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Review: Tallies

Tallies – „Tallies“

So viele meiner Lieblingsbands der frühen 90er haben sich wieder vereinigt. Slowdive, Ride, The Jesus and Mary Chain, Suede, Swervedriver und und und.

Aber eine Band fehlt in dieser Liste fehlt: The Sundays. Wäre da nicht mal eine Reunion angesagt? Drei Alben veröffentlichte das britische Quartett zwischen 1990 und 1997 – und es heisst sogar, dass Sängerin Harriet Wheeler und Gitarrist David Gavurin, die auch im privaten Leben ein Paar waren und geblieben sind, immer noch Lieder schreiben. Lieder, die sie jedoch für sich behalten.  

Ist das wirklich so? Oder haben sie heimlich ihre Songs einer jungen Band in Toronto geschickt? Auf diesen Verdacht könnte man kommen, wenn man das gleichnamige Debüt der Tallies hört. Denn das klingt in der Tat beinahe, wie ein Reunion-Album der Sundays klingen könnte.

Sorry, Tallies. Ich weiss, ihr werdet nicht happy sein, solltet ihr dies lesen. Denn wer will schon mit einer anderen Band verglichen werden? Sogar lesen, dass man quasi ein Soundalike sei? Das muss noch nerviger sein. Verdient hat das ja eigentlich niemand, selbst wenn der Vergleich ein so gut gemeinter wie The Sundays ist.

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I Predict A Record – 2019, Pt. 2

Das neue Jahr hat begonnen und mit dem neuen Jahr kommen auch die vagen Prognosen und die fundierten Wahrscheinlichkeitsrechnungen. Hier gibt’s das Ganze für den Bereich Indie: Welche Alben stehen 2019 in den Startlöchern bzw. bei welchen Bands darf man mit einem aktiven Jahr rechnen?
Die ist der zweite Teil zu meinem Beitrag von gestern. Die Aufteilung wollte es, dass im gestrigen Post „kleinere“ Bands in der klaren Überzahl waren. Heute sind auch richtig große Namen dabei.

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Review: Luby Sparks

Luby Sparks – „(I’m) Lost In Sadness“ EP

Vor dem Jubel müssen obligatorisch natürlich auch die Gegenargumente vorgebracht werden. Also gut, bevor ich euch jetzt gleich von Luby Sparks vorschwärme, sei gesagt: Klar, originell ist was anderes. Denn Shoegazing, das gibt es seit 1990, mindestens. Seitdem gibt es auch immer wieder ganze Schwärme von Bands, die den Sound wieder aufgreifen. Luby Sparks, das junge Quintett aus Tokio um die Sängerin Emily (ihren Nachnamen nennt sie nicht, aber wir wissen: Ihr Vater ist Brite) tut nichts anderes. Den festen Rahmen, den das Genre Shoegazing vorgibt, verlassen sie nicht. Aber hey – innerhalb dieses Rahmens nähern sie sich dem Ideal.

Vier Songs umfasst die neue EP der Japaner. Los geht’s mit der Single „Perfect“ – ein Stück Uptempo-Schmirgelpop, wie es die ganz frühen Boo Radleys regelmäßig hinlegten: Radau, Dynamik, trotz (oder gerade wegen) eingeflochtener Breaks, obendrüber eine samtweiche Gesangsmelodie. Die klingt bei Emily natürlich femininer als damals bei Sice von den Boos, which is nice. Textlich geht’s – wie sollte es anders sein – um eine verflossene Beziehung und das Gefühlsgewitter, das ein zufälliges Wiedersehen auslöst. Also: Shoegazing-Trefferquote 100. Alles abgehakt. Aber toll. Review: Luby Sparks weiterlesen

Review: The KVB

The KVB – „Only Now Forever“

Ich frage mich, was Langzeitfans wohl zum neuen Album von The KVB sagen. Ob da wohl welche „Sellout“ schreien? Auf ihrem inzwischen sechsten Longplayer sind Nicholas Wood und Kat Day nämlich so zugänglich wie noch auf keiner Platte zuvor. Man könnte es beinahe poppig nennen. Ein Schlauberger würde ihnen folglich möglicherweise unterstellen, dass die zwei Londoner es nach acht Jahren, in denen sie in der Schublade „respektierte, aber letztlich halt auch nicht vorwärts kommende Art-Indie-Band“ rumkrebsten, es jetzt endlich mal wissen wollen. Diesen Schritt könnte der Schlauberger dann verwerflich finden und verächtlich die Nase rümpfen. 

Ich altes Popkid stehe natürlich mal wieder auf der anderen Seite. Ich finde die neuen The KVB prima. Let me explain.

Also: The KVB machen hier eigentlich ja immer noch das, was sie vorher auch gemacht haben. Sie bewegen sich im statisch aufgeladenen Feld zwischen Synthpop der 80er, Krautrock-Motorik und Shoegaze-Schummrigkeit. Es hat immer schon aus den Boxen geknistert und geblitzt bei dieser Band. 

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Viva Hatchie

Oha. Diesen Nachmittag gab’s einen sudden burst of Girl Power.  Gleich drei frische Videos!

Los geht’s mit Hatchie – Die Lady aus Brisbane, die auch Mitglied der feinen Band Babaganouj ist und letztes Jahr mit „Sure“ und „Try“ zwei so wundervolle Slowdive-meets-Pop-Bonbons fallen ließ. Ihre neue Single heisst „Sugar and Spice“. Ich muss aber sagen, diese für meinen Geschmack etwas glatte Nummer erfüllt die Versprechen der ersten zwei Singles nicht.

 

Review: Lowtide

Lowtide – „Southern Mind“

Ich beginne eben – mal wieder – mit einem kurzen Abriss der bisherigen Shoegazing-Historie. Die späten 80s, frühen 90s, brachten bekanntlich eine ganze Welle der UK-Bands, die mit Feedback und Noise hypnotische Effekte erzeugten. Los ging’s mit The Jesus and Mary Chain, das entwickelte sich über MBV zu Ride, Chapterhouse, Swervedriver, The Boo Radleys, Pale Saints, Lush, Moose etc. Picken wir uns als Musterbeispiel Slowdive. Wenn andere Bands aus Feedback „Klanggewitter“ schufen, dann untermalten die fünf aus Oxford den Morgennebel, durch den die ersten Sonnenstrahlen brechen. Wolkige Schwaden aus Gitarren und süßer Schimmer. Morningrise.

Parallel aber entwickelte sich auf der anderen Seite des Atlantik der Grunge. Als Nirvanas „Nevermind“ mit seinem schroffen Expressionismus explodierte, sahen die schüchternen englischen abstrakten Klangmaler daneben plötzlich wischi-waschi und zahnlos aus. Als nicht lange danach auch noch der Britpop kam, wurden die Überlebenden vollends verdrängt. Slowdive versuchten damals die Flucht nach vorne in den Ambient-Minimalismus – es half nichts. Ihr drittes Album „Pygmalion“ wurde nicht mal mehr wahrgenommen. Mann, waren Slowdive 1995 out! Wenn ihnen damals jemand erzählt hätte, dass sie eines Tages als gefeierte Pioniere zurück kommen würden, dass ihr Reunion-Album als eine der besten Platten des Jahres 2017 bejubelt werden würde – sie hätten nur laut gelacht. Ja klar. Review: Lowtide weiterlesen

Hold on Tide To Your Dreams

Wir warten auf den 16.02., denn dann erscheint „Southern Mind“, das zweite Album der Melbourner Lowtide. Dieser Platte haben die Nugazer nun eine zweite Single voraus geschickt: „Elizabeth Tower“.

Ich kann zu dem Song nur sagen, was ich immer zu Lowtide sage: Klar, der Einfluss von Slowdive ist nicht weg zu diskutieren. Wer der Band deswegen Punkte in Sachen Originalität abzieht, hat wohl Recht. Ich mag die aber trotzdem, weil ich für den Sound von Slowdive so anfällig bin. Lowtide mögen Nachahmer sein, aber sie sind gute Nachahmer.

What Did You Expect From 2018, Pt.3

Heute: Der dritte und letzte Teil meiner Liste „Ausgesuchte kommende Alben 2018“.  Es geht um meine persönliche Vorschau auf das anstehende Indie- Jahr. Um Platten, auf die ich gespannt warte. Alben, die entweder schon feststehen, die sicher erwartet werden oder auf die man zumindest spekulieren darf.

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What did you expect from 2018, Pt.2

Gestern habe ich eine Liste begonnen: „Ausgesuchte kommende Alben 2018“.

Anders gesagt: Auf welche Platten aus dem Indie-Bereich können wir uns im neuen Jahr einstellen? Ein paar Alben sind bereits bestätigt, andere sind realistische Prognosen und die eine oder andere Spekulation ist auch dabei. Hier nun Teil 2 meiner Aufstellung.

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