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Pickup Track

Oha. Unerwartet, die neue Silversun Pickups Single. Unerwartet erstens, weil ich nicht mitbekommen habe, dass da was Neues im Busch ist – andererseits, sie sind ja längst dran, das letzte Album ist von 2015. Unerwartet zweitens des Sounds wegen. Haben Brian Aubert & Co schon mal vorher eine so konzis knackige Indiepop-Nummer hingelegt? Sonst schwurbeln und mäandern sie ja gerne mal fünf bis sieben Minuten lang rum.

Hätte man mir den Song blind vorgespielt und ich hätte raten sollen, wer’s ist, hätte ich gesagt: Irgendwelche Belgier, so Balthazar oder Absynthe Minded. Auf die Silversun Pickups wäre ich nicht gekommen. Na, umso mehr steigt die Vorfreude aufs für den 7.6. angekündigte neue Album  „Widow’s Weeds“.

Silversun Screen

Als es letztes Jahr im Herbst erschien, bin ich nicht dazu gekommen, hier etwas über „Better Nature“ zu schreiben, das vierte Album der Silversun Pickups. Klar ist aber, die Kalifornier sind eine feine Band, die beständig Qualität liefert. Und konnte man das Quartett zu Beginn seiner Karriere vielleicht noch ein bisschen als Smashing Pumpkins-Nachahmer abtun, so muss man das heute zurücknehmen. Silversun Pickups haben ihr Ding so konsequent weiter verfolgt und ausgebaut, dass der Sound heute ganz ihrer ist.

Die Band hat ein Video zum Song „Circadian Rhythm“ frisch auf youtube gestellt. Ist das echt neu? Ich dachte, der Song ist längst als Single erschienen? Macht nix, es bleibt ja ne gute Nummer,

Silversun Pickups – "Circadian Rhythm (Last Dance)" – Music Video from Prime Sinister on Vimeo.

UPDATE – statt youtube (gesperrt) nun mit vimeo Link

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Review: Wolf Alice

wolf alice my love is coolWolf Alice – „My Love Is Cool“

Ich muss mich bei Wolf Alice entschuldigen. Wie oft habe ich ihren Namen fallen lassen, wenn ich darüber schimpfte, dass es mit Indie in Grossbritannien so fürchterlich bergab gegangen ist! „Das erkennt man doch schon daran“, argumentierte ich immer, „dass (verächtlich) WOLF ALICE eine große neue Hoffnung sein sollen!“

Aber hui, wer belehrt mich hier eines Besseren? Sagen wir’s so: Ein gewisses Quartett aus Nordlondon mit der Sängerin Ellie Rowsell.

Okay, ich habe Wolf Alice noch nicht live gesehen. Vielleicht gab es da etwas zu erkennen, was ich auf ihren frühen Singles nicht erkannt habe? Die fand ich einfach… nicht gut. So überhaupt nicht! Die waren, so fand ich, Grunge von der Stange. Die liefen sowas von an mir vorbei!

Was, bitteschön, ist zum Beispiel prima an ihrer Single „Moaning Lisa Smile“? Die Melodie mal nicht! Die Grunge-Gitarren? Also echt, die konnte man doch nur spannend finden, wenn man noch nie Grunge gehört hat. Das, was Wolf Alice bisher machten, das haben the Breeders, die Throwing Muses und sogar Veruca Salt vor über 20 Jahren viel aufregender gemacht!

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