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We Kür A Lot – Part 3

 

So. Jetzt aber. Ich habe mich lange um andere Dinge gekümmert, aber in Zeiten der Corona-Isolation habe ich keine Ausrede mehr. Der Ein-Kasten-Augustiner-Preis-Gewinner für 2019 will offiziell bekannt gegeben werden!
Worum geht’s? Wir haben ein Lied zum Song des Jahres gekürt, auf unsere bekannt beknackte Weise. Dies ist der zweite Teil zum diesjährigen Votum. Vielleicht wollt ihr erst mal Teil Eins lesen?

Oder ihr taucht direkt ein in Runde zwei… We Kür A Lot – Part 3 weiterlesen

We Kür A Lot – Pt. 2

Ein Mal im Jahr erlauben wir uns den Quatsch: Wir vergeben auf diesem Blog den unwichtigsten Music Award der Welt! Es ist unser 1-Kasten-Augustiner-Preis für den Song des Jahres!

Es geht so: Eine Band bzw Sängerin/Sänger soll von uns für den einen Kasten Münchner Bier kriegen. Wer aber gewinnen will, der muss sich in einem so komplizierten wie albernen Verfahren durchsetzen. Neulich war’s mal wieder so weit, da trafen wir uns zur Kür des Siegers. 

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Love You Ride

… und? Wartet ihr alle gespannt auf „This Is Not A Safe Place“? Freitag ist es so weit! Das zweite Album von RIDE seit ihrer Wiedervereinigung (ihr sechstes insgesamt) kommt!

Mein Job erlaubt mir ja, dass ich die Platte schon hören konnte. Ich sage: Es gilt das Gleiche wie für „Weather Diaries“. Zwar gibt es auf der Platte den einen oder anderen Durchhänger, okay. Aber darüber sieht man gerne hinweg. Viel wichtiger aber ist nämlich: Es gibt eine ganze Handvoll famose Lieblingslieder! Songs, die sich wie selbstverständlich unter die Highlights ihres Gesamtwerks einreihen!

Ride waren eine der Bands, die ich so so so doll liebte, dass ich vor ihrer Wiedervereinigung fast Angst hatte. Angst, dass sie’s versauen könnten. Aber RIDE haben das Ganze meisterlich, äh, gemeistert. Und als Beweis schicken sie dem Album noch schnell die bildhübsche Nummer „Clouds Of Saint Marie“ voraus.

Hier noch mal mein Interview mit Mark Gardner zu „Weather Diaries“

I’ll sign this Repitition!

So. Den ersten Moment dieses Beitrags atme ich kurz durch und grinse darüber, dass meine letzten zwei Posts hier über a) Pale Saints und jetzt b) über RIDE gehen. Weil das so quasi meine zwei Lieblingsbands zu meiner Abi-Zeit waren. Jetzt dürft ihr mit meiner inneren Stimme mit diskutieren: Bin ich mir treu geblieben oder hänge ich einfach nur krass in meiner Entwicklung fest? Tja.

Die Pale Saints gibt’s nicht mehr, aber RIDE haben sich bekanntlich reformiert und sie haben – was ja nicht oft passiert – tatsächlich wieder in ihren frühen Groove zurück gefunden. Sie klingen 30 Jahre nach ihren ersten Singles noch/wieder fresh. Auch und gerade, weil sie sich nicht wiederholen, sondern ihre ersten Jahre als, tja, Baumstamm/Stammbaum nehmen, von dem neue Äste sprießen dürfen.

Siehe: „Repitition“, die zweite Single von ihrem kommenden insgesamt sechsten Album „This Is Not A Safe Place“. Ein bisschen Electronica, ein gewisses New Wave-Feeling (Kollege Fischi sagte, er fühle sich an David Bowies „Sound And Vision“-Ära erinnert, als er den Song hörte) und viel Ride-Melodik und Noisepoppigkeit. Einen solchen Song gibt’s noch nicht in der Ride-Discographie, aber er passt perfekt rein. Tollo.

Review: Hatchie

Hatchie – „Keepsake“

Ich wollte hier ja eigentlich letzten Mai schon was Größeres zu Hatchies erster EP schreiben. Denn Harriette Pilbeam aus Brisbane hat darauf große Erwartungen erfüllt und noch größere geweckt. Ich hab aber nix geschrieben. Warum? Dazu gleich.

Los ging’s im Herbst 2017. Da tauchte Harriette alias Hatchie, bis zu diesem Punkt (wenig) bekannt als Mitglied der Indiepopband Babaganouj, mit ihren ersten Solo-Singles „Try“ und „Sure“ auf. Man hörte gleich: Da ist was im Busch. Diese Lady kann so richtig schönen Dreampop machen. 

Ein paar Monate später gab’s „Try und „Sure“ noch mal auf Hatchies erster EP, plus drei neue Songs. Diese fielen nicht ab. Sie hielten den Level und bestätigten die Qualität der ersten beiden Singles.

Aber ich habe dann eben doch keinen Text dazu gepostet. Der Grund: Mehr als zu sagen „Hey, echt schöner, gekonnter Dreampop“ wollte mir einfach nicht einfallen. 

Letzten Freitag ist nun Hatchies erstes ganzes Album erschienen. Es ist sehr gelungen. Na, versuchen wir’s: Kann ich diesmal mehr dazu sagen? Review: Hatchie weiterlesen

Cool As Fukai!

Oh oh oh, das gefällt mir!! Das gefällt mir auf Anhieb!

Fukai Nana stehen vor der Release ihrer Debüt – EP. Die junge Band aus Japan beruft sich auf Vorbilder wie DIIV, Teenage Fanclub, Sonic Youth und Ride. Das ist schon mal ein gutes Zeichen. Und in der Tat, der Song „飛び込む“ ist so richtig schön peppig und schräg.

Der Sänger/Gitarrist der Band trägt den Namen Jacopo Lanotte, er stammt aus Turin und studiert in Tokio.  Auf der Single singt er sowohl Japanisch als auch Englisch, die am 5. Juni erscheinende EP namens „Can I Love You“ wiederum wird auch einen Song auf italienisch namens „Stelle Cadenti“ beinhalten. Na, ich werde die Band im Auge behalten.

Wo ich schon dabei bin: Der Rest der Band besteht aus Yohei Funada (Gt), Riku Tabata (Bass) und Natsumi Tabata (Drums).

Everything in it’s Ride place

Hach, Ride. Wir sind uns einig, dass das eine sehr gelungene Reunion ist? Ich liebte diese Band in den frühen 90s so, so sehr. Ihr Comeback-Album „Lannoy Point“ hatte kleine Durchhänger, aber mehr tolle Höhepunkte.

Das zweite Ride-Album nach der Wiedervereinigung steht an, es wird „This Is Not A Safe Place“ heissen und im August erscheinen. Seit einiger Zeit gibt es die Vorabsingle „Future Love“. Ein Lied, das mir prima gefällt. Es ist ein bisschen cleaner, aber schlägt letztlich in die „Twisterella“-Kerbe. Das macht den Mund auf die neue Platte doch sehr wässrig.

Nun gibt’s auch ein Video. Eins von der Sorte „Nun gut, die Band ist älter geworden und sieht nicht mehr hot aus, also zeigen wir doch lieber junge Models.“ Naja, für mich hätt’s das nicht gebraucht. Aber mir ist’s andererseits auch wurscht. Hauptsache, der Song ist super, und super ist der Song.

HIER geht’s noch mal zu meinem Ride-Interview mit Mark Gardner zum Comebackalbum von 2017.

Sticky To Ride

Ich habe zu „Westway – the Glitter and the Slums“, dem 2016er-Album der Sydneysider Sticky Fingers, einen recht begeisterten Text geschrieben – aber bin noch nicht dazu gekommen, so etwas auch über „Yours To Keep“ zu schreiben, den Anfang Februar erschienenen Nachfolger. Aber, so ehrlich muss ich sein, das liegt auch daran, dass die Platte sehr patchy ist. Sehr unausgeglichen, was die Qualität der Songs angeht. Es leider sind ein paar Tracks drauf, da kann man besser gleich die Skiptaste drücken.

Aber immerhin, den schwächeren Nummern stehen auch echte Highlights gegenüber. Die neue Single „Sunsick Moon“ ist eins. Denn Hey – ein Lied, dass mit einer solchen Ähnlichkeit zu Rides „Vapour Trail“ beginnt, dass es fast eine Hommage sein muss, das kann in meinem Haushalt ja nur gut ankommen.

Creative Differences

Kneift mich mal. Das kann’s doch nicht ganz sein, oder?

Alan McGee hat ein neues Label gegründet. Jubel, Freu! Der Creation-Man! Ride, Primal Scream, My Bloody Valentine, Slowdive, Swervedriver und irgendwann auch Oasis, sie alle waren auf Creation! Alan selbst ist natürlich eine Kultfigur, ein Typ, der auch gern mal aneckt, weil er so kompromisslos seinen Punk-Ethos vertritt.

Alans neues Label heisst Creation23 – und neu erscheint dort… dies hier? Sorry, aber Rubber Jaw sind ja wohl so… so… beige, dass sogar Coldplay daneben wie Extreme Noise Terror klingen. Eigentlich will ich hier ja nur Favoriten posten und mich mit Lästereien zurück halten, aber das hat ja schon einen Kuriositäts-Faktor in seiner Langweiligkeit. Der Song heisst „Freaking Out“. Mir klingt das mehr nach „Wearing My Comfy Slippers, Surfing Channels On A Thursday Afternoon, Waiting For Daddy’s Allowance“

Aber vielleicht findet’s ja jemand super.