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Review: Susanne Sundfør

Susanne sundforSusanne Sundfør – Ten Love Songs

Ich war in Oslo, als Susanne Sundførs letztes Album „The Silicone Veil“ erschien. Die Schallplattenläden der Stadt, sie waren zugekleistert mit Plakaten, ihre CDs lagen stapelweise an den Kassen und Eingängen. Das war schon wirklich erstaunlich. Einerseits, ok, jedes Land hat seine Local Heroes – aber Susanne Sundfør ist halt ein echt sperriger Superstar. Sie ist die vielfache Spellemansprisen-Gewinnerin (= der norwegische Grammy), die sich hinterher beschwerte, warum sie eigentlich „Sängerin des Jahres“ wurde – muss der Preis eigentlich auf zwei Geschlechter aufgeteilt werden? Sundfør liefert entsprechend ungemütliches, hochkomplexes, arty Songwriting mit anklagendem Zeigefinger. So war’s zumindest auf ihren letzten zwei Werken, dem vielschichtigen, mit Jazz-Elementen versetzten „The Brothel“ und eben „The Silicon Veil“, wo sie dem Ganzen einen kühl-synthetischen Digital-Dreh mitgab. Das ist extrem hohes Niveau, nur eben ganz schön unpoppig, und deshalb verwundert es einfach, so etwas auf der Nummer Eins der Charts zu sehen.

Und jetzt geht die Dame her und nennt ihre neue Platte ganz schlicht „Ten Love Songs“. Da schrillen die Alarmglocken. Denn: Nette Liebeslieder? Die gibt’s HIER bestimmt nicht! Aber trotzdem: Susanne geht auf dem Album mit großen Schritten in Richtung Pop.
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Race For the Prize – Pt. 4

Haim_Augustiner_magenta

So, meine Lieben! Ihr habt verdient, zu erfahren, wer den 1-Kasten-Augustiner-Preis für den Song des Jahres 2014 bekommen wird!
Was das ist? Das erkläre ich noch mal HIER!
Wer dieses Jahr nominiert war: HIER!
Teil 1 der Auswertung: HIER!
Jetzt aber ohne Umschweife zur Kür der Sieger! Race For the Prize – Pt. 4 weiterlesen

Susanne Sundshine

Susanne Sundfør, Megastar in Norwegen trotz ihres sperrigen, anspruchsvollen Artpops, war zuletzt auch gemeinsam mit M83 und Röyksopp als Sängerin in Erscheinung getreten. Ob sie da Lust auf etwas leichtere Kost bekommen hat? Ihr kommendes Album trägt den schlichten Titel „Ten Love Songs“.
Fast glaubt man, sie erlaube sich einen Spaß – denn über so was Banales wie die Liebe singt doch eine Sundfør nicht! Bestimmt beleuchtet das Album all die Schattenseiten der Liebe: Die Leere, die Unfähigkeit, zu kommunizieren, die Verdammtheit, zu sterben, die Fäulnis! Haha! Aber es scheint in der Tat etwas zugänglicher zu werden: die Vorab-Single „Fade Away“ jedenfalls zeigt Susanne eingängig und beinahe tanzbar – für Susannes Verhältnisse ist dies Sunshine-Pop!

CN_SUSANNE SUNDFOR „Fade Away“_14 from ArtOfficial Agency on Vimeo.