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Djangle Pop

Hmm. Also, Samstag erst habe ich hier ziemlich übers neue Album von Django Django gejubelt. Als neue Single (oder als Impact Track oder wie immer man das heute nennen will) aber picken die Schotten nun ausgerechnet „Surface To Air“. Den Song mit der Gastsängerin, die sich Self Esteem nennt (man kennt sie auch als Rebecca Taylor von Slow Club).

Dieses Stück nun ist natürlich erstens untypisch, nicht nur der Frauenstimme wegen. Zweitens, naja, sagen wir’s so, für mich ist es der zehntbeste Song des Albums. Von zehn.
Im Albumzusammenhang finde ich das aber schon okay, da sorgt der Track für Abwechslung und zeigt eine Facette vom Django Django-Sound, die man nicht so oft erlebt. Auf sich allein gestellt ist mir die Nummer aber zu sehr coffee table.

Immerhin eine gute Sache kann ich dem Song abgewinnen: Die Vorstellung, dass einige Leute Django Django über „Surface To Air“ erst kennenlernen, deswegen für so ein Clean Bandit-mäßiges Pop-Ding halten und dann ordentlich mit den Ohren schlackern, wenn sie das ganze Album hören.

Review: Django Django

Django Django – Marble Skies

Eine Sache, die ich nicht ausstehen kann: Wenn Bands ihr letztes Album öffentlich in die Tonne treten. Man kommt sich als Anhänger regelrecht blöd vor, wenn man liest: „Okay, ja, die letzte war ein bisschen scheiße“. Das sagen Bands ja nicht, wenn man ihnen das Ding aus den Händen riss. Das sagen sie, wenn die vorletzte Platte erfolgreicher war und wenn sie Fans zurück gewinnen müssen. Aber: Wenn ihr euer letztes Album nicht mochtet, warum habt ihr’s dann überhaupt raus gebracht und getourt?

Django Django werden zur Zeit in der UK-Presse mit den Worten zitiert, ihr letztes Album „Born Under Saturn“ sei im Nachhinein „bloated“ gewesen. Zu deutsch: Aufgedunsen. Echt jetzt? Also, ich mochte die Platte sogar!

Klar, ihr Debüt klang irgendwie frischer, aber das liegt ja in der Natur der Sache. Als sie 2012 auftauchten, da rechnete keiner mit Django Django. Da waren sie eine schottische Band, die fernab jeder Aufmerksamkeit ungestört vor sich hin bastelte und fröhlich lauter verschiedene Stile ineinander dengelte, von Country bis House. Klar, am Ende kam irgendwie Indie raus, so wie am Ende ein Braunton rauskommt, wenn man zitronengelb, ziegelrot und meerblau mischt. Aber trotzdem, es blieb ein Mix, in dem jeder was für sich entdecken konnte.  Review: Django Django weiterlesen