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Review: LA Salami

LA Salami Dancing with Bad GrammarL.A. Salami – „Dancing With Bad Grammar“

Lookman Adekunle Salami kommt aus London und er ist ein Singer/Songwriter. Mit akustischer Gitarre, im Folk unterwegs. Ein filigraner Saitenpicker ist er, der Lookman. Ich gebe zu: Bisher  habe ich dieses Album nur einmal nebenbei im Büro gehört. Aber was ich hörte, fand ich sofort ziemlich cool. Es ist erkennbar eine Platte, mit der man sich näher auseinander setzen muss, dann wird sie einen vermutlich belohnen. Heute ist ein guter Abend dafür. Ich sitze auf dem Dachbalkon im Haus meiner Eltern in der lauen Abendwärme kurz nach dem Sonnenuntergang – ein idealer Moment, um dieses Album mal auf mich wirken zu lassen.

Nach den ersten drei Liedern meine ersten Vergleiche. Auch wenn Künstler es hassen, verglichen zu werden. Lookman sollte das auch, er ist ein sehr eigenständiger Charakter, das zeichnet sich bereits ab. Aber ich versuche ja nur, zu beschreiben, also Sorry, ein Vergleich: Ich nenne LA Salami „die männliche Laura Marling“. Was ein riesiges Lob ist, denn Laura Marling ist in meinen Augen eine ganz Große. Auch LAs Lieder und sein Gitarrespiel sind im Klang luftig, in der Substanz aber tiefgründig und nicht eben leichte Kost. Auch Blues scheint durch, wie bei Frau Marling.

Gleich noch ein Vergleich: Jeff Buckley. Review: LA Salami weiterlesen

Interview: Miike Snow

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Seit beinahe zwei Wochen auf dem Markt: „iii“, das dritte Album des schwedisch/amerikanischen Trios Miike Snow. Eine Band, die ich lange schon toll finde. Weil sie den Rahmen erweitern. Pontus Winnberg und Christian Karlsson waren bekanntlich schon als Pop-Producer supererfolgreich (Britneys „Toxic“ stammt – abgesehen von den Vocals -von ihnen), als sie den amerikanischen Sänger und Songwriter Andrew Wyatt trafen. Zu dritt zimmern sie fröhlich drauflos und bedienen sich in der Historie der Musik genauso wie in ihrer Zukunft. Trotzdem wäre es zu „iii“ inklusive dem Megahit „Genghis Khan“ fast nicht gekommen. Das erzählt uns Andrew alles am Telefon… Interview: Miike Snow weiterlesen

A Raur Talent

Raury Deshawn Tullis alias Raury ist ein echter Spezialfall. Der 19jährige aus Atlanta ist ein Happer, bzw. ein Rippie. Will sagen: Zuallererst mal Hippie, aber auch Rapper. Jemand, der einfach ans Gute glaubt im Menschen, der mit weit aufgerissenen Augen Positives in die Welt tragen möchte, und der dazu eine Vielzahl von Genres nutzt. Sein letztjähriges Debütalbum „All We Need“ spickt zwischen Folksong, Soul und sanftem Rap fröhlich hin und her, das Ergebnis klingt dann zwar manchmal ein bisschen überambitioniert und auch naiv, aber es gibt herausragende Momente her. Der Song „Crystal Express“ zum Beispiel ist unglaublich charmant und bereits Stammgast in meinen Catchy Catchy-Sets im Miao. Raury hat ihn nun für den australischen Sender Triple J live eingespielt.


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Earth Is The Longlist Planet – Pt 1

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Es ist noch nicht Dezember, aber die Zeit der Jahresrückblicke beginnt bereits. Vor allem stehen die Ausblicke auf 2016 an. Die Newcomer-Liste, der weltweit die größte Aufmerksamkeit geschenkt wird, ist die BBC Longlist. Letztes Jahr habe ich mich erstens über ihre Kandidaten ausgelassen und zweitens meine eigene Top 15 Best Ditches Longlist aufgestellt. Beides will ich dieses Jahr wieder tun. Anfangen aber will ich diese kurze Artikelserie damit, dass ich mal abgleiche: Wie korrekt lag denn die BBC mit ihren Prognosen? Und wie daneben oder gar nicht mal so falsch lag ich?

Los geht’s mit Teil 1: Was wurde aus Namen wie George The Poet, James Bay, Kwabs und den anderen der insgesamt 15 Kandidaten der BBC?

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How Longlist have you known? Pt1

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Die BBC hat heute ihre jährliche, immer viel beachtete Longlist gepostet. Also ihre Prognose, wer die musikalischen Newcomer des Jahres 2015 werden. Ich kenne viele davon nicht, aber ich höre sie mir jetzt für Euch an und sage zu allen 15 meine Meinung. Danach ein Fazit. Los geht’s!

George The Poet: Näh! Dieser Sesamstraßen-Rapper ist doch nur auf dieser Liste, weil er sich „Poet“ nennt. Dabei lallt er in echt die doofste Lifecoach-Grütze. „Seven Billion people, only one you. If I can do it, you can do it, too“ wiederholt er mantraartig, als wär’s voll die Augen öffnende Weisheit. Ist es nicht, es ist banalstes Lalala. Da achte ich erst gar nicht auf die Sounds drunter. Weg damit!

James Bay: Wenn Euch Ben Howard zu radikal strommastansägermäßig abgefahren ist, dann freut Euch über James Bay. Der trifft den kleinsten gemeinsamen Nenner zwischen Tom Odell und Ed Sheeran. Be. Schis. Sen!!!

Kwabs: Okay, das ist Soulpop, gefällig genug, um auch auf Radio NRJ ein Zuhause zu finden, aber angenehm post-Lorde-ig unberechenbar instrumentiert und hittig. Nicht mein Spezialgebiet, aber dass das ordentlich ist, erkenne auch ich als Außenstehender.

So, um des Seitendesigns willen mache ich hier einen Break. Für zwölf weitere Schnellurteile und mein Fazit… How Longlist have you known? Pt1 weiterlesen