Schlagwort-Archive: Ryan Adams

Interview: Shakey Graves

Neu in den Läden ab heute (Freitag, 04.05.18.): „Can’t Wake Up“, das neue Album von Alejandro Rose-Garcia alias Shakey Graves. Wir haben den Texaner bisher als herausragenden Singer/Songwriter auf dem Gebiet der Americana kennen gelernt. Auf seiner neuen Platte aber begibt er sich auf einen Streifzug durch zahlreiche weitere Genres. Aber das soll er uns am Telefon am besten selbst erzählen:

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Meine Alben 2017, Pt.5 (10-6)

So, langsam kommen wir der Sache näher. Dies ist der fünfte und vorletzte Teil meiner Serie, in der ich meine persönlichen Lieblingsalben des Jahres 2017 runter zähle und zu allen noch mal kurz etwas dazu sage.

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Meine Alben 2017, Pt.4 (15-11)

Unerbittlich ist er. Er zieht’s durch. Zählt seine persönlichen Lieblingsalben des Jahres 2017 runter, als müsste das irgendwen jucken. (Also ich jetzt.)

Aber hey – der Sinn der Aktion ist natürlich, tolle Platten des Jahres noch mal zu loben und zu highlighten. Vielleicht gibt’s für den/die eine(n) oder andere(n) Leser(in) ja nachträglich sogar noch was zu entdecken? Wir sind bei Platz 15-11 angekommen.

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Interview: Jason Isbell

…und noch ein umwerfender Künstler, den ich abhaken kann in meiner Liste der Leute, die ich unbedingt gesprochen haben wollte. Jason Isbell, aktueller Regent in Sachen Americana, Grammy-Gewinner und zweifellos spätestens seit „Southeastern“ auf einem absoluten Songwriter-Höhenflug. Freitag erschein sein jüngstes Album „The Nashville Sound“ – einmal mehr ein Meisterstück in Sachen klassischer amerikanischer Songkunst zwischen Poesie und Politik. Ich erhielt die Möglichkeit, den Kritiker- und Fanliebling anzurufen. Interview: Jason Isbell weiterlesen

Ring My Isbell

Rock’n’Roll! Jason Isbell & The 400 Unit kündigen ihr neues Album The Nashville Sound“ an und schicken den Song „Hope The High Road“ voraus. Isbell schafft mal wieder das, was auch Ryan Adams immer schafft: Nichts Neues zu machen, aber dieses Americana/Mellencamp-Ding so gekonnt zu raffinieren, dass es wichtig und fresh klingt.

Weiterlesen: Zu Isbells letztem Album „Something More Than Free“ schrieb ich im Sommer 2015 DIES.

Interview: Ryan Adams

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So. Hier ist es. 50 Minuten Ryan Adams am Telefon. Das komplette Transkript. Anfang Dezember hatte ich den Meister an der Strippe.

Seit gestern ist Ryans neues Album „Prisoner“ draußen – und es ist ja kein Geheimnis, dass er die Lieder für diese Platte in den Monaten nach der Trennung bzw. während seiner Scheidung von seiner Ehefrau Mandy Moore schrieb und aufnahm. Trotzdem ist es nicht „das Scheidungsalbum“, das wird uns Ryan im kommenden Text ausführlich erklären.

Wie er übrigens sehr viel sehr ausführlich erklärt. Ryan redet in diesem Gespräch oft wie ein Wasserfall – und ich bin nicht derjenige, der seinen Interviewpartner unterbricht.

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Ich bin klein mein Herz ist Ryan

Ist es nicht immer so? Auch die größten Lieblingsbands enttäuschen einen irgendwann. Die Routine tritt ein, sie werden satt, oder sie verlieren das Feuer.

Deswegen ist es umso wunderbarer, wenn dann einer kommt wie Ryan Adams und über 20 Jahre nach Whiskeytown immer noch Tracks hinlegt, die einen komplett aus den Latschen hauen. Siehe: „Do You Still Love Me?“. Wow. Jetzt auch mit Video.

Am 17.02. erscheint Ryans neues Album „Prisoner“ und ich freue mich, ankündigen zu können, dass ich in etwa um dieses Datum auf dem Blog ein Interview platzieren kann. Im Dezember konnte ich ein Telefon-Interview mit dem Maestro führen, das Transkript unseres Gesprächs (50 Minuten statt der ausgemachten 30, yippieh!) gibt’s hier dann zur vollen Länge.

 

2017 – a few Reasons to Cheer

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Erst mal ein Gutes Neues! Wir schreiben also das Jahr 2017 – und ehrlich gesagt, mir ist dieses Jahr nicht wohl zumute. Der Typ, der US-Präsident wird, hat offensichtlich einen an der Klatsche und wird die meines Erachtens nach akutesten Probleme der weltweiten Gesellschaft nicht angreifen, sondern nur verschlimmern. Aber auf diesem Blog halte ich mich in Sachen Politik normal zurück und schreibe über das, was uns happy macht: Indiepop.

Da stehen im neuen Jahr dann doch ein paar Dinge an, auf die man sich freuen darf. Ich mache mal eine kleine Liste. 2017 – a few Reasons to Cheer weiterlesen

Review: Jonas Nicholls

jonas-nicholls-time-no-longerJonas Nicholls – „Time No Longer“ EP

Wo wäre ich auf diesem Blog nur ohne die Australier? Schon wieder geht’s nach Sydney. Von hier kamen die Sures. Eine meiner echten Lieblingsbands der letzten Jahre. Dabei hat das Quartett nur zwei EPs gemacht. Okay, zwei mal fünf Songs, das ergibt ja eigentlich ein Album. Aber trotzdem, in der Karriere einer Band gilt die EP als erster Schritt. Mit einer EP klopft man an, mit einem Album tritt man ein. Mein Gott, was haben die Sures angeklopft. Aber sie sind nicht eingetreten, im bildlichen und im tatsächlichen Sinne.

Die erste EP kam 2012. Fünf knusprige Gitarrenpop-Songs die sich durch meine Lieblings-Indie-Styles schlängelten wie ein Zauber-Glitzeraal. „Stars“ hatte den schmissig-netten Shoegaze-Jangle wie Pains Of Being Pure At Heart. „Poseidon“ beschwor Lo-Fi-Phil Spector und Indie-Beach Boys herauf, so dass es eigentlich auf Elephant Six hätte erscheinen müssen. „The Sun“ erinnerte mich immer an Tame Impala, ohne was spezifisch Tame Impala-mäßiges zu haben. Es muss der Vibe gewesen sein. Der Vibe, dieser abstrakte Hund! Das ist doch irgendwie lässig, oder?

EP 2 (2013) war sogar noch besser! Review: Jonas Nicholls weiterlesen

Review: Parker Millsap

millsapdigitalcoverParker Millsap – „The Very Last Day“

Also echt, Thirty Tigers, das habt ihr ja mal ordentlich verbockt. Ich will euch nicht erklären, wie euer Job geht – aber ich versteh’s nicht, wie ihr das aufgezogen habt. Meiner Meinung nach sitzt ihr bei Parker Millsap auf einer Goldmine. Dass ihr sein drittes Album „The Very Last Day“ in Europa ein halbes Jahr zurückgehalten habt (in den USA erschien es schon im März), hätte ich deshalb eingesehen, wenn der Grund dafür war, dass ihr hier noch einen starken Labelpartner für ihn suchtet. Die Platte aber erst liegen zu lassen, während zur VÖ wenigstens in den USA (und ergo über die international gelesenen Sites und Blogs) über sie gesprochen wird, nur um sie hier dann Monate später ohne jegliche Promo oder Info sang- und klanglos auf dem europäischen Markt freizugeben, so dass selbst der Fan eher zufällig drauf stößt – das ist ja schon fast Sabotage am eigenen Künstler.

Ich werde meinen eigenen kleinen Beitrag dazu leisten, diese Sabotage zu sabotieren, indem ich die Platte wenigstens hier ein bisschen  abfeiere.

Warum glaube ich, Parker Millsap sei eine potentielle Goldgrube? Weil die Leute offen sind für Americana. Vor allem ist da ein Markt für Musik mit tiefen Wurzeln im Country, Soul und Bluegrass, die sich auch dem Rock und Pop öffnet. Wenn man diesen Sound breitenwirksam auf den Punkt bringt, können Millionenseller wie Chris Stapleton und Mumford & Sons dabei rauskommen. Ich traue Parker Millsap zu, deren Publikum zu erreichen. Weil er die Stimme hat und die Songs, und weil er ein kerniger junger Typ aus dem Süden mit interessanter Story ist. Review: Parker Millsap weiterlesen