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Fegefeuer der Idle-keiten

in Album, das in diesem Jahr bisher ein bisschen unterging, das ist „Interview Music“ von Idlewild.

Tja, so ist das wohl, wenn eine Band inzwischen beim achten Album angekommen ist. Klar ist „Interview Music“ eine starke Platte, denn Idlewild haben was drauf, das wissen wir jetzt seit über 20 Jahren. Aber spannender findet man natürlich, wenn Newcomer aufdrehen, als wenn alteingesessene Favoriten ruhiger werden.

Was natürlich das ist, was passiert ist auf dieser Platte. Roddy Woomble rollt eben nicht mehr kreischend über die Bühne wie zu „Captain“-Zeiten, Idlewild sind heut eine reife, nachdenkliche, Band, die gerne auch mal eine experimentelle Note betont.

Mit „There’s A Place For Everything“ haben die Schotten nachträglich ein neues Video aus dem Album veröffentlicht. Ein angenehme, melancholische Indiepopnummer. Es wurde ja mal gesagt, dass Idlewild sich über die Jahre zu Schottlands REM entwickelt haben. Dieser Song liefert für diese These mal kein Gegenargument.

Series: The 80s – Classics and Curios, Pt. 1

vinterview-80sDas Frage, mit welchen Themen ich in den praktisch Release-freien Wochen um die Jahreswende Inhalte für meine Seite schaffen soll, die stelle nicht nur ich mir auf meinem kleinen Blog. Das Problem haben auch ganz andere, ungleich größere Musik-Medien. So hat Pitchfork vorgestern – a pro pos of nothing – eine Liste der 10 besten Songs der 80er zusammen gestellt. Aber warum auch nicht? Naturgemäß sind 10 Songs zu wenig, um eine ganze Dekade zusammen zu fassen und klar wird man drüber diskutieren. Sicher hat jeder der Pitchfork-Songs es verdient, auf der Liste zu landen – aber essentielle Namen fehlten trotzdem. Mich jedenfalls hat das Ganze dazu gebracht, 80s-Namen aufzuschreiben, die ich in meine persönlichen Top Ten packen würde. Natürlich ist das sofort ausgeartet und plötzlich hatte ich über 40 Namen auf dem Zettel stehen.

Weswegen ich mir sagte: Okay, da mach ich ne kleine Serie draus. Ich werde in unregelmäßigen Abständen eine kommentierte Selektion von 80s-Bands bzw Songs posten. Die 80s waren schließlich eine im Nachhinein herrlich alberne Dekade, in der viel ausprobiert wurde. Manches ging daneben, manches aber wurde zum Grundstein für spätere Entwicklungen. Manches, was damals noch als Mainstream-Pop galt, wäre heute fürs Indie-Fach zu schräg. Zumal: Seit youtube-Videos in Deutschland nicht mehr gesperrt sind, kann man alte Schätze neu entdecken.

Also gut, gehen wir in unsere erste Runde. Diese erste Rutsche habe ich unter einen Oberbegriff gestellt: Indie-Bands. Genauer: Bands, die als Pioniere das, was später zur eigenen Kategorie Indie werden sollte, vorbereiteten und noch lange prägten. All die nun folgenden Bands sind Gitarrenbands – was in den 80ern ja eher untypisch war.

Anmerkung: Die Liste ist alphabetisch geordnet, nicht nach irgendeiner Wertung. Sonst ginge es nicht ausgerechnet los mit…

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