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Review: Ride

Ride – „Tomorrow’s Shore“ EP

Ride.
Play.
Fall.
Today Forever.
Twisterella.

Das, was Ride in ihren Anfangsjahren prägte, waren nicht nur ihre zwei Longplayer „Nowhere“ und „Going Blank Again“. Wer richtig Fan war, der sammelte auch ihre EPs. In ihren ersten Jahren kam das Quartett aus Oxford alle paar Monate mit vier Songs um die Ecke, deren Qualität sich hinter den Albumtracks nicht verstecken musste. Im Gegenteil – einige ihrer besten Songs überhaupt platzierten Ride hier. Für uns Anhänger war das wichtig. Ich weiss z.B. noch, als ich Tobi aus Würzburg kennenlernte, da fanden wir den Draht zueinander, indem wir uns Sachen sagten wie „Und DRIVE BLIND!!!“ „Und HOWARD HUGHES!!“. „SENNEN!“. „Ohh, ja, Sennen! Aber UNFAMILIAR ja auch!“ „Total! FURTHEST SENSE!!!“ „Wahnsinn!“

Also, was ich sagen will: Für jemanden, der die Ride-Reunion bejubelte, hat dies einen nostalgischen Wert: Mark, Andy, Loz und Steve nehmen auch die Tradition der 4-Track-EP wieder auf. Review: Ride weiterlesen

Ride here, Ride now

Ziemlich aktiv online heute: Ride. Zuerst mal gibt’s ein neues Video aus „Weather Diaries“, dem erstaunlich famosen Comeback-Album der Shoegaze-Pioniere aus Oxford. „Cali“ ist eins meiner Lieblingslieder der Platte – ich erwähnte das in meinem Interview mit Mark Gardner.

On top gibt’s eine Akustiksession, die der US-Sender WFUV heute online gestellt hat.

Zwei weitere Live-Songs nach dem Break… Ride here, Ride now weiterlesen

Interview: Ride

Genau für diese Momente bin ich Musikjournalist. Habt ihr eine Vorstellung, wie der 21jährige Henning reagiert hätte, wenn man ihm gesagt hätte: Du interviewst mal Mark Gardner!?!?!

Mann, was habe ich RIDE geliebt, was habe ich Ride geliebt!!

Ride waren für mich (und viele meiner Zeitgenossen) die wichtigste Band auf der Welt in den Jahren 1990 – 1993. Mir laufen jetzt noch Schauer über den Rücken, wenn ich an den Moment denke, als ich zum ersten Mal „Leave Them All Behind“ hörte – ich meine, da hast du eine TOTALE Lieblingsband und wartest nägelkauend auf ihren neuen Song – und dann kommt SO EIN MONSTER, das alle Hoffnungen SPRENGT!!

Ich habe mitgelitten, als es abwärts ging. Es tat mir weh, ihr viertes und letztes Album „Tarantula“ (1996) anzuhören. Nicht weil es eine so schlechte Platte war – Jahre später zog ich sie mal wieder raus und war erstaunt, wie gut die Songs eigentlich waren. Aber damals konnte ich sie nicht ertragen, weil sie so weit weg von Ride war. Weil so klar war, dass es vorbei war.

Seit 1996 warte ich auf den 16.6.2017. Auf den Tag, an dem RIDE zurück kommen mit einer Platte, die ihrer würdig ist. Und „Weather Diaries“ ist es. Klar, es gibt Durchhänger. Aber es gibt 3, 4, 5 Ride-Momente, wie nur Ride sie erzaubern können. Für einen Fan wie mich ist das himmlisch.

Also dann. Mark Gardner am Telefon. Today, forever.  Interview: Ride weiterlesen

Ride with me

Hoppla, fast hätte ich übersehen, dass RIDE das Video zu ihrer Comeback-Single „Charm Assault“ geteilt haben. Ich bin mir ja noch nicht so sicher, was ich von den zwei neuen Songs halten soll. Wir sind uns ja alle einig, dass die beiden Klassiker „Nowhere“ und „Going Blank Again“ sind. Die neue Nummer „Home Is A Feeling“ klingt aber mehr nach „Carnival of Light“ und „Charm Assault“ klingt wie ein Outtake von „Tarantula“. Beide Nummern sind okay. Aber so geflasht, wie ich von „Nowhere“ oder „Leave Them All Behind“ damals war, werde ich wohl in meinem Leben von Musik nicht noch mal sein.

Ride The Thrill

Ich bin ja gar kein so großer Fan von Wiedervereinigungen. Wenn Leute mit mir diskutieren, ob Oasis wohl noch mal zusammen spielen, sage ich: „Ich weiss nicht mal, ob ich da hingehen würde. Wieso einem alten Noel und einem alten Liam zugucken, wie sie lustlos fürs Geld Lieder runterspielen, die man ja kennt, in- und auswendig, und die ja nicht verschwunden sind… wenn man SO nostalgisch nach alten Zeiten ist, wieso wirft man dann nicht eine DVD ein aus ihrer besten Zeit? Können manche Sachen nicht einfach VORBEI sein und wir behalten sie dafür in bester Erinnerung?“

Deswegen habe ich auch nicht gequiekt und gekreischt, weil sich Ride wiedervereinigt haben. Klar habe ich die Band zu ihrer Zeit unglaublich geliebt – sie nimmt sogar einen richtig wichtigen Platz in meiner… wie nenne ich das jetzt mal.. Persönlichkeitsentwicklung(?) ein. Aber jetzt durch die Gegend fliegen, damit ich Mark Gardner mit Hut sehen kann? Okay, wenn sie in meiner Nähe spielen oder in einer Stadt, die ich Bock habe zu besuchen, gucke ich mir das natürlich an.

Aber das Gefühl, das ich hatte, als ich „Leave Them All Behind“ zum ersten Mal live hörte – es war am Nachmittag auf dem Bizarre-Festival in Giessen, die Single war noch nicht veröffentlicht, sie spielten den Song als neue Nummer, kamen auf die Bühne zu DIESER Synth-Loop… Loz Colbert löst mit seinem Drumeinsatz den Song aus, Steve Queralt geht in den Groove, dann – ZACK! RHHAAAARRR! fliegen mir die Gitarren nur so um die Ohren, transportieren mich auf eine andere Ebene, gleissendes weisses Rauschen in der Stirn, Euphorie, this is happening, this is NOW,…!!!!! Also, ich bin superfroh, dass ich das erlebt habe, und ich werde es nicht nacherleben können, wenn ich Ride noch mal sehe.

Andererseits…