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Kleine Kollektion 2020/21

Sie stammen aus Mexico City, leben aber seit einigen Jahren schon in New York und sind Buddies von Julian Casablancas: Rey Pila haben am Freitag ihr neues Album veröffentlicht und heute ein Video zum Song „Dark Paradise“ nachgelegt.

Cut Copy hatten ihr neues Album „Freeze, Melt“ eigentlich für diesen Freitag (28.8.) angekündigt – allerdings haben sie die Sache kurzfristig vorgezogen, die Platte ist nun seit letztem Freitag schon zu haben. Dieser sechste Longplayer der Synth/Indie-Popper aus Sydney ist ihr bisher chilligster, nicht nur des Albumtitels wegen. Parallel zum Album haben Cut Copy zu jedem Track einen arty Clip online gestellt.

Ein bisschen erstaunt bin ich über die neue Single von Chappaqua Wrestling aus Manchester. Ich hatte die Band bisher als ziemlich typische Jangle-Gitarren-Brit-Indie-Combo abgespeichert. Die neue Single „The Rift“ aber ist definitiv eine Grunge-Nummer, sowohl von den Gitarrensounds als auch den Akkordfolgen her. Na, wir haben’s hier mit einer jungen Band zu tun, die ganz offensichtlich noch ihren Weg sucht.

Kleine Kollektion 2020/14

Ich wollte ja schon fragen: Machen Rey Pila überhaupt noch Alben? Seit ihrem 2015er-Album „The Future Sugar“ haben „Mexikos Strokes“ zahlreiche Singles und ein paar EPs veröffentlicht, aber eben keinen Longplayer. Die neue Single „Drooling“ aber kommt nun doch inklusive Ankündigung eines Albums: „Velox Veritas“ erscheint Ende August!

Von Mexiko ab nach Newcastle, Australien. Hier lebt die 20 Jahre junge Songwriterin Tilly Murphy, die sich FRITZ nennt und mit ihrer Band so richtig klassischen Jangle/Noisepop macht. Vergleiche zu Best Coast, Vivian Girls, Alvvays drängen sich auf.

Man nehme diesen Jangle/Noise-Girlpop-Sound und gebe noch eine Schaufel Country/Americana in den Mix – und man landet bei den Klängen der Holy Motors. Wo mag das Quartett wohl herkommen? Aus Nebraska, Wyoming oder Saskatchewan? Nein, aus Tallinn, Estland, natürlich! Mit dem Song „Country Church“ kündigen die Nordosteuropäer ihr zweites Album „Horse“ an, das Mitte Oktober erscheinen wird. Nice.

 

Rey in der (you-)Tube

Indie aus/in Mexiko – leider kein Thema, bei dem ich Bescheid weiss. Ich meine, man hört ja immer wieder, dass der Sound dort extrem gefragt sei. Morrissey fanatischste Anhänger kommen aus Mexiko, selbst die Delays erzählen, man habe sie auf dem Flughafen empfangen wie die Beatles.  Gut, das sind einzelne Anekdoten, kein echter Beweis dafür, dass es in dem Land eine blühende Szene gibt. Falls jemand mehr weiss, schreibt doch gerne mal was in den Kommentaren.

Anyway. Immerhin eine mexikanische Band ist Stammgast hier auf dem Blog, sie sind allerdings auch längst Wahl-New Yorker. Rey Pila, die zwischendurch immerhin auch mal auf Julian Casablancas‘ Label unter Vertrag waren. Es gibt eine neue Single namens „Let It Burn“.

Brighten The Coronas #2

So, hier mal wieder eine kleine Kollektion von Clips aus der Isolation.

Blossoms, die Melodiewunder aus Stockport, haben den Track „My Swimming Brain“ von ihrem im Januar erschienenen Album „Foolish Loving Spaces“ eingespielt. Ich weiss, einigen Indie-Leuten sind Blossoms „zu poppig“. Ich finde, so eingängige Lieder zu schreiben, das muss man erst mal können.

Blossoms haben sich ganz schön Mühe gegeben, jede Spur gedoppelt, mindestens. Die Mexikaner Rey Pila gehen im Gegensatz dazu ziemlich lo-Fi an die Sache. Sie haben „Fire Away“, eine Single ihres 2015er-Albums „The Future Sugar“, in „Social Distance Version“ online gestellt.

Und hey, mal abseits der Musik: Ich LIEBE US-Comedian Henry Phillips und seine tragikomische Youtube-Serie „Henry’s Kitchen“. Auch Henry hat einen neuen Clip aus der Isolation gepostet.

A Rey of Sunshine

Ich habe mal irgendwo gelesen, Rey Pila seien „die Strokes von Mexiko“ – und seitdem fällt mir nie was Neues ein, eine andere Formulierung, mit der ich die Band beschreiben könnte. Immerhin, es gibt ja tatsächlich eine Verbindung: Rey Pila veröffentlichen auf Cult Records, also dem Label, das Strokes-Sänger Julan Casablancas gegründet hat.

Anyway. Diego Solórzano und seine Band haben mal wieder eine neue Single an den Start gebracht, die trägt den Titel „Flames“. Ist sie der Vorbote für ein neues Album? An der Zeit wär’s, der Vorgänger „The Future Sugar“ ist schließlich von 2015.

Pila Sessions

Neues von Rey Pila – der Band, die man auch schon „die Strokes von Mexiko“ nannte, die inzwischen in NYC lebt und die zwischendurch auf Julian Casablancas‘ Label Cult Records unter Vertrag war. Sänger Diego Solórzano und Band haben heute eine neue Single namens „Israel“ vö’t, die den Trend ihrer letzten Releases fortsetzt: Weniger Betonung auf die Gitarren, mehr und mehr auf die Synthies.

Review: Rey Pila

Rey Pila – „Wall Of Goth EP“

Ich hab’s versucht. Ich wollte durch die Beschreibung der neuen Rey Pila EP durch kommen, ohne das Wort „Strokes“ fallen zu lassen. Denn welche Band wird schon gerne dauernd mit einer anderen verglichen? Und das dann über Jahre?

Aber es hilft ja nix. Ich komme nicht dran vorbei. Sorry also, aber in dieser Rezension wird ein Wort mantraartig wiederholt werden und es ist ein Anagramm von „Stoerks“.

Nun denn. Seit ihrer Gründung 2010 in Mexico City gelten Rey Pila als „die mexikanischen Strokes“. Zuerst mal der Gitarren, der Ausstrahlung, der Schnodderigkeit wegen. Später gab es dann tatsächliche eine enge Verknüpfung. Frontmann Diego Solórzano und seine Band ließen sich in New York wieder, Ihr starkes zweites Album „The Future Sugar“ (2015) wurde nicht nur von Strokes-Sänger Julian Casablancas produziert, es erschien auch auf seinem Label Cult Records – und es klang mit seinen leicht übersteuerten Vocals, seinen schugga-schugga-schugga- und Niieröörnh-Gitarren und seinen knalligen Synthies, als hätte man die Tron-Strokes von „12:51“ auf Albumlänge ausgewalzt. Man musste das Album nicht wahnsinnig originell finden, aber daran, dass es famosen Indierock-Spaß machte, gab es keine Zweifel.

Eineinhalb Jahr nach diesem Album melden Rey Pila sich jetzt mit einer EP zurück, aber Cult Records scheint nicht mehr involviert zu sein. Review: Rey Pila weiterlesen

Review: The Strokes

Future Present PastThe Strokes – Future Present Past EP

Erinnert ihr euch, was ihr im Sommer vor 15 Jahren gemacht habt? Mit welchen Freunden wart ihr unterwegs, mit wem wart ihr zusammen, was war euer Job, wo wart ihr im Urlaub? „Wie sollen wir uns daran erinnern, Henning?“ Ich geb’ euch einen Tipp, damit es euch leichter einfällt: Der Sommer 2001 war der erste Sommer der Strokes. Zack, ist es da. Die Strokes waren ein Erdbeben. Sofort weiss ich genau, wo ich die „The Modern Age EP“ gekauft habe – in Hamburg, im Saturn: Wir waren auf dem Weg nach Dänemark für einen Kurzurlaub. In Hamburg hatten wir Station gemacht und in der gigantischen CD-Abteilung des Handelsriesen gab’s doch tatsächlich ein Exemplar der CD, über die der NME so begeistert schrieb und an die ich in München einfach nicht ran kam.

Mit diesem Punkt, an dem ich meine Assoziationen fixieren kann, erinnere ich mich auch sofort genau: Wer war damals meine Freundin, mit wem hingen wir ab, wo gingen wir hin. Klar bin ich mit ihr nicht mehr zusammen. Einige Freundschaften aus der Zeit bestehen noch und sie werden bestehen bleiben, wenn auch anders als damals. Das Meiste läuft nur noch über facebook – wir sind nicht mehr in der gleichen Stadt und die Distanz, sie wächst halt doch mit, tja, der Distanz. Viele der Leute von 2001 aber sind aus meinem Leben verschwunden. Man hat sich verändert in den 15 Jahren. Vielleicht nicht mal radikal, aber genug, um halt nicht mehr die gleiche Basis zu haben, die man vor 15 Jahren miteinander hatte.

Jetzt stellt euch mal vor, jemand würde von euch verlangen, dass ihr weiter mit euren vier besten Freunden/Freundinnen aus dem Jahre 2001 abhängt. Nicht nur das, sondern dass ihr gefälligst genauso viel Spaß haben sollt wie damals. Und dass ihr den gefälligst den auch verbreiten sollt!

Was ich sagen will, ist: Mei, ist die neue Strokes-EP mies. Mei, ist die lustlos. Review: The Strokes weiterlesen

Meine Alben 2015 – Pt.2 (20-11)

bigsleep Header

Ich muss gar nicht viel weiter erklären, oder? Ich mache weiter mit der Aufstellung meiner persönlichen Lieblingsalben des Jahres 2015. Teil 2 behandelt Platz 20 – 11.

Ach ja: Die Spotify-Playlist dazu habe ich entsprechend erweitert.

Meine Alben 2015 – Pt.2 (20-11) weiterlesen