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Don’t Shed No Tears

Das Shed Seven-Comeback-Album „Instant Pleasures“ macht erstaunlich viel Spaß – ich schrieb in meinem Text dazu vor wenigen Tagen, dass man das Gefühl kriegt, als wäre wieder 1996 und als wollten Rick Witter & Co damit Oasis vom Thron stoßen, auf dem sie in diesem Moment noch/wieder sitzen. Für „Better Days“ = den Song, der am meisten nach „Be Here Now“ klingt, gibt’s jetzt ein animiertes Video.

Review: Shed Seven

Shed Seven – „Instant Pleasures“

Tatsächlich! Ein neues Album von Shed Seven! Eine Band, die mehr Lieblingslieder der 90er auf dem Kerbholz hat, als man denkt.

Nun gab es bekanntlich in den letzten Jahren zahlreiche Wiedervereinigungen, die sehr ermutigend abliefen. Es gab Comeback-Platten, die völlig okay (Pixies, OMD, JAMC) und sogar richtig gut waren (Suede, Ride, Swervedriver). Sogar ein paar begeisternde Highlights gab’s: Die Post-Reunion-Alben von Slowdive und Blur gehören zum Besten ihrer Diskographie.

Der Unterschied bei Shed Seven ist der, dass nach einem neuen Album keiner gefragt zu haben scheint. Pixies, Ride, Suede, Slowdive – alles Kritikerlieblinge. Shed Seven? Schon kichern so einige Medien, nach dem Motto: „Wie, was wollen DIE denn wieder?“

Ich glaube, es ist mal wieder eine Geschichtsstunde angebracht.

Also, tief Luft holen.

Der Stern von Shed Seven ging Mitte 1994 auf, als Britpop gerade so richtig in die Gänge kam. Review: Shed Seven weiterlesen

Review: FRONTEERS

Streets We're Born in - EP FRONTEERS – „Streets We’re Born In EP“

Ich habe in diesem Blog schon wiederholt auf einen Widerspruch hinweisen müssen, dem ich immer wieder anheim falle. Heute ist mal wieder so ein Tag, an dem ich diesen Widerspruch anerkennen, aber halt auch gleich wieder ignorieren muss.

Immer wieder fordere ich von Bands und Solisten/innen einen Grad an Originalität und Persönlichkeit, eine Wiedererkennbarkeit. Aber ab und an kommen Bands daher, deren Approach rein klassisch ist – und denen ich das nicht ankreiden kann, weil ich den Sound zu sehr liebe.

Die FRONTEERS sind so ein Fall. Die vier Kids aus Hull machen Britpop, klassischen Britpop. Sixties-beeinflusste Gitarrensongs, wie die La’s, wie Cast, Shed Seven wie The Kooks. Ein Sound, den wir auf- und ab gehört haben und der vielen Hörern entsprechend nichts mehr gibt. Mir aber schon. Weil ich ein Indie-Heini bin und dazu stehe.

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