggro-Modus unverkennbar King Gizzard bleiben – ich meine, was ist das wieder für ein irrer 15/16-Takt? Respekt für ihr Engagement für die Umwelt, denn darum geht’s in Song und Video inhaltlich – Mutter Erde rächt sich an der Menschheit, die alles und sich selbst zerstört.

Aber da ich Popkid bin, bleibt’s beim Respekt. Lieben kann ich’s nicht, dafür höre ich Metal zu ungern. Das ist einfach nicht mein Sound. Nicht mal wenn Stu das Zepter führt.

Review: King Gizzard and the Lizard Wizard

King Gizzard & The Lizard Wizard – „Fishing For Fishies“

Tja, da sieht man mal wieder, mit was für unterschiedlichen Maßstäben man an Alben ran gehen kann. Pitchfork hat dem neuen Album der produktiven australischen Freaktruppe King Gizzard & The Lizard Wizard gerade mal 4,8 Punkte gegeben und behauptet, die Platte wäre uninspiriert und streckenweise „downright boring“.

Tja, ich seh’s natürlich mal wieder komplett anders.

Erst mal: King Gizzard. Herrlich. Stu Mackenzie und seine Band drehen fröhlich ihr Ding, geben keinen australischen Cent auf das, was die Konventionen der Musikindustrie sagen. Trotzdem haben sie eine Nische zum Erblühen gebracht, die niemand auf dem Zettel hatte.

Dies ist schon ihr 14tes Album seit 2012, alleine 2017 lieferte das Team fünf (!) auf verschiedene Arten faszinierende Longplayer ab: „Flying Microtonal Banana“, gespielt auf experimentellen Tonleitern voller Zwischentönen. „Murder In The Universe“, die dreiteilige Psycho-Rock-Oper. „Sketches Of Brunswick East“, die Akustikjazz-Schlafliedplatte. „Polygondwanaland“, vertrackt und polyrhythmisch. „Gumboot Soup“, das Sammelsurium der Überbleibsel, trotzdem viel besser, als eine Resteplatte sein dürfte.

Okay, wenn man’s so sieht, ist die fröhlich wackelnde und schiebende Boogie-LP „Fishing For Fishies“ tatsächlich ein bisschen konventionell geraten.

Andererseits: Im realen Universum ist dies immer noch sonderlicher und schräger als alles, was normale Bands so anbieten. Review: King Gizzard and the Lizard Wizard weiterlesen

Stu it Again

Oha. King Gizzard & The Lizard WIzard haben uns zuletzt doch immer zum Lachen gebracht? Das Video zum neuen Song „Planet B“ schlägt eine entschieden düstere Richtung ein – und auch die eindringliche Umweltaktivisten-Botschaft des Songs ist nichts zum Kichern. „There Is No Planet B“ schimpfen Stu und Co. Wir haben keine Erde 2, auf die wir mal eben umsiedeln können, wenn wir unser Klima endgültig aufgeheizt haben.

„Planet B“ findet sich NICHT auf dem für den 26.04. angekündigten neuen Album „Fishing For Fishies“. Das bleibt entschieden freundlicher. Na wo wird der Song denn dann wohl drauf sein? Werden uns die produktiven Australier auch dieses Jahr wieder mit gleich mehreren Alben überhäufen?

King Fishers Krönung

Was geht denn bitte jetzt wieder mit King Gizzard & The Lizard Wizard ab? Als vor ein paar Wochen „Cyboogie“ erschien, da dachte ich, dies würde ein Moog-Progpop-Album einläuten.

Statt dessen erscheint jetzt „Fishing For Fishies“ und ist eine herrlich fröhlich-bescheuerte Akustik-Blubber-Hula-Nummer.

Fucken hell. Ich meine, wir WISSEN doch längst, dass wir bei King Gizzard mit dem Unerwarteten und Verspulten rechnen müssen! Aber Stu & Co überraschen uns TROTZDEM jedes Mal wieder!!

Ich bin hingerissen.

Gizz Me Gizz Me Gizz Me

Ich glaub‘ ja, das wird super heute Abend. King Gizzard & The Lizard Wizard spielen in München. Leider geben die Herren keine Interviews, also verzichten sie auch auf ihren Kasten Augustiner. Buh! Mein Plan war ja, Stu Mackenzie fürs piranha zu treffen und den Termin für die Übergabe des Biers zu hijacken.

Wie auch immer. Pünktlich haben die Herren einen fünf Tage alten Liveclip geteilt. Na, das wird schon geil. Auch ohne Preisverleihung. Ich bin schon ganz gizzy, lizzy und wizzy!

Meine Alben 2017, Pt.5 (10-6)

So, langsam kommen wir der Sache näher. Dies ist der fünfte und vorletzte Teil meiner Serie, in der ich meine persönlichen Lieblingsalben des Jahres 2017 runter zähle und zu allen noch mal kurz etwas dazu sage.

Meine Alben 2017, Pt.5 (10-6) weiterlesen

Buzz for the Gizz

Nicht weniger als 5 (!) Alben haben King Gizzard & The Lizard Wizard für dieses Jahr angekündigt.  Zwei davon sind bisher erscheinen („Flying Microtonal Banana“ und „Murder of the Universe“) und Nummer drei wirft seine Schatten voraus: Mit „Invisible Face“ haben die freaky Psycheliacs aus Melbourne ein neues Video geteilt.

Zu einem der fünf Alben will ihr Label PIAS meinen Informationen nach noch so richtig Vollgas geben. Eines dieser Alben wird demnach das  vergleichsweise poppigste/zugänglichste Werk von Stu Mackenzie und seiner Combo werden, so dass der Buzz, der um die schräge Band bereits herrscht, eine breitere Masse erreichen soll. Bin gespannt, ob das klappt. „Invisible Face“ wäre ja schon mal ein regelrechter Ohrwurm, den man beinah auf dem Indie-Dancefloor anbringen könnte – wenn da nicht die Tatsache wäre, dass die Hälfte des Songs (ab ca 1:00 bis 2:30) lieblich ohne Schlagzeug vor sich hin plätschert, so dass sich die Tanzfläche garantiert leeren würde.

Review: King Gizzard And The Lizard Wizard

King Gizzard And The Lizard Wizard – „Flying Microtonal Banana“

Es gibt Bands, die sind in der Vorstellung besser, als sie es in Wirklichkeit je sein können. Das Musterbeispiel dafür sind The Hives. Sind die schon mal an euch vorbei gelaufen? Bei einem Festival zum Beispiel kann das ja schon mal vorkommen. Da stolzieren sie dann, alle fünf in ihren identischen Anzügen, smarte Haare, Pelle mit seinem irren Blick, der Dicke, der Typ mit seinem Schnauzer. Das ist echt ein Hingucker. Da bliebt man stehen und gafft und muss an sich halten, um nicht wie ein Teenie zu kreischen. So ein fantastisches Bild geben die Hives ab! Ihr Liveset auf der Festivalbühne ist normalerweise dann auch eine echte Radauwucht.
Aber dann hört man ihre jeweilige neue Platte (die immer auf einem neuen Label erscheint, weil das letzte krass enttäuscht von den Verkäufen war, die nicht annähernd die Erwartungen erfüllten) und fragt sich: Wieso ist von all dem Hurra im Studio nichts übrig geblieben? Aber die Idee „Hives“ ist viel besser als ihre tatsächlichen Songs, so ist es leider.

Ihr ahnt schon, was das mit Melbournes King Gizzard And The Lizard Wizard zu tun hat. Oh Mann, ich würde mir SO wünschen, dass ich sagen könnte, dies sei meine Lieblingsband! So viel an den kirren Australiern bringt mich dazu, begeistert zu johlen: Review: King Gizzard And The Lizard Wizard weiterlesen