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Friday shivers

Ich bin mir immer nicht so sicher, ob sich Bluegrass-Bands einen Gefallen tun, wenn sie bekanntes Material aus einem anderen Genre covern. Wenn Bluegrass immer nur als „Haha, hör die die Nummer mal mit Hispeed-Fiddle und Banjo an!“-Viral Video eingesetzt wird, wird diese Musik dadurch nicht irgendwie entwertet? Dass es Bands gibt wie Hayseed Dixie oder Steve’n’Seagulls, die nichts anderes als „lustige“ Covers spielen, aber bekannter sind als die meisten originalen Bands des Bluegrass, finde ich als jemand, der diese Musik wirklich mag, echt ein bisschen blöd.

Die Whiskey Shivers aus Austin wären so eine Band, die viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätte, auch wenn sie ihren Sound selbst „Trashgrass“ nennen, weil sie viele Elemente von außerhalb in die Musik einführen. Sie haben schon mehrere prima Alben mit eigenem Material veröffentlicht, zuletzt im Herbst das selbstbenannte „Whiskey Shivers“. Statt ihrer sind jedoch Hayseed Dixie diejenigen, die sogar durch Deutschland touren können.

Aber auch die Whiskey Shivers sind gegen Coverversionen nicht gefeit. Und wenn sie schon einen Indiepop-Klassiker wie The Cures „Friday I’m In Love“ mit Banjo und Fiddle umsetzen, frisch gepostet auf dem Kanal von „Bluegrasscrountry“ des Washingtoner US-Studentensenders WAMU, dann muss ich das auf diesem Indiepopblog auch posten, oder?

Nach dem Break ein paar Originale der Whiskey Shivers. Friday shivers weiterlesen