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A Rey of Sunshine

Ich habe mal irgendwo gelesen, Rey Pila seien „die Strokes von Mexiko“ – und seitdem fällt mir nie was Neues ein, eine andere Formulierung, mit der ich die Band beschreiben könnte. Immerhin, es gibt ja tatsächlich eine Verbindung: Rey Pila veröffentlichen auf Cult Records, also dem Label, das Strokes-Sänger Julan Casablancas gegründet hat.

Anyway. Diego Solórzano und seine Band haben mal wieder eine neue Single an den Start gebracht, die trägt den Titel „Flames“. Ist sie der Vorbote für ein neues Album? An der Zeit wär’s, der Vorgänger „The Future Sugar“ ist schließlich von 2015.

Pila Sessions

Neues von Rey Pila – der Band, die man auch schon „die Strokes von Mexiko“ nannte, die inzwischen in NYC lebt und die zwischendurch auf Julian Casablancas‘ Label Cult Records unter Vertrag war. Sänger Diego Solórzano und Band haben heute eine neue Single namens „Israel“ vö’t, die den Trend ihrer letzten Releases fortsetzt: Weniger Betonung auf die Gitarren, mehr und mehr auf die Synthies.

Review: Rey Pila

Rey Pila – „Wall Of Goth EP“

Ich hab’s versucht. Ich wollte durch die Beschreibung der neuen Rey Pila EP durch kommen, ohne das Wort „Strokes“ fallen zu lassen. Denn welche Band wird schon gerne dauernd mit einer anderen verglichen? Und das dann über Jahre?

Aber es hilft ja nix. Ich komme nicht dran vorbei. Sorry also, aber in dieser Rezension wird ein Wort mantraartig wiederholt werden und es ist ein Anagramm von „Stoerks“.

Nun denn. Seit ihrer Gründung 2010 in Mexico City gelten Rey Pila als „die mexikanischen Strokes“. Zuerst mal der Gitarren, der Ausstrahlung, der Schnodderigkeit wegen. Später gab es dann tatsächliche eine enge Verknüpfung. Frontmann Diego Solórzano und seine Band ließen sich in New York wieder, Ihr starkes zweites Album „The Future Sugar“ (2015) wurde nicht nur von Strokes-Sänger Julian Casablancas produziert, es erschien auch auf seinem Label Cult Records – und es klang mit seinen leicht übersteuerten Vocals, seinen schugga-schugga-schugga- und Niieröörnh-Gitarren und seinen knalligen Synthies, als hätte man die Tron-Strokes von „12:51“ auf Albumlänge ausgewalzt. Man musste das Album nicht wahnsinnig originell finden, aber daran, dass es famosen Indierock-Spaß machte, gab es keine Zweifel.

Eineinhalb Jahr nach diesem Album melden Rey Pila sich jetzt mit einer EP zurück, aber Cult Records scheint nicht mehr involviert zu sein. Review: Rey Pila weiterlesen

Review: The Strokes

Future Present PastThe Strokes – Future Present Past EP

Erinnert ihr euch, was ihr im Sommer vor 15 Jahren gemacht habt? Mit welchen Freunden wart ihr unterwegs, mit wem wart ihr zusammen, was war euer Job, wo wart ihr im Urlaub? „Wie sollen wir uns daran erinnern, Henning?“ Ich geb’ euch einen Tipp, damit es euch leichter einfällt: Der Sommer 2001 war der erste Sommer der Strokes. Zack, ist es da. Die Strokes waren ein Erdbeben. Sofort weiss ich genau, wo ich die „The Modern Age EP“ gekauft habe – in Hamburg, im Saturn: Wir waren auf dem Weg nach Dänemark für einen Kurzurlaub. In Hamburg hatten wir Station gemacht und in der gigantischen CD-Abteilung des Handelsriesen gab’s doch tatsächlich ein Exemplar der CD, über die der NME so begeistert schrieb und an die ich in München einfach nicht ran kam.

Mit diesem Punkt, an dem ich meine Assoziationen fixieren kann, erinnere ich mich auch sofort genau: Wer war damals meine Freundin, mit wem hingen wir ab, wo gingen wir hin. Klar bin ich mit ihr nicht mehr zusammen. Einige Freundschaften aus der Zeit bestehen noch und sie werden bestehen bleiben, wenn auch anders als damals. Das Meiste läuft nur noch über facebook – wir sind nicht mehr in der gleichen Stadt und die Distanz, sie wächst halt doch mit, tja, der Distanz. Viele der Leute von 2001 aber sind aus meinem Leben verschwunden. Man hat sich verändert in den 15 Jahren. Vielleicht nicht mal radikal, aber genug, um halt nicht mehr die gleiche Basis zu haben, die man vor 15 Jahren miteinander hatte.

Jetzt stellt euch mal vor, jemand würde von euch verlangen, dass ihr weiter mit euren vier besten Freunden/Freundinnen aus dem Jahre 2001 abhängt. Nicht nur das, sondern dass ihr gefälligst genauso viel Spaß haben sollt wie damals. Und dass ihr den gefälligst den auch verbreiten sollt!

Was ich sagen will, ist: Mei, ist die neue Strokes-EP mies. Mei, ist die lustlos. Review: The Strokes weiterlesen

Meine Alben 2015 – Pt.2 (20-11)

bigsleep Header

Ich muss gar nicht viel weiter erklären, oder? Ich mache weiter mit der Aufstellung meiner persönlichen Lieblingsalben des Jahres 2015. Teil 2 behandelt Platz 20 – 11.

Ach ja: Die Spotify-Playlist dazu habe ich entsprechend erweitert.

Meine Alben 2015 – Pt.2 (20-11) weiterlesen

Review: Rey Pila

The Future SugarRey Pila – „The Future Sugar“

Ich war noch nicht in Mexiko. Aber man liest immer, dass Indie in diesem Land unglaublich gefragt ist. Es riesiges Kontingent von Morrisseys hingebungsvollsten Konzert-Hinterher-Reisern sind Mexikaner. Selbst die Delays erzählen von Beatles-ähnlichen Szenen mit kreischenden Fans, die sie schon auf der Rollbahn empfingen, als sie aus dem Flieger stiegen. Wenn Indie also in Mexiko so eine Riesensache ist, warum kennen wir dann so wenige Bands von dort?

Das ändert sich jetzt.
Señoras y Señores, he aquí Rey Pila!

Rey Pila sind keine Newcomer. Dies ist ihr zweites Album. Ihr Frontmann Diego Solórzano war daheim in Mexico schon vorher erfolgreich, seine Vorgängerband Los Dynamite galt zwischen 2002 und 2008 als „eine der drei wichtigsten Independentbands des Landes“ (Ich muss wohl mal rauskriegen, wer wohl die andren zwei waren). Mit Rey Pila aber siedelten Diego, Andrés Velasco, Rodrigo Blanco and Miguel Hernández nach New York City über. 2010 nahmen sie hier ihr Debüt auf, seitdem haben sie in NYC offenbar all die richtigen Leute kennen gelernt. Ihr zweites Album konnten sie in den Studios des Superlabels DFA einspielen, es erscheint auf Cult Records, der Plattenfirma, die Julian Casablancas gegründet hat.

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